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AVESTA: YASNA

Übersetzt von Fritz Wolff, Avesta — die heiligen Bücher der Parsen, Strassburg, 1910.

Gathas von Christian Bartholomae. Zarathushtra: die Gatha's des Awesta : Verspredigten. Strassburg: Trübner, 1905.


Eingang

[English]
Anmerkungen.

1. Asha ist das beste Gut1 ... Als Mazdahanbeter, als Zarathushtraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen,2 den Daeva's feind, Ahura's Lehre zugetan: Dem ashaheiligen Havanay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob; dem Savanghay und dem ashaheiligen Visya, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

1. = Y27.14.
2. 1362.

2. Den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, — dich, o Atar, Sohn des Ahura Mazdah, — (wollen wir) unter Zufriedenstellung verehren und preisen und befriedigen und loben.

3. "Wie der beste Oberherr"3 soll mir der Zaotar aufsagen; "so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht"3
soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.4
Asha ist das beste Gut5 ...
Wie der beste Oberherr3 ...

3. s. Y27.13.
4. 1652.
5. = Y27.14.

4. Ich verpflichte mich feierlich (darauf, daß) gut gedacht und gut gesagt
und gut getan (wird alles), was zu denken und zu sagen und zu tun (ist).6
Ich nehme mir vor anzunehmen alles, (was) gut gedacht und gut gesagt und gut getan (ist);
ich nehme mir vor zu unterlassen alles, (was) übel gedacht7 und übel gesagt und übel getan (ist).

6. 1177.
7. 89.

5. Dar bring ich euch, o Amesha Spenta's, Verehrung und Preis; dar mit dem Gedanken, dar mit dem Wort, dar mit der Tat, dar mit dem Gemüt, dar (bringe ich) 'sogar des eignen Leibes Leben'.8

8. Aus Y33.14.

6. Ich bete das Asha(gebet): Asha [Recht] ist das beste Gut; nach Wunsch wird es, nach Wunsch uns zuteil, das Asha [Recht auf das Paradies] für das beste Asha [Rechtschaffenheit].9

9. 233; = Y27.14.

7. Als Mazdahanbeter, als Zarathushtraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen 2), den Daeva's feind, Ahura's Lehre zugetan:
Dem ashaheiligen Havanay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
dem Savanghay und dem ashaheiligen Visya, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob d(ies)er Ratav's, der Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(götter).

8. Den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah; die Amesha Spenta's; den weite Fluren besitzenden Mithra und den gute Weide bietenden Raman;

9. den unsterblichen, reichen, schnelle Rosse besitzenden Hvarexshaeta; den überlegen wirkenden, über die andern Geschöpfe hinwegsehenden Vayav - jenes an dir, o Vayav, was an dir dem heiligen Geist entstammt ist; die richtigste mazdahgeschaffene asaheilige Chista; die gute mazdayasnische Daena;

10. den heiligen ashaheiligen energisch antreibenden Manthra; das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz; das von Zarathushtra stammende Gesetz; die lange überlieferung; die gute mazdayasnische Religion; den Glauben an das heilige Wort [1703.]; das verstandesgemäße Auffassen der mazdayasnischen Religion; die Kenntnis des heiligen Worts; die angeborene mazdahgeschaffene Weisheit; die erlernte [eig. "vom Ohr gehörte".] mazdahgeschaffene Weisheit;

11. den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, — dich, o Atar, Sohn des Ahura Mazdah, — samt allen Feuer(arte)n; das mazdahgeschaffene, das Behagen des Asha gewährende Gebirge Ushi-darena;

12. alle ashaheiligen geistigen (und) stofflichen Yazata's; die starken, rings segreichen Fravashay's der Ashagläubigen; die Fravashay's der ersten Glaubenslehrer [877.]; die Fravashay's der Nächstverwandten
(wollen wir) unter Zufriedenstellung verehren und preisen und befriedigen und loben.

13. "Wie der beste Oberherr" [s. Y27.13.] soll mir der Zaotar aufsagen,
"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht" [s. Y27.13.] soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.
Asha ist das beste Gut [=y27.14.] ...

14. Durch Befriedigung dea Ahura Mazdah, durch überwindung des Angra Mainyav (fördert man) 'die Erfüllung (dessen), was nach [Ahura's] Willen das geeignetste (ist)' [Aus Y50.11; 1761.].
Asha ist das beste Gut [=Y27.14.] ...

15. Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht [282.], der des guten Sinns Lebenswerke dem Mazdah zubringt und (so) die Obergewalt dem Ahura [702.] (er, Zarathushtra), den sie den Armen als Hirten bestellt haben [778. =Y27.13.].

1.

[English]

1. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für1 den Schöpfer Ahura Mazdah, den prächtigen hoheitsvollen, den größten und besten und schönsten und festesten und weisesten und wohlgestaltetsten und an Ashagerechtigkeit höchsten, (fu ihn, des) Absichten gut (sind, der) weitgehende Unterstützung (gewährt), der uns geschaffen, der (uns) gestaltet, der (uns) auferzogen hat, er, der heiligste Geist.

1. 1318.

2. Ich widme (es), ich vollziehe (es) für Vohu Manah, für Asha Vahishta, für Xshathra Vairya, für die heilige Armatay, für die beiden, Haurvatat (und) Ameretatat, für Geush Tashan, für Geush Urvan, für Atar, (den Sohn) des Ahura Mazdah, den geschäftigsten der Amesha Spenta's.2

2. 146.

3. Ich widme (es), ich vollziehe (es) für die Tagesabteilungs(götter),die Ratav's des Asha; für den ashaheiligen Havanay, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für Savanghay und den ashaheiligen Visya, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den weite Fluren besitzenden, tausendohrigen, zehntausendäugigen Mithra, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata, (und) für den gute Weide bietenden Raman.

4. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashaheiligen Rapithwina, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für Fradat-fshav und den ashaheiligen Zantuma, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für Asha Vahishta und für Atar, (den Sohn) des Ahura Mazdah.

5. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashaheiligen Uzayeirina, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für Fradat-vira und den ashaheiligen Dahyuma, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den hohen Gott Napat Apam und für das mazdahgeschaffene Wasser.

6. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashaheiligen Aiwisruthrima Aibigaya, den Ratav des Asha
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für Fradat-vispam-hujyatay und den ashaheiligen Zarathushtro-tema, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die Fravashay's der Ashagläubigen und für die Scharen von Heldensöhnen besitzenden Frauen und für die Yairya Hushitay und für den gutgebauten schöngewachsenen Ama und für den ahurageschaffenen Verethaghna und für die siegreiche Uparatat.

7. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashaheiligen Ushahina, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für Berejya und den ashaheiligen Nmanya, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashafrommen, die Belohnungen verschaffenden, siegreichen, Hab und Gut förderden Sraosha; für den gerechtesten Rashnav und für die Hab und Gut fördernde, Hab und Gut mehrende Arshtat.

8. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die Monats(götter), die Ratav's des Asha; für den ashaheiligen Antare-mah, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für Pereno-mah und den ashaheiligen Vishaptatha, den Ratav des Asha.

9. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die Jahreszeiten(götter), die Ratav's des Asha; für den ashaheiligen Maidhyoi-zaremaya, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashaheiligen Maidhyoisham, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashaheiligen Paitish-hahya, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den am Eintrieb der Herden und am Widdersprung kenntlichen ashaheiligen Ayathrima, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashaheiligen Maidhyairya, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den ashaheiligen Hamaspathmaedaya, den Ratav des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die Jahres(götter), die Ratav's des Asha.

10. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für alle die Ratav's, die die dreiunddreißig nächsten mit Havanay sich einfindenden Ratav's des Asha sind, welche (als die) des besten Asha von Mazdah [dem Zarathushtra] geoffenbart, von Zarathushtra [der Welt] verkündet sind.1

1. 1164.

11. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die beiden, Ahura (und) Mithra, die beiden hohen gefahrentrücken ashaheiligen; und für die Sterne, die zum heiligen Geist gehörigen Schöpfungen, und für den prächtigen glanzvollen Tishtrya-Stern und für den des Rindes Ursprung bildenden Mond und für den schnelle Rosse besitzenden Hvarexshaeta, das Auge des Ahura Mazdah; für Mithra, den Landesherrn der Länder.
Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für (den Tag des) prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah [Im Gebet wird hier der Name des gegenwärtigen Tages.];
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für (den Monat der) Fravashay's [der Name des laufenden Monats eingesetzt.] der Ashagläubigen.

12. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für dich, den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, samt allen Feuer(arte)n;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die guten Wasser, für alle mazdahgeschaffenen Wasser und für alle mazdahgeschaffenen Pflanzen.

13. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den heiligen, ashaheiligen, energisch antreibenden Manthra; für das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz; für das von Zarathushtra stammende Gesetz; für die lange Uberlieferung; für die gute mazdayasnische Religion.

14. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für das mazdahgeschaffene, das Behagen des Asha gewährende Gebirge Ushi- darena und für alle das Behagen des Asha, viel Behagen gewährenden mazdahgeschaffenen Gebirge; für die mazdahgeschaffene kavische Herrlichkeit und für die unnahbbare mazdahgeschaffene Herrlichkeit [Beide Male xvarenah-.];
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die gute Ashay, für die gute Chistay, für die gute Eretay, für die gute Rasastat, für den Glanz [Beide Male xvarenah-.] (und) für den mazdahgeschaffenen Nutzen.

15. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die dahmamäßige gute Afritay und für den Gemeinder, den ashagläubigen Mann, und für den starken heldenhaften Yazata Damoish Upamana.

16. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für diese (unsere) Stätten und Wohuplätze und Weideländer und Wohnungen und Tränken; für die Wasser und Länder und Pflanzen;
für die Erde hier und den Himmel dort2 und für den ashaheiligen Wind; für die Sterne, den Mond, die Sonne, den anfangslosen unvergänglichen Lichtraum
und für alle Geschöpfe des heiligen Geistes, für die ashagläubigen (männlichen) und ashagläbigen (weiblichen), die Ratav's des Asha.

2. 1664.

17. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für den hohen Ratav, den des Asha; für die(se) Ratav's, die Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(götter), die die Ratav des Asha sind: in der Zeit der Haomabereitung.

18. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für die starken, rings siegreichen Fravashay's der Ashagläubigen;
für die Fravashay's der ersten Glaubenslehrer;3
für die Fravashay's der Nächstverwanden;
für die Fravashay meiner eigenen Seele.4

3. 877.
4. 1783.

19. Ich widme (es), ich vollziehe (es)
für alle Ratav's des Asha;
ich widme (es), ich vollziehe (es)
für all gutes schenkenden geistigen und stofflichen Yazata's, die ihm, dem besten Asha, gemäß zu verehren und zu preisen sind.

20. O ashaheiliger Havanay, Ratav des Asha; o ashaheiliger Savanghay, Ratav des Asha; o ashaheiliger Rapithwina, Ratav des Asha; o ashaheiliger Uzayeirina, Ratav des Asha; o ashaheiliger Aiwisruthrima Aibigaya, Ratav des Asha; o ashaheiliger Ushahina, Ratav des Asha!

21. Wenn ich dich gekränkt habe, wenn im Gedanken, wenn im Wort, wenn in der Tat, wenn absichtlich, wenn unabsichtlich:5
(so) preise und lobe ich dich dafür, (so) widme ich (es) dir,6 wenn ich dich darin versäumt habe,7 nämlich in der Verehrung und im Gebet.

5. 1656.
6. 1318.
7. 1494.

22. O all (ihr) größten ashaheiligen Ratav's, Ratav's des Asha! Wenn ich euch gekränkt habe, wenn im Gedanken, wenn im Wort, wenn in der Tat, wenn absichlich, wenn unabsichlich:8
(so) preise und lobe ich euch dafür, (so) widme ich (es) euch, wenn ich euch darin versäumt habe, nämlich in der Verehrung und im Gebet.

8. 1656.

23. Als Mazdahanbeter, als Zarathushtraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen,9 den Daeva's feind, Ahura's Lehre zugetan:
Dem ashaheiligen Havanay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
dem Savanghay und dem ashaheiligen Visya, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob d(ies)er Ratav's, der Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(götter).

9. 1362.

2.

[English]

1. Die Zaothra's hole ich her zu verehren, das Baresman hole ich her zu verehren;
das Baresman hole ich her zu verehren, die Zaothra's hole ich her zu verehren;
die Zaothra's samt Baresman hole ich her zu verehren,
das Baresman samt Zaotra's hole ich her zu verehren;
mit diesem Zaothra hole ich dies Baresman her zu verehren,
mit diesem Baresman hole ich dies Zaothra her zu verehren;
dies Baresman samt Zaothra's hole ich her zu verehren;
samt Zaothra's, samt Gürtelband hole ich dies ashamäßig gespreitete Baresman her zu verehren.

2. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den ashaehrwürdigen Ahura Mazdah, den Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren die gutherrschenden wohlmeinenden Amesha Spenta's.

3. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren die ashaheiligen Tagesabteilungs(götter), die Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den ashaheiligen Havanay, den Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den Savanghay und den ashaheiligen Visya, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den weite Fluren besitzenden, tausendohrigen zehntausendäugigen Mithra, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata;
hole ich her zu verehren den gute Weide bietenden Raman.

4. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den ashaheiligen Rapithwina, den Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den Fradat-fshav und den ashaheiligen Zantuma, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den Asha Vahishta und den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah.

5. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den ashaheiligen Uzayeirina, den Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den Fradat-vira und den ashaheiligen Dahyuma, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den hohen Gott, den strahlenden Gebieter, den schnelle Rosse besitzenden Apam Napat;
und hole ich her zu verehren das ashaheilige mazdahgeschaffene Wasser.

6. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den ashaheiligen Aiwisruthrima Aibigaya den Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den Fradat-vispam-hujyatay und den ashaheiligen Zarathushtro-tema, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashagläubigen
und hole ich her zu verehren die Scharen von Heldensöhnen besitzenden Frauen
und hole ich her zu verehren die Yairya Hushitay
und hole ich her zu verehren den gutgebauten, schöngewachsenen Ama
und hole ich her zu verehren den ahurageschaffenen Verethraghna
und hole ich her zu verehren die siegreiche Uparatat.

7. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den ashaheiligen Ushahina, den Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den Berejya und den ashaheiligen Nmanya, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen, Hab und Gut fördernden ashaheiligen Sraosha, den Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den gerechtesten Rashnav
und hole ich her zu verehren die Hab und Gut fördernde, Hab und Gut mehrende Arshtat.

8. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren die ashaheiligen Monats(götter), die Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den ashaheiligen Antaremah, den Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den Pereno-mah und den ashaheiligen Vishaptatha, den Ratav des Asha.

9. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren die ashaheiligen Jahreszeiten(götter), die Ratav des Asha;
hole ich her zu verehren den ashaheiligen Maidhyoi-zaremaya, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren den ashaheiligen Maidhyoisham, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren den ashaheiligen Paitish-hahya, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Barasman hole ich her zu verehren den am Eintrieb der Herden und am Widdersprung kenntlichen ashaheiligen Ayathrima, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren den ashaheiligen Maidhyairya, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren den ashaheiligen Hamaspathmaedaya, den Ratav des Asha.
Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren die ashaheiligen Jahres(götter), die Ratav's des Asha.

10. Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren alle Ratav's des Asha, die die dreiunddreißig nächsten mit Havanay sich einfindenden Ratav's des Asa sind, welche (als die) des besten Asha von Mazdah [dem Zarathushtra] geoffenbart, von Zarathushtra [der Welt] verkündet sind [1164.].

11. Mit diesem Zaothra und Bareshnum
hole ich her zu verehren die beiden, Ahura (und) Mithra, die beiden hohen gefahrentrückten ashaheiligen;
hole ich her zu verehren Sterne und Mond und Sonne (und) - mittelst der Baresman-Pflanzen - den Mithra, den Landesherrn aller Länder.
Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah [Im Gebet wird heir der Name des Gottes des gegenwärtigen Tages,].
Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren die guten gewaltigen heiligen Fravashay's [des laufenden Monats eingesetzt.] der Ashagläubigen.

12. Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren dich, den ashaheiligen Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, samt allen Feuer(arte)n.
Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren die guten besten mazdahgeschaffenen ashaheiligen Wasser;
hole ich her zu verehren alle mazdahgeschaffenen ashaheiligen Wasser;
hole ich her zu verehren alle mazdahgeschaffenen ashaheiligen Pflanzen.

13. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren den heiligen hochherrlichen Mathra;
hole ich her zu verehren das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz;
hole ich her zu verehren das von Zarathushtra stammende Gesetz;
hole ich her zu verehren die lange Uberlieferung;
hole ich her zu verehren die gute mazdayasniche Religion.

14. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren das Gebirge Ushi-darena, den mazdahgeschaffenen, das Behagen des Asha gewährenden Yazata;
hole ich her zu verehren alle das Behagen des Asha, viel Behagen gewährenden mazdahgeschaffenen ashaheiligen Gebirge, die Ratav's des Asha;
hole ich her zu verehren die starke mazdahgeschaffene kavische Herrlichkeit;
hole ich her zu verehren die starke mazdahgeschaffene unnahbare Herrlichkeit [Beide Male xvarenah-.].
Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren die gute Ashay, die strahlende hohe kraftvolle schöngewachsene segensreiche;
hole ich her zu verehren den mazdahgeschaffenen Glanz [Beide Male xvarenah-.];
hole ich her zu verehren den mazdahgeschaffenen Nutzen.

15. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren die dahmamäßige gute Afritay;
hole ich her zu verehren den Gemeinder, den ashagläubigen Mann;
und hole ich her zu verehren den starken heldenhaften Yazata Damoish Upamana.

16. Mit diesem Zaothra nnd Baresman
hole ich her zu verehren diese (unsere) Wasser und Länder und Pflanzen;
hole ich her zu verehren diese (unsere) Stätten und Wohnplätze und Weideländer und Wohnungen und Tränken;
und hole ich her zu verehren diesen (unsern) Herrn des Wohnplatzes, ihn, den Ahura Mazdah.

17. Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren alle größten Ratav's: die Tages-, Tagesabteilungs-, Monats-, Jahreszeiten-, Jahres-(götter).
Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashagläubigen.

18. Mit diesem Zaothra und Baresman
hole ich her zu verehren alle ashaheiligen Yazata's;
hole ich her zu verehren alle Ratav's des Asha: um die Zeit der Haomabereitung, wenn Savanghay und Visya die Ratavschaft (haben), wenn alle größten Ratav's die Ratavschaft (haben) [1500(?).].

3.

[English]

1. Mit dem samt Zaothra dargebrachten Baresman hole ich zur Zeit der Haomabereitung zu verehren als Nahrung (nämlich) als Myazda die beiden, Haurvatat (und) Ameretatat [Hier als Bezeichnung für die von H. und A. geschützten Wasser und Pflanzen.], (und) die guttätige Milch:
um zufriedenzustellen Ahura Mazdah (und) die Amesa Spenta's,
um zufriedenzustellen den ashafrommen, die Belohnungen verschaffenden, siegreichen, Hab und Gut fördernden Sraosha.

2. Zu verehren hole ich her Haoma(pflanze) und Haoma(trank), um zufriedenzustellen die Fravashay des ashagläubigen Zarathushtra Spitama;
zu verehren hole ich her Brennholz mit Räucherwerk, um zufriedenzustellen dich, den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah.

3. Zu verehren hole ich her die Haoma's, um zufriedenzustellen die guten Wasser, die guten mazdahgeschaffenen Wasser;
zu verehren hole ich her das für den Haoma bestimmte Wasser,
zu verehren hole ich her die flüssige Milch,
zu verehren hole ich her die ashamäßig aufgesetzte Hadhanaepata-Pflanze:
um zufriedenzustelln die mazdahgeschaffenen Wasser.

4. Zu verehren hole ich her samt Zaothra's, samt Gürtelband dies ashamäßig gespreitete Baresman,
um zufriedenzustellen die Amesha Spenta's.
Zu verehren hole ich her die gutgedachten, gutgesagten, gutgetanen Sprüche,
zu verehren hole ich her das Aufsagen der Gatha's,
zu verehren hole ich her die gut ausgeführten Befehle [1850.],
zu verehren hole ich her diesen Erwerb des Anspruchs auf das (andere) Leben und des (höchsten) Anrechts und die Ratavbefriedigung [Eins der beiden ca ist ausgelassen.] der Ratav's:
um zufriedenzustellen die ashaheiligen geistigen (und) stofflichen Yazata's
und um zufriedenzustellen meine eigene Seele [1783.].

5. Zu verehren hole ich her die Tagesabteilungs(götter), die Ratav's des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Havanay, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Savanhay und den ashaheiligen Visya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den weite Fluren besitzenden, tausendohrigen, zehntausendäugigen Mithra, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata, (und) den gute Weide bietenden Raman.

6. Zu verehren hole ich her den ashaheiligen Rapithwina, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Fradat-fshav und den ashaheiligen Zantuma, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Asha Vahishta und den Atar, (den Sohn) des Ahura Mazdah.

7. Zu verehren hole ich her den ashaheiligen Uzayeirina, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Fradat-vira und den ashaheiligen Dahyuma, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den hohen Gott Napat Apam und das mazdahgeschaffene Wasser.

8. Zu verehren hole ich her den ashaheiligen Aiwisruthrima Aibigaya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Fradat-vispam-hujyatay und den ashaheiligen Zarathushtro-tema, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her die Fravashay's der Ashagläubigen und die Scharen von Heldensöhnen besitzenden Frauen und die Yairya Hushitay und den gutgebauten schöngewachsenen Ama und den ahurageschaffenen Verethraghna und die siegreiche Uparatat.

9. Zu verehren hole ich her den ashaheiligen Ushahina, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Berejya und den ashaheiligen Nmanya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashafrommen, die Belohnungen verschaffenden, siegreichen, Hab und Gut fördernden Sraosha, den gerechtesten Rashnav und die Hab und Gut fördernde, Hab und Gut mehrenide Arshtat.

10. Zu verehren hole ich her die Monats(götter), die Ratav's des Asha; den ashaheiligen Antaremah, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Pereno-mah und den ashaheiligen Vishaptatha, den Ratav des Asha,

11. Zu verehren hole ich her die Jahreszeiten(götter), die Ratav's des Asha; den ashaheiligen Maidhyoi-zaremaya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Maidhyoisham, dem Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Paitish-hahya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den am Eintrieb der Herden und am Widdersprun kenntlichen ashaheiligen Ayathrima, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Maidhyairya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Hamaspathmaedaya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her die Jahres(götter), die Ratav's des Asha.

12. Zu verehren hole ich her alle die Ratav's, die die dreiunddreißig nächsten mit Havanay sich einfindenden Ratav's des Asha sind, welche (als die) des besten Asha von Mazdah [dem Zarathushtra] geoffenbart, von Zarathushtra [der Welt] verkündet sind [1164.].

13. Zu verehren hole ich her die beiden, Ahura (und) Mithra, die beiden hohen gefahrentrücken ashaheiligen, und die Sterne, die zum heiligen Geist gehörigen Schöpfungen, und den prächtigen glanzvollen Tishtrya-Stern und den des Rindes Ursprung bildenden Mond und den schnelle Rosse besitzenden Hvarexshaeta, das Auge des Ahura Mazdah; den Mithra, den Landesherrn der Länder.
Zu verehren hole ich her (den Tag des) prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah [s. Y1.11 No. 2 und 3.];
zu verehren hole ich her (den Monat der) Fravashay's der Ashagläubigen.

14. Zu verehren hole ich her dich, den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, samt allen Feuer(arte)n;
zu verehren hole ich her die guten Wasser, alle mazdahgeschaffenen Wasser und alle mazdahgeschaffenen Pflanzen.

15. Zu verehren hole ich her den heiligen, ashaheiligen, energisch antreibenden Manthra; das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz; das vom Zarathushtra stammende Gesetz; die lange Uberlieferung; die gute mazdayasnische Religion.

16. Zu verehren hole ich her das mazdahgeschaffene, das Behagen des Asha gewährende Gebirge Ushi-darena und alle das Behagen des Asha, veil Behagen gewährenden mazdahgeschaffenen Gebirge; die mazdahgeschaffene kavische Herrlichkeit und die unnahbare mazdahgeschaffene Herrlichkeit [Beide Male xvarenah-.];
zu verehren hole ich her die gute Ashay, die gute Chistay, die gute Eretay, die gute Rasastat, den Glanz [Beide Male xvarenah-.] (und) den mazdahgeschaffenen Nutzen.

17. Zu verehren hole ich her die dahmamäßige gute Afritay und den Gemeinder, den ashagläubigen Mann, und den starken heldenhaften Yazata Damois Upamana.

18. Zu verehren hole ich her
diese (unsere) Stätten und Wohnplätze und Weideländer und Wohnungen und Tränken; die Wasser und Länder und Pflanzen;
die Erde hier und den Himmel dort [1664.] und den ashaheiligen Wind; die Sterne, den Mond, die Sonne, den anfangslosen unvergänglichen Lichtraum
und alle Geschöpfe des heiligen Geistes, die ashagläubigen (männlichen) und ashagläubigen (weiblichen), die Ratav's des Asha.

19. Zu verehren hole ich her den hohen Ratav, den des Asha; die(se) Ratav's, die Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(götter), die die Ratav's des Asha sind: in der Zeit der Haomabereitung.

20. Zu verehren hole ich her als Nahrung (nämlich) als Myazda die beiden, Haurvatat [s. Y3.1 No. 3.] (und) Ameretatat, (und) die guttätige Milche, um zufriedenzustellen den ashafrommen heldenhaften Sraosha, (der) das heilige Wort in sich aufgenommen hat, das starke Holz schwingt [Gemeint ist eine Waffe aus Holz, Keule oder Spieß.], den ahurischen, bei (seinem) Namen angerufenen Yazata.

21. Zu verehren hole ich her Haoma(pflanze) und Haoma(trank), um zufriedenzustellen die Fravashay des ashaheiligen Zarathushtra Spitama, des bei (seinem) Namen angerufenen Yazata;
zu verehren hole ich her Brennholz mit Räucherwerk, um zufriedenzustellen dich, den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata.

22. Zu verehren hole ich her
die starken, rings siegreichen Fravashay's der Ashagläubigen,
die Fravashay's der ersten Glaubenslehrer [877.],
die Fravashay's der Nächstverwandten.

23. Zu verehren hole ich her alle Ratav's des Asha;
zu verehren hole ich her all die gutes schenkenden geistigen und stofflichen Yazata's, die ihm, dem besten Asha, gemäß zu verehren und zu preisen sind.

24. Als Mazdahanbeter, als Zarathushtraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen, den Daeva's feind, Ahura's Lehre zugetan:
Dem ashaheiligen Havanay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
dem Savanhay und dem ashaheiligen Visya, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob d(ies)er Ratav's, der Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres(götter).

25. "Wie der beste Oberherr" [s. Y27.13.] soll mir der Zaotar aufsagen,
"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht" [s. Y27.13.] soll der wissende Asagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

4.

[English]

1. Diese guten Gedanken und guten Reden und guten Taten; diese Haoma's und Myazda's und Zaothra's und das ashamäßig gespreitete Baresman und das guttätige Rind [Beide Male gav-; vgl. Y3.20.]; die beiden, Haurvatat (und) Ameretatat [s. Y3.1 No. 3.], und die guttätige Milch [Beide Male gav-; vgl. Y3.20.]; Haoma(pflanze) und Haoma(trank); Brennholz und Räucherwerk; deisen Erwerb des Anspruch auf das (andere) Leben und des (höchsten) Anrechs und die Ratavbefriedigung [Eins der beiden cha ist ausgelassen.] der Ratav's und das Aufsagen der Gatha's (und) die gut ausgeführten Befehle [1850.]:
(all dies) widmen und weihen wir.

2. So weihen wir sie denn
dem Ahura Mazdah und dem ashafrommen Sraosha und den Amesha Spenta's und den Fravashay's der Ashagläubigen und den Seelen der Ashagläubigen und dem Atar, (dem Sohn) des Ahura Mazdah und hohen Ratav, und auch der gesamten Schöpfung des Ashaehrwürdigen zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

3. So weihen wir sie denn,
diese guten Gedanken und guten Reden und guten Taten; diese Haoma's und Myazda's und Zaothra's und das ashamäßig gespreitete Baresman und das guttätige Rind [s. Y4.1 No. 3.]; die beiden, Haurvatat (und) Ameretatat [s. Y3.1 No. 3.], und die guttätige Milch [s. Y4.1 No. 3.]; Haoma(pflanze) und Haoma(trank); Brennholz und Räucherwerk; diesen Erwerb des Anspruchs auf das (andere) Leben und des (höchsten) Anrechts und die Ratavbefriedigung [Eins der beiden cha ist ausgelassen.] der Ratav's und das Aufsagen der Gatha's (und) die gutausgeführten Befehle [1850.]: (all dies) widmen und weihen wir.

4. So weihen wir sie denn
den gutherrschenden wohlmeinenden, immer lebenden, immer gedeihenden Amesha Spenta's, (den männlichen), die zum guten Sinn halten [1706.], und (den weiblichen), die ebenso (tun) [387.].

5. So weihen wir sie denn sehr zahlreich,
um dies (unser) Haus zum Gedeihen zu bringen (und) das Vieh und die ashagläubigen Menschen dieses Hauses, (die) geboren (sind) und künftig geboren (werden) [1658.], (dieses Hauses), wozu sie gehören [?].

6. So weihen wir sie denn den guten Fravashay's der Ashagläubigen, die stark und rings siegreich (sind), damit sie den Ashagläubigen helfen.

7. So weihen wir sie denn
dem Schöpfer Ahura Mazdah, dem prächtigen hoheitsvollen, dem geistigen Geist, (und) den Amesha Spenta's
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

8. So weihen wir sie denn
den Tagesabteilungs(göttern), den Ratav des Asha; dem ashaheiligen Havanay, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem Savanhay und dem ashaheilgen Visya, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem weite Fluren besitzenden, tausendohrigen, zehntausendäugigen Mithra, dem bei (seinem) Namen angerufenen Yazata, (und) dem gute Weide bietenden Raman
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

9. So weihen wir sie denn
dem ashaheiligen Rapithwina, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem Fradat-fshav und dem ashaheiligen Zantuma, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem Asha Vahishta und dem Atar, (dem Sohn) des Ahura Mazdah,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

10. So weihen wir sie denn
dem ashahheiligen Uzayeirina, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem Fradat-vira und dem ashaheiligen Dahyuma, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem hohen Gott Napat Apam und dem mazdahgeschaffenen Wasser
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

11. So weihen wir sie denn
dem ashaheiligen Aiwisruthrima Aibigaya, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem Fradat-vispam-hujyatay und dem ashaheiligen Zarathushtro-tema, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
den Fravashay's der Ashagläubigen und den Scharen von Heldensöhnen besitzenden Frauen und der Yairya Hushitay und dem gutgebauten schöngewachsenen Ama und dem ahurageschaffenen Verethrakhna und der siegreichen Uparatat
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

12. So weihen wir sie denn
dem ashaheiligen Ushahina, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem Berejya und dem ashaheiligen Nmanya, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem ashafrommen, die Belohnungen verschaffenden, siegreichen, Hab und Gut fördernden Sraosha; dem gerechtesten Rashnav und der Hab und Gut fördernden, Hab und Gut mehrenden Arshtat
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

13. So weihen wir sie denn
den Monats(göttern), den Ratav's des Asha; dem ashaheiligen Antare-mah, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem Pereno-mah und dem ashaheiligen Vishaptatha, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

14. So weihen wir sie denn
den Jahreszeiten(göttern), den Ratav's des Asha; dem asaheiligen Maidhyoi-zaremaya, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem ashaheiligen Maidhyoisham, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem ashaheiligen Paitish-hahya, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem am Eintrieb der Herden und am Widdersprung kenntlichen ashaheiligen Ayathrima, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem ashaheiligen Maidhyairya, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem ashaheiligen Hamaspathmaedaya, dem Ratav des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
den Jahres(göttern), den Ratav's des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

15. So weihen wir sie denn
allen den Ratav's, die die dreiunddreißig nächsten mit Havanay sich einfindenden Ratav's des Asha sind, welche (als die) des besten Asha von Mazdah [dem Zarathushtra] geoffenbart, von Zarathushtra [der Welt] verkündet sind [1164.],
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

16. So weihen wir sie denn
den beiden, Ahura (und) Mithra, den beiden hohen gefahrentrückten ashaheiligen; und den Sternen, den zum heiligen Geist gehörigen Schöpfungen; und dem prächtigen glanzvollen Tishtrya-Stern und dem des Rindes Ursprung bildenden Mond und dem schnelle Rosse besitzenden Hvarexshaeta, dem Auge des Ahura Mazdah; dem Mithra, dem Landesherrn der Länder,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
(dem Tag des) prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah [s. Y1.11 No. 2 und 3.]
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
(dem Monat der) Fravashay's [s. Y1.11 No. 2 und 3.] der Ashagläubig'en
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

17. So weihen wir sie denn
dir, dem Atar, dem Sohn des Ahura Mazdah, samt allen Feuer(arte)n,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
den guten Wassern, allen mazdahgeschaffenen Wassern und allen mazdahgeschaffenen Pflanzen
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

18. So weihen wir sie denn
dem heiligen, ashaheiligen, energisch antreibenden Manthra, dem gegen die Daeva's gerichteten Gesetz, dem von Zarathushta stammenden Gesetz, der langen Uberlieferung, der guten mazdayasnischen Religion
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

19. So weihen wir sie denn
dem mazdahgeschaffenen, das Behagen des Asha gewährenden Gebirge Ushi- darena und allen das Behagen des Asha, viel Behagen gewährenden, mazdahgeschaffenen Gebirgen; der mazdahgeschaffenen kavischen Herrlichkeit und der unnahbaren mazdahgeschaffenen Herrlichkeit [Beide Male xvarenah-.]
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
der guten Ashay, der guten Chistay, der guten Eretay, der guten Rasastat, dem Glanz [Beide Male zvarenah-.] (und) dem mazdahgeschaffenen Nutzen
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

20. So weihen wir sie denn
der dahmamäßigen guten Afritay und dem Gemeinder, dem ashagläubigen Mann, und dem starken heldenhaften Yazata Damoish Upamana
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

21. So weihen wir sie denn
diesen (unsern) Stätten und Wohnplätzen und Weideländern und Wohnungen und Tränken; den Wassern und Ländern und Pflanzen;
der Erde hier und dem Himmel dort [1664.] und dem ashaheiligen Wind; den Sternen, dem Mond, der Sonne, dem anfangslosen unvergänglichen Lichtraum
und allen Geschöpfen des heiligen Geistes, den ashagläubigen (männlichen) und ashagläubigen (weiblichen), den Ratav's des Asha,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

22. So weihen wir sie denn
dem hohen Ratav, dem des Asha; d(ies)en Ratav's, den Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(göttern), die die Ratav's des Asha sind: in der Zeit der Haomabereitung,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

23. So weihen wir sie denn
dem ashafrommen heldenhaften Sraosha, (der) das heilige Wort in sich aufgenommen (hat), das starke Holz schwingt [s. Y3.20 No. 6.], dem ahurischen,
unter Zufriedenstellung zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
der Fravashay des ashagläubigen Zarathushtra Spitama
unter Zufriedenstellung zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dir, o Atar, Sohn des Ahura Mazdah,
unter Zufriedenstellung zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

24. So weihen wir sie denn
den starken, rings siegreichen Fravashay's der Ashagläubigen;
den Fravashay's der ersten Glaubenslehrer [877.];
den Fravashay's der Nächstverwandten
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

25. So weihen wir sie denn allen Ratav's des Asha zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn all den gutes schenkenden geistigen und stofflichen Yazata's, die ihm, dem besten Asha, gemäß zu verehren und zu preisen sind.
Die gutherrschenden wohlmeinenden Amesha Spenta's wollen wir verehren.

26. Wen - und welche (Frauen) - unter den Seienden Mazdah Ahura (als einen solchen) kennt, (dem) durch Asha für (sein) Gebet das bessere (Los zuteil wird [1270 u.]), diese (Männer) und diese (Frauen) wollen wir verehren. [=Y27.15.]

5.

[English]

1. So [=Y.37.] wollen wir denn den Ahura Mazdah,
der das Rind und das Asha schuf,
die Wasser und die guten Pflanzen schuf,
das Licht und die Erde und alles Gute schuf,
wegen seiner Herrschgewalt und Größe und (seiner) schönen Werkeverehren [1847.].

2. Ihn also wollen wir mit der Auslese der Gebete [1270 o.] (derer) verehren, die es mit dem Rind halten [1706.].

3. Ihn also wollen wir mit dem von Ahura stammenden, dem Mazdah wohlgefälligen heiligsten Namen verehren [1162.];
ihn wollen wir mit unserm Leib und Lehen verehren;
ihn (und) die Fravashay's der ashagläubigen Männer und Frauen wollen wir verehren.

4. Den Asha Vahishta wollen wir verehren, den schönsten Spenta Amesha, ihn den lichten, ihn den alles gute gewährenden.

5. Den Vohu Manah und den Vohu Xshathra und die gute Wesenheit und die gute Vergeltung und die gute Frommergebenheit wollen wir verehren.

6. Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden Mazdah Ahura (als einen solchen) kennt, (dem) durch Asha für (sein) Gebet das bessere (Los zuteil wird) [1270 u.], diese (Männer) und diese (Frauen) wollen wir verehren. [=Y27.15.]

6.

[English]

1. Den Schöpfer Ahura Mazdah verehren wir;
die gutherrschenden wohlmeinden Amesha Spenta's verehren wir.

2. Die ashaheiligen Tagesabteilungs(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Havanay, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Savanghay und den ashaheiligen Visya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den weite Fluren besitzenden, tausendohrigen, zehntausendäugigen Mithra, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata, verehren wir;
den gute Weide bietenden Raman verehren wir.

3. Den ashaheiligen Rapithwina, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Fradat-fshav und den ashaheiligen Zangtuma, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Asha Vahishta und den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, verehren wir.

4. Den ashaheiligen Uzayeirina, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Fradat-vira und den ashaheiligen Dahyuma, den Ratav des Asha, verehren wir;
den hohen Gott, den strahlenden Gebieter, den schnelle Rosse besitzenden Apam Napat verehren wir;
und das ashaheiligen mazdahgeschaffene Wasser verehren wir.

5. Den ashaheiligen Aiwisruthrima Aibigaya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Fradat-vispam-hujyatay und den ashaheiligen Zarathushtro-tema, den Ratav des Asha, verehren wir;
die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashagläubigen verehren wir;
und die Scharen von Heldensöhnen besitzenden Frauen verehren wir;
und die Yairya Hushitay verehren wir;
und den gutgebauten schöngewachsenen Ama verehren wir;
und den ahurageschaffenen Verethraghna verehren wir;
und die siegreiche Uparatat verehren wir.

6. Den ashaheiligen Ushahina, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Berejya und den ashaheiligen Nmanya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen, Hab und Gut fördernden, ashaheiligen Sraosha verehren wir;
den gerechtesten Rashnav verehren wir;
die Hab und Gut fördernde, Hab und Gut mehrende Arshtat verehren wir.

7. Die ashaheiligen Monats(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Antaremah, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Pereno-mah und den ashaheiligen Vishaptatha, den Ratav des Asha, verehren wir.

8. Die ashaheiligen Jahreszeiten(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Maidhyoi-zaremaya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Maidhyoisham, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Paitish-hahya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den am Eintrieb der Herden und am Widdersprung kenntlichen ashaheiligen Ayathrima, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Maidhyairya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Hamaspathmaedaya, den Ratav des Asha, verehren wir;
die ashaheiligen Jahes(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir.

9. Alle Ratav's des Asha verehren wir, die die dreiunddreißig nächsten mit Havanay sich einfindenden Ratav's des Asha sind, welche (als die) des besten Asha von Mazdah [dem Zarathushtra] geoffenbart, von Zarathushtra [der Welt] verkündet sind [1164.].

10. Die beiden, Ahura (und) Mithra, die beiden hohen gefahrentrücken ashaheiligen, verehren wir;
Sterne und Mond und Sonne (und) - mittelst der Baresman-Pflanzen - den Mithra, den Landesherrn aller Länder, verehren wir;
den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah [s. Y2.11 No. 2 und 3.] verehren wir;
die guten gewaltigen heiligen Fravashay's [s. Y2.11 No. 2 und 3.] der Ashagläubigen verehren wir.

11. Dich, den ashaheiligen Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, verehren wir samt allen Feuer(arte)n;
die guten besten mazdahgeschaffenen ashaheiligen Wasser verehren wir;
alle mazdahgeschaffenen ashaheiligen Wasser verehren wir;
alle mazdahgeschaffenen ashaheiligen Pflanzen verehren wir.

12. Den heiligen hochherrlichen Manthra verehren wir;
das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz verehren wir;
das von Zarathushtra stammende Gesetz verehren wir;
die lange Uberlieferung verehren wir;
die gute mazdayasnische Religion verehren wir.

13. Das Gebirge Ushi-darena, den mazdahgeschaffenen, das Behagen des Asha gewährenden Yazata, verehren wir;
alle das Behagen des Asha, viel Behagen gewährenden, mazdahgeschaffenen ashaheiligen Gebirge, die Ratav's des Asha, verehren wir;
die starke mazdahgeschaffene kavische Herrlichkeit verehren wir;
die starke mazdahgeschaffene unnahbare Herrlichkeit [Beide Male xvarenah-.] verehren wir;
die gute Ashay, die strahlende hohe kraftvolle schöngewachsene segensreiche, verehren wir;
den mazdahgeschaffenen Glanz [Beide Male xvarenah-.] verehren wir;
den mazdahgeschaffenen Nutzen verehren wir.

14. Die dahmamäßige gute Afritay verehren wir;
und den Gemeinder, den ashagläubigen Mann, verehren wir;
den starken heldenhaften Yazata Damoish Upamana verehren wir.

15. Diese (unsere) Wasser und Länder und Pflanzen verehren wir;
diese (unsere) Stätten und Wohnplätze und Weideländer und Wohnungen und Tränken verehren wir;
und diesen (unsern) Herrn des Wohnplatzes, ihn, den Ahura Mazdah, verehren wir.

16. Alle größten Ratav's: die Tages-, Tagesabteilungs-, Monats-, Jahreszeiten-, Jahres-(götter) verehren wir.

17. Die beiden, Haurvatat (und) Ameretatat [s. Y3.1 No. 3.], verehren wir;
die guttätige Milch verehren wir;
den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen, Hab und Gut fördernden, ashaheiligen Sraosha, den Ratav des Asha, verehren wir.

18. Haoma(pflanze) und Haoma(trank) verehren wir;
die Belohnung und die Fravashay des ashagläubigen Zarathushtra Spitama verehren wir nun;
Brennholz und Räucherwerk verehren wir;
dich, den ashaheiligen Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, verehren wir.

19. Die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashagläubigen verehren wir.

20. Alle ashaheiligen Yazata's verehren wir;
alle Ratav's des Asha verehren wir:
um die Zeit der Haomabereitung, wenn Savanghay und Visya die Ratavschaft (haben), wenn alle größten Ratav's die Ratavschaft (haben) [1500(?).].

21. Wen - und welche (Frauen) - unter den Seienden [= Y27.15.]...
"Wie der beste Oberherr" [s. Y27.13.] soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht" soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

7.

[English]

1. Asha ist das beste Gut...
Ashamäßig weihe ich als Nahrung (nämlich) als Myazda die beiden, Haurvatat (und) Ameretatat [s. Y3.1 No. 3.], (und) die guttätige Milche:
um zufriedenzustellen Ahura Mazdah (und) die Amesha Spenta's;
um zufriedenzustellen den ashafrommen, die Belohnungen verschaffenden, siegreichen, Hab und Gut fördernden Sraosha.

2. Ashamäßig weihe ich Haoma(pflanze) und Haoma(trank),
um zufriedenzustellen die Fravasay des ashagläubigen Zarathushtra Spitama;
ashamäßig weihe ich die beiden, Brennholz (und) Räucherwerk,
um zufriedenzustellen dich, den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah.

3. Ashamäßig weihe ich die Haoma's [haomi!, vgl. die Parallelstelle Y3.3, wo haoma.],
um zufriedenzustellen die guten Wasser, die guten mazdahgeschaffenen Wasser;
ashamäßig weihe ich das für den Haoma bestimmte Wasser,
ashamäßig weihe ich die flüssige Milch,
ashamäßig weihe ich die ashamäßig aufgesetzte Hadhanaepata-Pflanze:
um zufriedenzustellen die mazdahgeschaffenen Wasser.

4. Ashamäßig weihe ich samt Zaothra's, samt Gürteband die ashamäßig gespreitete Baresman,
um zufriedenzustellen die Amesa Spenta's;
ashamäßig weihe ich die gutgedachten, gutgesagten, gutgetanen Sprüche;
ashamäßig weihe ich das Aufsagen der Gatha's;
ashamäßig weihe ich die gut ausgeführten Befehle [1850.];
ashamäßig weihe ich diesen Erwerb des Anspruchs auf das (andere) Leben und des (höchsten) Anrechts und die Ratavbefriedigung [Eins der beiden cha is ausgelassen.] der Ratav's:
um zufriedenzustellen die ashaheiligen geistigen (und) stofflichen Yazata's und um zufriedenzustellen meine eigene Seele [1783.].

5. Ashamäßig weihe ich den Tagesabteilungs(göttern), den Ratav's des Asha, dem ashaheiligen Havanay, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem Savanghay und dem ashaheiligen Visya, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem weite Fluren besitzenden, tausendohrigen, zehntausendäugigen Mithra, dem bei (seinem) Namen angerufenen Yazata, (und) dem gute Weide bietenden Raman.

6. Ashamäßig weihe ich dem ashaheiligen Rapithwina, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem Fradat-fshav und dem ashaheiligen Zantuma, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem Asha Vahishta und dem Atar, (dem Sohn) des Ahuna Mazdah.

7. Ashamäßig weihe ich dem ashaheiligen Uzayeirina, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem Fradat-vira und dem ashaheiligen Dahyuma, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem hohen Gott Napat Apam und dem mazdah-geschaffenen Wasser.

8. Ashamäßig weihe ich dem ashaheiligen Aiwisruthrima Aibigaya, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem Fradat-vispam-hujyatay und dem ashaheiligen Zarathushtro-tema, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich den Fravashay's der Ashagläubigen und den Scharen von Heldensöhnen besitzenden Frauen und der Yairya Hushitay und dem gutgebauten schöngewachsenen Ama und dem ahurageschaffenen Verethrakhna und der siegreichen Uparatat.

9. Ashamäßig weihe ich dem ashaheiligen Ushahina, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem Berejya und dem ashaheiligen Nmanya, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem ashafrommen, die Belohnungen verschaffenden, siegreichen, Hab und Gut fördernden Sraosha; dem gerechtesten Rashnav und der Hab und Gut fördernden, Hab und Gut mehrenden Arshtat.

10. Ashamäßig weihe ich den Monats(göttern), den Ratav des Asha; dem ashaheiligen Antaremah, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem Pereno-mah und dem ashaheiligen Vishaptatha, dem Ratav des Asha.

11. ashamäßig weihe ich den Jahreszeiten(göttern), den Ratav des Asha; dem ashaheiligen Maidhyoi-zaremaya, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem ashaheiligen Maidhyoisham, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem ashaheiligen Paitish-hahya, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem am Eintrieb der Herden und am Widdersprung kenntlichen ashaheiligen Ayathrima, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich dem ashaheiligen Hamaspathmaedaya, dem Ratav des Asha;
ashamäßig weihe ich den ashaheiligen Jahres(göttern), den Ratav des Asha.

12. Ashamäßig weihe ich den Ratav's, die die dreiunddreißig nächsten mit Havanay sich einfindenden Ratav's des Asha sind, welche (als die) des besten Asha von Mazdah [dem Zarathushtra] geoffenbart, von Zarathushtra [der Welt] verkündet sind [1164.].

13. Ashamäßig weihe ich den beiden, Ahura (und) Mithra, den beiden hohen gefahrentrückten ashaheiligen, und den Sternen, den zum heiligen Geist gehörigen Schöpfunden, und dem prächtigen glanzvollen Tishtrya-Stern und dem des Rindes Ursprung bildenden Mond und dem schnelle Rosse besitzenden Hvarexshaeta, dem Auge des Ahura Mazdah; dem Mithra, dem Landesherrn der Länder.
Ashamäßig weihe ich (dem Tag des) prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah [s. Y.1.11 No. 2 und 3.];
ashamäßig weihe ich (dem Monat der) Fravashay's [s. Y.1.11 No. 2 und 3.] der Ashagläubigen.

14. Ashamäßig weihe ich dir, dem Atar, dem Sohn des Ahura Mazdah, samt allen Feuer(arte)n;
ashamäßig weihe ich den guten Wassern, allen mazdahgeschaffenen Wassern und allen mazdahgeschaffenen Pflanzen.

15. Ashamäßig weihe ich dem heiligen ashaheiligen, energisch antreibenden Manthra; dem gegen die Daeva's gerichteten Gesetz, dem von Zarathushtra stammenden Gesetz; der langen Überlieferung; der guten mazdayasnischen Religion.

16. Ashamäßig weihe ich dem mazdahgeschaffenen, das Behagen des Asha gewährenden Gebirge Ushi-darena und allen das Behagen des Asha, viel Behagen gewährenden mazdahgeschaffenen Gebirgen; der mazdahgeschaffenen kavischen Herrlichkeit und der unnahbaren mazdahgeschaffenen Herrlichkeit [Beide Male xvarenah-.];
ashamäßig weihe ich der guten Ashay, der guten Chistay, der guten Eretay, der guten Rasastat, dem Glanz [Beide Male xvarenah-.] (und) dem mazdahgeschaffenen Nutzen.

17. Ashamäßig weihe ich der dahmamäßigen guten Afritay und dem Gemeinder, dem ashagläubigen Mann, und dem starken heldenhaften Yazata Damoish Upamana.

18. Ashamäßig weihe ich
diesen (unsern) Stätten und Wohnplätzen und Weideländern und Wohnungen unt Tränken; den Wassern und Ländern und Pflanzen;
der Erde hier und dem Himmel dort [1664.] und dem ashaheiligen Wind; den Sternen, dem Mond, der Sonne, dem anfangslosen unvergänglichen Lichtraum
und allen Geschöpfen des heiligen Geistes, den ashagläubigen (männlichen) und ashagläubigen (weiblichen), den Ratav's des Asha.

19. Ashamäßig weihe ich dem hohen Ratav, dem des Asha; d(ies)en Ratav's, den Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres(göttern), die die Ratav's des Asha sind: in der Zeit der Haomabereitung.

20. Ashamäßig weihe ich als Nahrung (nämlich) als Myazda die beiden, Haurvatat (und) Ameretat [s. Y3.1 No. 3.], (und) die guttätige Milch, um zufriedenzustellen den ashafrommen heldenhaften Sraosha, (der) das heilige Wort in sich aufgenommen (hat), das starke Holz schwingt [s. Y3.20 No. 6.], den ahurischen, bei (seinem) Namen angerufenen Yazata.

21. Ashamäßig weihe ich Haoma(pflanze) und Haoma(trank), um zufriedenzustellen die Fravashay des ashaheiligen Zarathushtra Spitama, des bei (seinem) Namen angerufenen Yazata;
ashamäßig weihe ich beides, Brennholz (und) Räucherwerk, um zufriedenzustellen dich, den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata.

22. Ashamäßig weihe ich
den starken, rings siegreichen Fravashay's der Ashagläubigen;
den Fravashay's der ersten Glaubenslehrer [877.];
den Fravashay's der Nächstverwandten.

23. Ashamäßig weihe ich allen Ratav's des Asha;
ashamäßig weihe ich all den gutes schenkenden geistigen und stofflichen Yazata's, die ihm, dem besten Asha, gemäß zu verehren und zu preisen sind.

24. Ashamäßig möge er sich zu uns hinwenden, 'dessen Nutzen oder Schaden, darüber er verfügt, (alle Lebenden) erfahren werden' [Aus Y45.7; 1561 f.]. Deine Lobredner und Propheten, o Ahura Mazdah, heißen wir und wollen wir (sein) [1382.], und (als solche) stellen wir uns bereit (für das), was du den Daena's als den meinesgleichen gehörigen Lohn bestimmt hast [1141.], o Mazdah Ahura.

25. Deisen (Lohn) verschaff du uns für das Leben hier und für das geistige [1.] (Leben), dazu (verschaff) ihn, daß wir dazu gelangen, zur Vereinigung mit dir und dem Asha, für alle Zeit. [1564.]
Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht [=Y27.13.] ...

26. Das Ahuna Vairya (gebet) verehren wir,
das rechtgesprochene Gebet verehren wir,
die dahmamäßige gute Afritay verehren wir,
den starken heldenhaften Yazata Damoish Upamana verehren wir,
die beiden, Haurvatat und Ameretatat [s. Y3.1 No. 3.], verehren wir,
die guttätige Milch verehren wir,
Haoma(pflanze) und Haoma(trank) verehren wir,
Brennholz und Räucherwerk verehren wir:
zum Lob der dahmamäßigen guten Afritay.

27. Wen - und welche (Frauen) - unter den Seienden Mazdah Ahura (als einen solchen) kennt, (dem) durch Asha für (sein) Gebet das bessere (Los zuteil wird) [1270 n.], diese (Männer) und diese (Frauen) wollen wir verehren. [=Y27.15.]

28. "Wie der beste Oberherr" [s. Y27.13.] soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht" soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

8.

[English]

1. Asha ist das beste Gut ...
Ashamäßig weihe ich als Nahrung (nämlich) als Myazda die beiden, Haurvatat (und) Ameretatât, (und) die guttätige Milch; Haoma-(pflanze) und Haoma(trank); Brennholz und Räucherwerk:
zum Lob des Ahura Mazdah, des Ahuna Vairya (Gebets), des rechtgesprochenen Gebets, der dahmamäßigen guten Âfritay, des starken Dâmôish Upamana, des Haoma und des Mathra und des ashagläubigen Zarathushtra.
Ashamäßig möge er sich zu uns wenden.

2. Genießet, ihr Männer, hier den Myazda, wer (von euch) ihn verdient hat durch Ashaglaube und Eifer.

3. O Amesha Spenta's, o mazdayasnische Daênâ, (ihr) guten (Götter) und guten (Göttinnen), und (ihr) Zaothra's!
Wer unter den Mazdâhanbetern hier, sich einen Mazdâhanbeter nennend, sich für einen Anhänger des Asha ausgebend, mit Zauber die Welt des Asha zerstört, den macht (uns) kund, ihr, die Wasser und Pflanzen und Zaothra's!

4. Und wer hier anter den volljährigen (dazu) aufgeforderten Mazdâhanbetern diese Worte aufzusagen sich weigert, (der) verfällt in die Strafe dessen, (der) sich mit Zauberei befaßt.
Asha ist der beste Gut ...
Wie der beste Oberherr ...

5. Unbeschränkt and nach Wunsch mögest du, Ahura Mazdah, über deine Geschöpfe herrschen:
unbeschränkt über die Wasser, unbeschränkt über die Pflanzen, unbeschränkt über alles Gute, (das) im Asha seinen Ursprung (hat).
Zu einem gebietenden machet den Ashagläubigen,
zu einem ohnmächtigen den Druggläubigen.

6. Frei möge der Ashagläubige sein;
unfrei möge der Druggläubige sein, gewichen, unterdrückt, weggebracht von der Schöpfung des heiligen Geistes gefangen, unfrei.

7. Soll Ich nun, der Zarathushtra, die Obersten der Häuser und der Dörfer und der Gaue and der Länder antreiben, zu denken und zu reden und zu handeln gemäß dieser (anserer) Religion, die die ahurische zarathushtrische (ist)?

8. Freiheit und Wohlbehagen wünsche ich der gesamten Schöpfung des Ashaehrwürdigen;
Gefangenschaft and Mißbehagen wünsche ich der gesamten Schöpfung des Ruchlosen.

9. Asha ist das beste Gut ...
Den das Asha fördernden Haoma (wollen wir) unter Zufriedenstellung verehren und preisen und befriedigen und loben.
"Wie der beste Oberherr" soll mir der Zaotar aufsagen,
"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht"
soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

9.

[English]

1. In dem Zeitabschnitt, (da) die Haomabereitung (vollzogen wird), trat Haoma an Zarathushtra heran, (der gerade) das Feuer ringsum in den gehörigen Stand setzte und die Gâthâ's aufsagte. An ihn richtete Zarathushtra die Frage:
"Wer bist du, Mann! Der schönste des gesamten leiblichen Daseins — eigenen sonnigen unsterblichen Lebens — , den Ich (je) zu Gesicht bekommen habe?"

2. Da antwortete mir dieser, der ashaheilige Haoma, der Todwehrer:
"Ich, o Zarathushtra, ich bin der ashaheilige Haoma, der Todwehrer! Hole mich her, o Spitama, keltere mich, daß man (mich) trinke; preise mich (mir) zum Preis, so wie mich die künftigen Saoshyant's preisen werden."

3. Darauf sprach Zarathushtra:
"Verehrung dem Haoma! — Wer kelterte dich, o Haoma, als erster Mensch für die stoffliche Welt, welches Los wurde ihm zuteil, welcher Erfolg stellte sich bei ihm ein?"

4. Da antwortete mir diesen, der ashaheilige Haoma, der Todwehrer:
"Vivahvant kelterte mich als erster Mensch für die stoffliche Welt; dies Los wurde ihm zuteil, dieser Erfolg stellte sich bei ihm ein:
daß ihm ein Sohn geboren wurde, nämlich Yima, der strahlende, schöne Herden besitzende, der hoheitsvollste der geborenen Menachen, der sonnengleich blickende;
daß er in seinem Reich nichtsterbend machte beide, Tiere (und) Menschen, nichtvertrocknend beide, Wasser (und) Pflanzen, zu essen unversiegliche Speise.

5. Unter des tapfern Yima Herrschaft gab es nicht Kälte nicht Hitze, gab es nicht Altern nicht Tod, nicht den daêvageschaffenen Neid. Fünfzehnjährig dem äußern Ansehen nach gingen der Vater und der Sohn einhen, jeder von beiden, solange der schöne Herden besitzende Yima, der Sohn des Yivahvant, die Herrschaft führte." --

6. "Wer kelterte dich, o Haoma, als zweiter Mensch für die stoffliche Welt, welches Los wurde ihm zuteil, welcher Erfolg stellte sich bei ihm ein?"

7. Da antwortete mir dieser, der ashaheilige Haoma, der Todwehrer:
"Âthwya kelterte mich als zweiter Mensch für die stoffliche Welt; dies Los wurde ihm zuteil, dieser Erfolg stellte sich bei ihm ein:
daß ihm ein Sohn geboren wurde, Thraêtaona, aus gewaltigem Adeishause,

8. der das Ungeheuer Dahâka besiegte, den dreimäuligen, dreiköpfigen, sechsäugigen, tausend Fertigkeiten besitaenden; die(se) sehr starke daêvische Drug, den für die Lebenden schlimmen, druggläubigen; sie, die weitaus stärkste Drug, (die) Anra Mainyav gegen sie die stoffliche Welt, geschaffen hat, um die Welt des Asha zu verderben." --

9. "Wer kelterte dich, o Haoma, als dritter Mensch für die stoffliche Welt, weiches Los wurde ihm zuteil, welcher Erfolg stellte sich bei ihm ein?"

10. Da antwortete mir dieser, der ashaheilige Haoma, der Todwehrer:
"Thrita, der Sâma's gewaltigster, kelterte mich als dritter Mensch für die stoffliche Welt; dies Los wurde ihm zuteil, dieser Erfolg stellte sich bei ihm ein:
daß ihm zwei Söhne geboren wurden. Urvâxshaya und Keresâspa; ein Richter der erste, ein Gesetzgeber; aber der andere ein überlegen wirkender, lockenhaariger, die Wurfkeule führender junger (Held),

11. der das gehörnte, das Rosse verschlingende. Männer verschlingende, das giftige fahlgelbe Ungeheuer besiegte, auf dem das gelbliche Gift klafterhoch floß; auf dein sich Keresâspa im eisernen (Kessel) um die Mittagszeit (Fleisch)speise kochte. Und diesem Schurken wurde es heiß und er fing an zu schwitzen. (Da) schnellte er vorwärts unter dem Kessel hervor, das siedende Wasser schüttete er um: erschrocken lief der heldensinnige Keresâspa bei Seite."

12. "Wer kelterte dich, o Haoma, als vierter Mensch für die stoffliche Welt, welches Los wurde ihm zuteil, weicher Erfolg stellte sich bei ihm ein?"

13. Da antwortete mir dieser, der ashaheilige Haoma, der Todwehrer: "Pourushaspa kelterte mich als vierter Mensch für die stoffliche Welt: dies Los wurde ihm zuteil, dieser Erfolg stellte sich bei ihm ein:
daß Du ihm geboren wurdest, Du fürwahr, o Zarathushtra, aus dem Hause des Pourushaspa, den Daêva's feind, Ahura's Lehre zugetan.

14. Berühmt in Airyana Vaêjah, hast Du, o Zarathushtra, zuerst (das Gebet) Ahuna Yairya unter Einhaltung der Pausen viermal vorgetragen, die zweite Hälfte mit lauterem Vortrag.

15. Du Zarathushtra, du hast bewirkt, (daß) die Daêva's sich alle in die Erde verkrochen, die sich vordem in Männergestalt auf der Erde hier herumtrieben.
(Du), der der stärkste, der (du) der heldenhafteste. der (du) der rührigste, der (du) der schnellste, der (du) der siegreichsten aus der Schöpfung der beiden Geister wurde(st)." --

16. Darauf sprach Zarathushtra:
"Verehrung dem Haoma! Der gute Haoma, der wohlgesehaffene rechtgeschaffene Haoma, der gute, als Heiltäter eingesetzte, der wohlgestaltete, wohlwirkende, siegreiche, goldfarbige, mit biegsamen Schößlingen (ist), wenn sie (ihn) trinken, höchst förderlich und bereitet für die Seele am besten die Bahn.

17. Ich rufe zu mir herab deine Rauschbegeisterung, o goldfarbener, herab die Kraft, herab die Sieghaftigkeit, herab die Gesundheit, herab das Heiltum, herab das Gedeihen, herab das Wachstum, herab die sich auf den ganzen Leib erstreckende Stärke, herab das allseitige Wissen, herab darum:
daß ich unabhängig tinter den Wesen einhergehe, die Feindschaften überwindend, die Drug besiegend;

18. herab darum, daß ich aller Feinde Anfeindungen überwinde, (die) von Daêva's und Menschen; von Zauberern und Hexen; von kavischen und karapanischen Machthabern und zweifüßigen Schurken; von zweifüßigen Irrlehrern und von vierfüßigen Wölfen und von dem breitfrontigen betrüglich ziehenden Feindesheer.

19. Um diese erste Gunst bitte ich dich, Todwehrer Haoma: um das lichte, alle Wonnen bietende beste Dasein der Ashaglaubigen;
um diese zweite Gunst bitte ich dich, Todwehrer Haoma: um Gesundheit dieses (meines) Leibes;
um diese dritte Gunst bitte ich dich, Todwehrer Haoma: um langes Leben der Lebenskraft;

20. um diese vierte Gunst bitte ich dich, Todwehrer Haoma: daß ich wirksam, kraftvoll (und) zufrieden auf der Erde auftrete, die Feindschaften überwindend, die Drug besiegend;
um diese fünfte Gunst bitte ich dich, Todwehrer Haoma: daß ich siegreich, die Schlacht gewinnend auf der Erde auftrete, die Feindschaften überwindend, die Drug besiegend;

21. um diese sechste Gunst bitte ich dich, Todwehrer Haoma: zuerst möchten wir den Dieb, zuerst den Räuber, zuerst den Wolf wahrnehmen; niemand möge uns früher wahrnehmen, alle möchten wir zuerst wahrnehmen." --

22. Haoma teilt denen, die als Helden (ihr) Gespann zum Wettkampf entsenden, Kraft und Stärke zu;
Haoma verschafft den gebärenden (Frauen) Besitz herrlicher Söhne und ashagläubige Nachkommenschaft;
Haoma teilt denen, die gern dem Studium der Naska obliegen, Heiligkeit und Wissen zu;

23. Haoma teilt denen, die als Mädchen lang unverheiratet geblieben sind, einen Gatten und Fürsorger zu, alsbald (wenn er drum) gebeten (wird), der einsichtsvolle.

24. Haoma hat ihn, den Keresânay, aus seiner Herrschaft verjagt, der jammerte in der Sorge um seine Herrschaft, der sagte:
"Nicht soll sich fernerhin in meinem Lande ein Âthravan aufhalten die (heiligen) Studien zu verbreiten. Der reißt alles Wachstum an sich, alles Wachstum zerstört er."

25. Wohl dir, der du aus eigener Kraft unabhängig bist, o Haoma!
Wohl dir, (der du) mit den vielen wahrgesprochenen Sprüchen vertraut (bist)!
Wohl dir, nicht brauchst du nach dem wahren Wort herumzufragen!

26. Es überbrachte dir Mazdâh den ... 1 Gürtel, den sternengeschmückten, von Geistern gefertigten, (nämlich) die gute mazdayasnische Religion. Und mit diesem umgürtet bist du auf den Höhen der Berge für alle Zeit Schirm und Stütze des heiligen Worts.2

1. paurvanim; nach Geldner. SPreussAW. 1903.422 "ersten".
2. Nach Geldner, aaO.; s. Bthl., Zum AirWb. 175f.

27. O Haoma, Hausherr, Dorfherr, Gauherr, Landesherr! An Heiligkeit Herr des Wissens! Her für meinen Leib rufe ich dich zu Kraft und Wehrhaftigkeit und zu viel Rettung bringender Stärkung.

28. Schaff fort unserer Feinde Feindschaften, fort der ergrimmten Anschlag! Und jedweder Mensch, der an diesem Hause, der an diesem Dorfe, der an diesem Gau, der an diesem Lande Frevel übt, von dessen Füßen nimm die Stärke, seine Ohren reiß ab, zerstöre seinen Geist.

29. "Nicht mit den Füßen sollst du etwas ausrichten, nicht mit den Händen etwas ausrichten können!"
Nicht soll er die Erde mit (seinen) Augen beschauen, nicht das Rind mit (seinen) Augen beschauen:
der unsern Geist vergewaltigt, der unsern Körper vergewaltigt.

30. Gegen den Leib des gelben, greulichen, Gift ausspritzenden Ungeheuers schlag die Waffe, o goldfarbener Haoma, zu Gunsten des (von ihm) dem Untergang geweihten Ashagläubigen;
gegen den Leib des mächtig gewordenen blutdürstigen zornigen Banditen schlag die Waffe, o goldfarbener Haoma, zu Gunsten des (von ihm) dem Untergang geweihten Ashaglaubigen.

31. Gegen den Leib des druggläubigen Menschen, des Machthabers, (der) das Haupt hochträgt, schlag die Waffe, o goldfarbener Haoma, zu Gunsten des (von ihm) dem Untergang geweihten Ashagläubigen;
gegen den Leib des dem Ashaglauben feindlichen. das (andere) Leben zerstörenden Irrlehrers, (der) die Worte dieser (unserer) Religion (zwar) im Gedächtnis hat, (aber) in (seinem) Handeln nicht befolgt, schlag die Waffe, o goldfarbener Haoma, zu Gunsten des (von ihm) dem Untergang geweihten Ashagläubigen.

32. Gegen den Leib der Zauberei treibenden, Wollust bereitenden, . . . [1] bringenden Hure, deren Begierde wie eine im Wind sich bewegende Regenwolke dahintaumelt, schlag die Waffe, o goldfarbener Haoma, zu Gunsten des (von ihr) dem Untergang geweihten Ashagläubigen;
gegen diesen ihren Leib schlag die Waffe, o goldfarbener Haoma, zu Gunsten des (von ihr) dem Untergang geweihten Ashagläubigen.

1. upashtâ[.bairyâi].

10.

[English]

1. "Weggehen sollen sie nun hier, weg die Teufel, weg die Teufelinnen;
der gute Sraosha soll weilen,
die gute Ashay soll hier wohnen,
die gute Ashay soll hier verweilen:
in diesem (unserm) Hause, das dem Ahura zugetan (ist), das dem ashafördernden Haoma (gehört).

2. Das enstere (untere Stück) deines [des Haoma] Mörsers, das die (Haoma-) Zweige aufnimmt, preise ich mit Gebet, o einsichtsvoller;
und auch das obere deines Mörsers, womit ich hineinstampfe mit Manneskraft, preise ich mit Gebet, o einsichtsvoller.

3. Ich preise die Wolke und den Regen, die beide deinen Leib auf den Höhen der Berge wachsen machen;
ich preise die hohen Berge, wo du gewachsen bist o Haoma.

4. Ich preise die breite, weite, energisch schaffende, segensreiche Erde, deine Erhalterin, o ashaheiliger Haoma;
ich preise der Erde Gefild, wo du wohlriechend (auf)wächst, der tapfere, und als Mazdâh's schönes Gewächs;
"Haoma, wachsen mögest du auf dem Berg und gedeiheit allerwärts; — und wahrlich des heiligen Rechtes Brunnen bist du.

5. Vermehre dich durch mein Gebet: an allen Wurzeln und an allen Schößlingen und an allen Ästen.

6. Haoma nimmt zu, (wenn er) gepriesen (wird); desgleichen wird der Mann, der ihn preist siegreicher.
Auch die geringfügigste Haomakelterung.
auch die geringfügigste Haomapreisung,
auch der geringfügigste Haomagenuß dient (dazu), tausend Daêva's zu töten.

7. Es verschwindet, kaum hervorgebracht, die Befleckung aus diesem Hause, dahin man hinzubringt, darin man besingt das augenfällige Heiltum (und) Gesundheitsmittel des heilkräftigen Haoma.
<Für sein Haus and die Wohnstätte>. [Wohl Glosse.]

8. Alle andern Rauschtränke sind freilich von dem das blutige Holz schwingenden Aêshma begleitet, aber er, der Rauschtrank des Haoma, ist von dem fröhlich stimmenden Asha begleitet. Flink macht der Haomarausch. Welcher Sterbliche den Haoma wie einen jungen Sohn lobt: denen wird sich Haoma bereit stellen, ihre Leiber zu heilen.

9. O Haoma, gib mir von den Arzneien, durch die du Heilung schaffst;
o Haoma, gib mir von den Siegereigenschaften, durch die du Überwinder der Angriffe bist.
Als Freund (und) Lobsänger will ich mich dir bereit stellen; einen Freund, (der) lobsingt, nannte der Schöpfer Ahura Mazdâh (noch) willkommener als den Asha Vahishta.

10. Dich, den vom Schöpfer geschaffenen Helden, hat der wohlwirkende Gott (aus)gestaltet;
dich, den vom Schöpfer geschaffenen Helden, hat der wohlwirkende Gott niedergesetzt auf dem Haraitî-Gebirge.

11. Da trugen dich dann heilige, (darüber) belehrte Vögel nach verschiedenen Richtungen sich wendend weg: hin zu den Ishkata Upâiri-saêna(-Bergen), hin zu den Starô-sâra (genannten) Bergspitzen, hin - von der hohlen Felswand weg — hin zu den Halden allenthalben, hin zu den weißschimmernden Bergen.

12. Seitdem wächst du hervor auf diesen Gebirgen der vielartige milchreiche goldfarbige Haoma; deine Arzneien sind mit den Wonnen des Vohu Manah verbunden.
So wend denn ab den Anschlag des, (der) mich verwünscht;
so (mach) denn zu nichte Anschlag um Anschlag (des), der sich gegen mich in Verwünschungen ergeht.

13. Verehrung dem Haoma, weil er des Armen Sinn ebenso stolz macht wie (den Sinn) selbst des Reichsten;
Verehrung dem Haoma, weil er des Armen Sinn ebenso stolz macht [wie den Sinn selbst des Reichsten], wenn er sich am Ziel1 (seiner) Wünsche befindet.
Du, du machst männerreich (und) heiliger (und) einsichtiger (jeden), der von dir wahrlich, o goldfarbener Haoma, dem mit Milch gemischten, sein Teil (zum Genuß) empfängt.

1. eig. "in der Erlangung".

14. Nicht sollen sie mir beliebig wie das Stierbanner [1] sich einherbewegen, (wenn) sie (dich) genießen; stracks vorwärts sollen sie gehen, (die) sich an dir begeistern; mit energischem Schaffensdrang sollen sie sich einstellen. Ich weihe dir, o ashaheiliger ashafördernder Haoma, diesen Leib hier, der mir schön gewachsen scheint.

1. Das Reichsbanner, aus Stierfell oder mit emem Stierbild, das im Winde schwankt.

15. Ich lehne ab die Kärglichkeiten des schurkigen Weibes, (deren) Einsicht untüchtig ist, die den Priester und den Haoma zu betrügen vermeint, sie, die (selber) betrogen zugrunde gehen wird; die sich daran gibt, ihn, den Anteil des Haoma, zu verzehren, nicht macht er die zur Mutter von Priestern, auch nicht macht er (sie) zur Mutter trefflicher Söhne.1

1. 324, 1827; eig. "nicht ... zu einer, die Priester, die treffliche Kinder zu Söhnen hat."

l6. Fünfen gehöre ich, fünfen gehöre ich nicht an:
dem Gutgedachten gehöre ich, dem Schlechtgedachten gehöre ich nicht an;
dem Gutgesagten gehöre ich, dem Schlechtgesagten gehöre ich nicht an;
dem Gutgetanen gehöre ich, dem Schlechtgetanen gehöre ich nicht an;
dem Gehorsam gehöre ich, dem Ungehorsam gehöre ich nicht an;
dem Ashaehrwürdigen gehöre ich, dem Ruchlosen gehöre ich nicht an:
und zwar bis daß am Ende (der Dinge) zwischen den beiden Geistern der entscheidende Sieg stattfinden wird.

17. Es sprach Zarathushtra:
"Verehrung dem mazdâhgeschaffenen Haoma, gilt (ist) der mazdah-gesehaffene Haoma, Verehrung dem Haoma!
Alle Haoma's preise ich, sei es, daß sie auf den Höhen der Berge, sei es, daß sie in den Tälern der Flüsse (sind); auch die, welche, in Gefangenschaft gehalten, sich in den Fesseln der Weiber befinden.
Aus der silbernen Schale lasse ich (dich) in die goldene laufen 4); daß nur von dir, dem so prächtigen wertvollen, nichts auf den Boden hinabsickert!"

18. Dies (sind) deine Gâthâ's, o Haoma, dies sind (deine) Preislieder, dies sind (deine) Sprüche; diese rechtgesprochenen Gebete sind (dein), die Gesundheit bringenden, sieghaften, den Feinden entgegenwirkenden, heilkräftigen!

19. .......1
Stracks vorwärts sollen sie gehen, (die) sich an dir begeistern:
leuchtend sollen sic vorwärts gehen, (die) sich an dir begeistern;
flinker fahren sie dahin, (die) sich (an dir) berauschen.
Es preist der sieghafte den guten mit diesem gâthischen Wort:

1. imause tûmcit mâvôya.

20. Verehrung für das Rind! Verehrung für das Rind!
Den Spruch für das Rind! Den Sieg für das Rind!
Die Nahrung von dem Rind [1], die Kleidung von dem Rind!1
'Die Landwirtschaft für das Rind! Laß feist werden das (Rind) zu unsrer Nahrung!'2

1. wie oben gave.
2. Aus Y.48.5; 1427, 1028.

21. Den goldfarbenen hochgewachsenen Haoma verehren wir,
den die Lebewesen fördernden Haoma, den ... [1] verehren wir,
den Todwehrer Haoma verehren wir,
alle Haoma's verehren wir;
die Belohnung und die Fravashay des ashagläubigen Zarathushtra Spitama verehren wir nun.
Wen — und welche (Frauen) - unter den Seienden [2]...

1. frâshmay-; Geldner, 3 Yt. 115 "trinkbar".
2. = Y.27.15.

11.

[English]

1. Drei wirklich Ashagläubige sprechen fluchend Verwünschungen aus: das Rind und das Pferd und der Haoma.
Das Rind verwünscht den Priester:
"Kinderlos mögest du werden und üblen Ruf mögest du bekommen, der du mich, (wenn ich) gar gekocht (bin), nicht austeilst, sondern du, du vermästest mich für des Weibes oder Sohnes oder für den eignen Wanst."

2. Das Pferd verwünscht den Reiter:
"Du sollst keinen Renner (mehr) aufzäumen, keinen Renner (mehr) besteigen, keinen Renner (mehr) zügeln, der du mich nicht bittest (meine) Kraft (zu zeigen) in der zahlreich besuchten Festversammlung des männerreichen Gaus."

3. Der Haoma verwünscht den Trinker:
"Kinderlos mögest du werden und üblen Ruf mögest du bekommen, der du mich, (wenn ich) ausgekeltert (bin), zurückhälst wie einen todsündigen Dieb; und ich bin doch sicher kein Todsünder, Ich, der ashaheilige Todwehrer Haoma."

4. Es hat mir, dem Haoma, der ashaehrwürdige Vater Ahura Mazdâh als (Opfer)anteil aus(gesetzt und) zugewiesen die beiden Backen samt der Zunge und das linke Auge.

5. Wer mich um diesen Anteil bringt, oder (ihn) mir stiehlt oder wegnimmt, den der ashaehrwürdige Ahura Mazdâh für mich bestimmt hat, (nämlich) die beiden Backen samt der Zunge und das linke Auge:

6. nicht wird in dessen Hause em Priester geboren, noch ein Krieger noch ein viehzüchtender Bauer, sondern es werden in seinem Haus Dahâka's und Mûraka's und vielartige Varshna's geboren werden.

7. Rasch sollst du dem heldenhaftesten Haoma (seinen) Anteil an Fleisch abschneidend zuweisen, daß dich nur nicht Haoma fessele, wie er den Schurken fesselte, ihn, den tûrischen Franrasyan, den von Eisen rings umschlossenen, im mittleren Drittel der Erde hier.

8. Es sprach Zarathushtra:
"Verehrung dem mazdâhgeschaffenen Haoma, gut (ist) der mazdâhgeschaffene Haoma, Verehrung dem Haoma!"

9. ...... [1]

1. yô nô aêvô at tê uyê thrâyôidyâi tûrahe + mendâidyâi xshvîdem haptâzdyâi nava dasme yôi vê yaêthma. Eine Übersetzung des "kabbalistischen Gemengsels" (1171) zu geben ist nicht möglich; die einzelnen Wörter, meist gâthische, sind wegen ihres Anklangs an Zahlwörter (1 bis 10) gewählt und dementsprechend gedeutet; 1171.

10. Ich weihe dir, o ashaheiliger ashafördernder Haoma, diesen Leib hier, der mir schöngewachsen scheint, dem rührigen Haoma, zur Rauschbegeisterung, zur Seligkeit, zum Besitz des (höchsten) Anrechts.
Mögest Du mir, o ashaheiliger Todwehrer Haoma, das beste Dasein der Ashaglaubigen schenken, das lichte, alle Wonnen bietende.

11. Asha ist das beste Gut ...

12. Asha ist das beste Guts ...
Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) gemäß dem heiligen Recht ...
Unbeschränkt und nach Wunsch mögest du, Ahura Mazdâh, über deine Geschöpfe herrschen:
unbeschränkt über die Wasser, unbeschränkt über die Pflanzen, unbeschränkt über alles Gute, (das) im Asha seinen Ursprung (hat).
Zu einem gebietenden machet den Ashagläubigen,
zu einm ohnmächtigen den Druggläubigen.

13. Frei möge der Ashagläubige sein;
unfrei möge der Druggläubige sein, gewichen, unterdrückt, weggebracht von der Schöpfung des heiligen Geistes, gefangen, unfrei.

14. Soll Ich nun, der Zarathushtra, die Obersten der Häuser und der Dörfer und der Gaue und der Länder antreiben, zu denken und zu reden und zu handeln gemäß dieser (unserer) Religion, die die ahurische zarathushtrische (ist)?

15. Freiheit und Wohlbehagen wünsche ich der gesamten Schöpfung des Ashaehrwürdigen;
Gefangenschaft und Mißbehagen wünsche ich der gesamten Schöpfung des Ruchlosen.

16. Asha ist das beste Gut ...
Als Mazdâhanbeter, als Zarathushtraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen, den Daêva's feind, Ahura's Lehre zugetan:
Dem ashaheiligen Hâvanay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
dem Sâvanhay and dem ashaheiligen Vîsya, dem Ratav des Asha, zu Verehrung and Preis und Befriedigung und Lob;
zu Verehrung and Preis und Befriedigung und Lob d(ies)er Ratav's, der Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(götter).
"Wie der beste Oberherr" soll mir der Zaotar aufsagen,
"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht"
soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

17. Ich verpflichte mich feierlich (darauf, daß) gut gedacht und gut gesagt und gut getan (wird alles), was zu denken und zu sagen und zu tun (ist).
Ich nehme mir vor anzunehmen alles, (was) gut gedacht und gut gesagt und gut getan (ist);
ich nehme mir vor zu unterlassen alles, (was) übel gedacht und übel gesagt und übel getan (ist).

18. Dar bring ich euch, o Amesha Spenta's, Verehrung und Preis; dar mit dem Gedanken, dar mit dem Wort, dar mit der Tat, dar mit dem Gemüt, dar (bringe ich) 'sogar des eignen Leibes Leben'.

19. Ich bete das Asha(gebet): Asha [Recht] ist das beste Gut; nach Wunsch wird es, nach Wunsch uns zuteil, das Asha [Recht auf das Paradies] für das beste Asha [Rechtschaffenheit].


12. das Gelöbnis auf die mazdayasnische Religion.

[English]

1. Ich verwünsche die Daeva's.
Als Mazdahanbeter, als Zarathustraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen, den Daeva's feind, Ahura's Lehre zugetan, als Preiser der Amesha Spenta's, als Beter der Amesa Spenta's.
Dem guten schätzereichen Ahura Mazdah erkenne ich alles Gute zu, 'und all das Beste', dem ashaehrwürdigen prächtigen hoheitsvollen, dem das Rind, dem das Ashaparadies, dem das Licht, dem (der Gedanke eignet:) 'es sollen die wohligen Räume sich mit Licht erfüllen.

2. Für die heilige gute Armatay entscheide ich mich; sie soll mein sein. Ich schwöre ab dem Diebstahl und Raub des Rindes, (ich schwöre) ab der Schädigung und Verwüstung der mazdayasnischen Gemeinden.

3. Ich will Bewegungsfreiheit und Wohnfreiheit den maßgebenden (Hausvorständen) gewähren, die es über diese Erde hin mit dem Rind halten. Bei den unter Verehung für Asha aufgesetzten (Zaothra's) gelobe ich das: "Ich werde mich von nun an nicht (mehr) der Schädigung noch Verwüstung an den mazdayasnischen Gemeinden schuldig machen noch des Trachtens nach Leib und Leben.

4. Auf sage ich der Gemeinschaft mit den schlimmen schädlichen gesetzlosen Böses schaffenden Daeva's, den lügnerischsten der Seienden, den stinkendsten der Seienden, den schädlichsten der Seienden; auf mit den Daeva's, auf mit den Daevagenossen, auf mit den Zauberern, auf mit den Zauberergenossen; auf mit denen, (die) jedwedem unter den Seienden Schaden tun: auf in Gedanken, auf in Worten. auf in Taten, auf in Kundgebungen. Auf sage ich denn so der Gemeinschaft mit jeglichem feindseligen Druggläubigen.

5. So, so wie Ahura Mazdah den Zarathustra lehrte bei allen Besprechungen, bei allen Zusammenkünften, bei denen sich Mazdah und Zarathustra beide besprachen;

6. so, so wie Zarathustra der Gemeinschaft mit den Daeva's aufsagte bei allen Besprechungen, bei allen Zusammenkünften, bei denen sich Mazdah und Zarathustra beide besprachen; so sage auch Ich, der Mazdahanbeter Zarathustraanhänger, der Gemeinschaft mit den Daeva's auf, wie (der Gemeinschaft) mit ihnen er, der ashagläubige Zarathustra, aufsagte.

7. Wes Glaubens die Wasser, wes Glaubens die Pflanzen, wes Glaubens das guttätige (Ur)rind; wes Glaubens Ahura Mazdah, der das Rind, der den asagläubigen Mann erschuf; wes Glaubens Zarathustra war, wes Glaubens Kavay Vishtaspa, wes Glaubens die beiden, Frashaostra (und) Jamaspa; wes Glaubens jeder der die Pflicht erfüllenden ashaheiligen Saosyant's (ist): nach diesem Glauben und (dieser) Lehre bin ich ein Mazdahanbeter.

8. Als Mazdahanbeter, als Zarathustraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen, (der) sich dem Glauben angelobt, zum Glaube bekannt hat. Ich schwöre mich ein auf den gutgedachten Gedanken, Ich schwöre mich ein auf das gutgesprochene Wort, Ich schwöre mich ein auf die gutgetane Handlung.

9. Ich schwöre mich ein auf die mazdayasnische Religion, (die) bewirkt, (daß) der Angriff eingestellt, die Waffe niedergelegt (wird); durch (die) die Sippenehe geboten (ist), die ashaheilige (Religion), die unter allen, (die es) gibt und geben wird, die größte und beste und schönste (ist): sie, die ahurische zarathustrische. Dem Ahura Mazdah eigne ich alles Gute zu. Das ist das Gelöbnis auf die mazdayasnische Religion.




13.

[English]

1. Den Ahura Mazdah rufe ich auf als Ratav des Hausherrn1 des Hauses und als Ratav des Gemeindeherrn der Gemeinde und als Ratav des Gauherrn des Gaus und als Ratav des Landesherrn des Landes.

Als Ratav der Frauen rufe ich auf die mazdayasnische Daena, die gute Ashay, die Pârenday und sie, die ashagläubige Frau2, und die Erde hier, die uns trägt.

1) 1194.
2) Wörtlich "die zweibeinige"; Darmesteter: "Personnification de la vertu féminine".

2. Als Ratav des lieben nützlicbsten Gesellen rufe ich auf den Âtar, (den Sohn) des Ahura Mazdah;

die allereifrigsten, die landwirtschaftlich tätigsten unter den ashagläubigen Männern rufe ich auf als Ratav des viebzüchtenden Ackerbauers;

die tüchtigsten Kräfte des Asha rufe ich auf als Ratav des Kriegers.

3. Die größten Kenntnisse in der mazdayasnischen Religion rufe ich auf als Ratav des Priesters;

und als deren Lehrer berufe ich als Ratav's ins Amt, setze (sie) als Ratav's ins Amt ein3 die Amesha Spenta's und die Saoshyant's, (die) am besten (in der Religion) unterrichtet (sind), die richtigen Sprüche am besten kennen, die allerstärksten, die am meisten anregenden.

Die grögten Kräfte der mazdayasnischen Religion, die Priester und Krieger und viehzüchtenden Ackerbauern, berufe ich (als Ratav's ins Amt).

3) 1602.

4. Ich weihe euch, o gutherrschende wohlmeinende Amesha Spenta's, 'sogar des eignen Leibes Leben'4, weihe alle guten Lebenswerke.

So haben die beiden Geister gedacht,
so haben sie gesprochen,
so haben sie gehandelt: ... 5.

4) Aus Y. 33.14.
5) Das "wie" fehlt.

5. Wie du, du Ahura Mazdah, es dachtest und sagtest und betätigtest und vollführtest, nämlich das Gute, so weihen wir (es) dir, so eignen wir (es dir) zu, so verehren wir dich damit, so huldigen wir (dir), so danken wir dir (damit), Mazdah Ahura.

6. Mit des guten Zugehörigen Zugehörigkeit an das gute Asha, an die gute Vergeltung, an die gute Frommergebenheit naben wir dir.

7. Die Fravashay des guttätigen (Ur)rindes und des ashagläubigen (Ur)menschen Gaya verehren wir;

die Belohnung und die Fravashay des ashagläubigen Zarathushtra Spitama verehren wir nun.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden6 ...

Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) gemäß dem heiligen Recht7 ...

6) = Y.27.15.
7) = Y.27.13.

Asha ist das beste Gut...

8. Den Ahuna Vairya beten wir;

das Asha Vahishta, den schönsten Amessha Spenta, beten wir;

den Fraoretay-Abschnitt beten wir;

das Sichbekennen und Sichangeloben an die mazdayasnische Religion beten wir.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden 8 ...

8) = Y27.15.

14.

[English]

1. Bereitstellen will ich mich euch, o Amesha Spenta's, als Preiser Zaotar Rufer Beter Sprecher Sänger:

zu eurer, nämlich der Amesha Spenta's, Verehrung und Preis;

zu unserer, nämlich der ashagläubigen Saoshyant's, Seligkeit und zum Besitz des (höchsten) Anrechts.

2. Ich weihe euch, o gutherrschende wohlmeinende Amesha Spenta's, 'sogar des eignen Leibes Leben' 1, weihe alle guten Lebenswerke.

1) Aus Y33.14.

3. Mit diesem Zaothra und Baresman hole ich her zu verehren alle ashaheiligen Yazata's;

hole ich her zu verehren alle Ratav's des Asha: um die Zeit der Haomabereitung, wenn Sâvanghay und Visya die Ratavschaft (haben), wenn alle größten Ratav's die Ratavschaft (haben) 2.

2) 1500 (?).

4. Als Mazdahanbeter, als Zarathushtraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen, den Daevas feind, Ahura's Lehre zugetan:

Dem ashaheiligen Hâvangay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;

dem Sâvanghay und dem ashaheiligen Visya, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;

zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob d(ies)er Ratav's, der Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(götter).

5. "Wie der beste Oberher" soll mir der Zaotar aufsagen,

"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;

"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß den heiligen Recht" soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

15.

[English]

1. Mit Preis und Lob und Ergebenheit rufe ich die guten Amesha Spenta's bei (ihren) schönen Namen heran. Ich bete an nach dem Brauch des guten Ashaglaubens, nach dem Brauch der guten mazdayasnischen Religion.

2. 'Wen mir (unter denen), die waren und die sind, Mazdah Ahura (als einen solchen) kennt, dem durch Asha das Beste für (sein) Gebet (werden wird): die will ich verehren mit ihren Namen und vor (sie) treten mit Huldigung.' 1 - 'Das gute Reich, das köstliche, als frommendeten Anteil'.2

3. Gehorsamer Sinn soll hier bereit sein zur Verehrung des Ahura Mazdah 3, des gewaltigsten ashaehrwürdigen, der von uns verehrt (wird) 4, wie am Anfang so auch am Ende 5.

So soll sich hier der Gehorsam einstellen 6 zur Verehrung des Ahura Mazdah, des gewaltigsten ashaehrwürdigen, der von uns verehrt (wird).

1) = Y. 51. 22; 1315, 499.
2) Aus Y. 51. 1; 722.
3) 1634.
4) 1275 f.
5) 407.
6) 172.

4. "Wie der beste Oberherr" soll mir der Atereavaxsh aufsagen; "so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht"

soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

16.

[English]

1. Den ashaehrwürdigen Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, den wohlmeinenden größten Yazata, ihn den gewaltigsten, Hab und Gut fördernden, den Schöpfer der guten Schöpfung, verehren wir;

mit diesen gespendeten Zaothra's hier und den rechtgesprochenen Gebeten verehren wir jedweden ashaheiligen geistigen Yazata.

2. Den ashaheiligen Zarathushtra, den Ratav des Asha, verehren wir;
mit diesen gespendeten Zaothra's hier und den rechtgesprochenon Gebeten verehren wir jedweden ashaheiligen stofflichen Yazata.
Die Fravasay des ashagläubigen Zarathushtra verehren wir,
des Zarathushtra Sprüche verehren wir,
des Zarathushtra Religion verehren wir,
des Zarathushtra Glauben und Lehre8 verehren wir,
(der) sich (den Anspruch auf) das (andere) Leben erwirbt (und) nach dem Asha verlangt.9

8. 1371.
9. NA. stellt diese Worte zu § 3; 111 o. no.

3. Die asaheilige Schöpfung, (die) als die erstere geschaffen (ist);
10(den Tag) des prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah verehren wir;
den Vohu Manah verehren wir;
den Asha Vahishta verehren wir;
den Xshathra Vairya verehren wir;
die heilige gute Armatay verehren wir;
die Haurvatat verehren wir;
die Ameretatât verehren wir.

10. Die §§ 3-6 enthalten die 30 Namen der Monatstage (der Reihe nach): 1-7, 8-14, 15-22, 23-30; vgl. S. 1 und 2.

4. Den Schöpfer Ahura Mazdah verehren wir;
Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, verehren wir;
die guten mazdahgeschaffenen ashaheiligen Wasser verehren wir;
die schnelle Rosse besitzende Sonne verehren wir;
den des Rindes Ursprung bildenden Mond verehren wir;
den prächtigen herrlichen Tishtrya-Stern verehren wir;
die Seele des guttätigen (Ur)rindes verehren wir.

5. Den Schöpfer Ahura Mazdah verehren wir;
den weite Fluren besitzenden Mithra verehren wir;
den ashafrommen Sraosha verehren wir;
den gerechtesten Rashnav verehren wir;
die guten starken heiligen Fravashay's der Ashagläubigen verehren wir;
den ahurageschaffenen Verethragna verehren wir;
den gute Weide bietenden Râman verehren wir;
den heiligen wohlmeinenden Vâta verehren wir.

6. Den Schöpfer Ahura Mazdah verehren wir;
die gute mazdayasnische Daenâ verehren wir;
die gute Ashay verehren wir;
die Arshtât verehren wir;
den Himmel verehren wir;
die guttätige Erde verehren wir;
das heilige Wort verehren wir;
den anfangslosen ewigen Lichtraum verehren wir.

7. Die sonnigen Wohnungen des Asha verehren wir, in denen die Seelen der Verstorbenen ruhen, sie, die Fravashay's der Ashagläubigen;2
das beste Dasein der Ashagläubigen, das lichte, alle Wonnen bietende verehren wir.

2. 1424.

8. Die beiden, Milch (und) Fett, (die) die Wasser fließen, die Pflanzen wachsen machen, die Unterdrücker des daevageschaffenen Âzay verehren wir,
um die Mûs, die Hexe, zu bestehen und zu unterdrücken, und um zu überwinden die (auf den Urheber) sich zurückwendende Anfeindung des dem Ashaglauben feindlichen Irrlehrers und des vielverderblichen Machthabers.

9. Alle Wasser verebren wir, alle Pflanzen verehren wir;
alle guten (Männer), alle guten (Frauen) verehren wir;
alle geistigen und stofflichen Yazata' s, die die Schenker des guten, (die) ashaheilig (sind), verehren wir.

10. Wir verehren dich, die heilige Armatay, als (unsere) Wohnung; wir beten zu dir, o ashaehrwürdiger Ahura Mazdah, um Wohnung mit gesundem Vieh, mit gesunden Männern,3 mit gesundem (Besitz von allem) Ashaentstammten, auf daß nämlich in dieser selben Wohnung4 eine jede Person5 so lang als möglich verweile,4 sowohl im Sommer wie zur ·Winterszeit.

3. 1106.
4. 774.
5. 635.

17.

[English]

1. Den ashaehrwürdigen Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, verehren wir;
die gutherrschenden wohlmeinenden Amesha Spenta's verehren wir.

2. Die ashaheiligen Tagesabteilungs(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Havanay, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Savanhay und den ashaheiligen Visya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den weite Fluren besitzenden, tausendohrigen, zehntausendäugigen Mi8tha, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata, verehren wir;
den gute Weide bietenden Râman verehren wir.

3. Den ashaheiligen Rapithwina, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Frâdat-fshav und den ashaheiligen Zantuma, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Asha Vahishta und den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, verehren wir.

4. Den ashaheiligen Uzayeirina, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Frâdat.vira und den ashaheiligen Dâhyuma, den Ratav des Asha, verehren wir;
den hohen Gott, den strahlenden Gebieter, den schnelle Rosse besitzenden Apam Napât verehren wir;
und das ashaheilige mazdahgeschaffene Wasser verehren wir.

5. Den ashaheiligen Aiwisruthrima Aibigaya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Frâdat.vispam.hujyâtay und den ashaheiligen Zarathushtrô.tema, den Ratav des Asha, verehren wir;
die guten gewaltigen heiligen Fravasay's der Ashagläubigen verehren wir;
und die Scharen von Heldensöhnen besitzenden Frauen verehren wir;
und die Yâiryâ Hushitay verehren wir;
und den gutgebauten schöngewachsenen Am a verehren wir;
und den ahurageschaffenen Verethragna verehren wir;
und die siegreiche Uparatät verehren wir.

6. Den ashaheiligen Ushahina, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Berejya und den ashaheiligen Nmânya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen, Hab und Gut fördernden, ashaheiligen Sraosha, den Ratav des Asha, verehren wir; den gerechtesten Rashnav verehren wir;
die Hab und Gut fördernde, Hab und Gut mehrende Arshtat verehren wir.

7. Die ashaheiligen Monats(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Antaremâh, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Parenô.mâh und den ashaheiligen Vishaptatha, den Ratav des Asha, verehren wir.

8. Die ashaheiligen Jahreszeiten(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Maidhyoi.zaremaya, den Ratav des Asha, verehren wir; den ashaheiligen Maidhyoisham, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Paitish.hahya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den am Eintrieb der Herden und am Widdersprung kenntlichen ashaheiligen Ayathrima, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Maidhyairya, den Ratav des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Hamaspathmaedaya, den Ratav des Asha, verehren wir;
die ashaheiligen Jahres(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir.

9. Alle Ratav's des Asha verehren wir, die die dreiunddreißig nächsten mit Hâvanay sich einfindenden Ratav's des Asha sind, welche (als die) des besten Asha von Mazdah [dem Zarathushtra] geoffenbart, von Zarathushtra [der Welt] verkündet sind.1

1. 1164.

10. Die beiden, Ahura (und) Mithra, die beiden hohen gefahrentrückten ashaheiligen, verehren wir;
Sterne und Mond und Sonne (und) — mittelst der Baresman-Pflanzen — den Mithra, den Landesherrn aller Länder, verehren wir;
den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah2 verehren wir;
die guten gewaltigen heiligen Fravashay's3 der Ashagläubigen verehren wir.

2, 3. s. Y2.11 No. 2 und 3.

11. Dich, den Atar, den Sohn des Ahura Mazdah, verehren wir;
das Berezisavah-Feuer verehren wir,
das Vohu.fryâna-Feuer verehren wir,
das Urvâzishta-Feuer verehren wir,
das Vâzishta-Feuer verehren wir,
das Spenishta-Feuer verehren wir.
Des Reiches Enkel, den Yazata Nairyô.sangha, verehren wir.
Atar, den Hausherrn aller Häuser, den mazdahgeschaffenen ashaheiligen Sohn des Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, verehren wir samt allen Feuer(arte)n.

12. Die guten besten mazdähgeschaffenen ashaheiligen Wasser verehren wir;
alle mazdahgeschaffenen ashaheiligen Wasser verehren wir;
alle mazdahgeschaffenen asaheiligen Pflanzen verehren wir.

13. Den heiligen hochherrlichen Manthra verehren wir;
das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz verehren wir; das von Zarathushtra stammende Gesetz verehren wir;
die lange Überlieferung verehren wir;
die gute mazdayasnische Religion verehren wir.

14. Das Gebirge Ushi.darana, den mazdahgeschaffenen, das Behagen des Asha gewährenden Yazata, verehren wir;
alle das Behagen des Asha, viel Behagen gewährenden mazdahgeschaffenen ashaheiligen Gebirge, die Ratav's des Asha, verehren wir;
die starke mazdahgeschaffene kavische Herrlichkeit verehren wir;
die starke mazdahgeschaffene unnahbare Herrlichkeit1 verehren wir;
die gute Ashay, die strahlende hohe kraftvolle schöngewachsene segensreiche, verehren wir;
den mazdähgeschaffenen Glanz1 verehren wir;
den mazdähgeschaffenen Nutzen verehren wir.

1. Beile Male xvarenah-.

15. Die dahmamäßige gute Âfritay verehren wir;
und den Gemeinder, den ashagläubigen Mann, verehren wir;
den starken heldenhaften Yazata Dâmôish Upamana verehren wir.

16. Diese (unsere) Wasser und Länder und Pflanzen verehren wir;
diese (unsere) Stätten und Wohnplätze und Weideländer und Wohuungen und Tränken verehren wir;
diesen (unsern)Herrn des Wohnplatzes, ihn, den Ahura Mazdah, verehren wir.

17. Alle größten Ratav's: die Tages-, Tagesabteihmgs-, Monats-, Jahreszeiten-, Jahres-(götter) verehren wir.

18. Die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashagläubigen preise ich, rufe ich, besinge ich;
wir verehren die zum Nmânya, zum Visya, zum Zantuma, zum Dâhyuma, zum Zarathushtro.tema gehörigen (Fravasay's).

19. Alle ashaheiligen Yazata's verehren wir;
alle Ratav's des Asha verehren wir: um die Zeit der Haomabereitung, wenn Sâvanhay und Visya die Ratavschaft (haben), wenn alle größten Ratav's die Ratavschaft (haben).2

Wen - und welche (Frauen) - unter den Seienden3 ...

2. 1500 (?).
3. =Y27.15.

18.

[English]

1. Asha ist das beste Gut4 ...

`Schenk mir, der du das Rind geschaffen hast und die Wasser und die Pflanzen,5 Unsterblichkeit und Wohlfahrt durch den heiligsten Geist),6 o Mazdah, Kraft und Bestand durch Vohu Manah bei dem Richterspruch.'7

4. =Y27.14.
5. 645.
6. 712.
7. =Y51.7; 1576.

2. 8`Für den heiligen Geist und für das nach göttlichem Recht beste Denken und Handeln und Reden wird uns1 Wohlfahrt und Unsterblichkeit verleihen Mazdah Ahura im Verein mit Xshathra, mit Armatay2.

8. Y18.2-18.7 = Y47; s. Bthl. Gatha's.
1. 231.
2. 712.

3. Dieses heiligsten Geistes Bestes soll man erfüllen mit der Zunge Rede durch die Worte des guten Sinns, mit der Hände Werk durch die Tätigkeit der Frommergebenheit3 in (Folge) dieser Erkenntnis: &eacure;r, Mazdah, ist der Vater des Asha4.

3. 1377.
4. 598.

4. Dú bist der heilige Vater dieses Geistes,5 der für uns das Glück bringende Rind geschaffen hat,6 aber zu dessen Weide die Armatay, (ihm) Frieden gewährend,7 nachdem er, o Mazdah, mit Vohu Manah sich beraten hatte.8.

5. 905.
6. 1524.
7. 1414.
8. 1000.

5. Von diesem heiligen Geist sind die Druggenossen abgefallen, o Mazdah, nicht (aber) so die Ashaanhänger.9 Ob man über weniges, ob man über vieles Herr ist,10 man soll dem Ashaanhänger Liebes erweisen, aber böse sein gegen den Druggenossen.11

9. 1517.
10. 373.
11. 463.

6. Und all das Beste, das du ja durch diesen heiligen Geist, o Mazdah Ahura, dem Ashaanhänger versprochen hast:12 soll gegen deinen Willen13 der Druggenosse (daran) teil haben,14 der es in seinem Tun mit dem Aka Manah hält?15

12. 430.
13. 1769.
14. 923.
15. 1706.

7. Durch diesen heiligen Geist, o Mazdah Ahura, mittelst des Feuers wirst du die Verteilung des Guthabens an die beiden Parteien vollziehen16 unter Hilfleistung der Armatay und des Asha.17 Sie [die Verteilung] wird ja noch viele, (die) hören wollen, (veranlassen sich zu) bekehren.18

16. 1443.
17. 761.
18. 1361.

8. Für den heiligen Geist und für das nach göttlichem Recht beste Denken und Handeln und Reden wird uns Wohlfahrt und Unsterblichkeit verleihen Mazdah Ahura im Verein mit Xshathra, mit A.'19

Asha ist das beste Gut ...20

Das Spenta.mainyu-Kapitel21 beten wir.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden22 ...

19. s. Y18.2 Noten.
20. = Y27.14.
21. D. i. Y47-50.
22. = Y27.15.

9. Wie der beste Oberherr, so [der beste] Richter (ist er) gemäß dem heiligen Recht ...23

Asha ist das beste Gut ...20

Den Ahuna Vairya beten wir:
Das Asha Vahishta, den schönsten Amesha Spenta, beten wir.
Wen - und welche (Frauen) - unter den Seienden ...22

23. = Y27.13

19.

[English]

1. Es fragte Zarathushtra den Ahura Mazdah: "O Ahura Mazdah, heiligster Geist, Schöpfer der stofflichen Welt, asha- ehrwürdiger! Was war das für ein Spruch,1 o Ahura Mazdah, den du mir verkündetest,

1. 33.

2. vor (Erschaffung des) Himmels, vor dem Wasser, vor der Erde, vor dem Rind, vor der Pflanze, vor dem Feuer, dem Sohn des Ahura Mazdah, vor dem ashagläubigen Mann, 'vor (allem) Raubgesindel, den Daeva's wie den Menschen',2 vor der gesamten stofflichen Welt, vor allem guten mazdähgeschaffenen, (das) ihl Asha seinen Ursprung (hat)?"

2. Nach Y34.5; 538.

3. Darauf sprach Ahura Mazdah:
"Das war das Stück Ahuna Vairya,3 O Spitama Zarathushtra, das ich dir verkündete,

3. 33.

4. vor (Erschaffung des) Himmels, vor dem Wasser, vor der Erde, vor dem Rind, vor der Pflanze, vor dem Feuer, dem Sohn des Ahura Mazdah, vor dem ashagläubigen Mann, 'vor (allem) Raubgesindel, den Daeva's wie den Menschen',2 vor der gesamten stofflichen Welt, vor allem guten mazdahgeschaffenen, (das) im Asha seinen Ursprung (hat)." —

2. Nach Y34.5; 538.

5. Dies Stück Ahuna Vairya, o Spitama Zarathushtra, (wiegt) mir, (wenn es) ohne Einschiebung (und) Versetzung von Worten hergesagt (wird),4 hundert andere (als) Ratav's (wirkende) Gatha's auf),5 (die) ohne Einschiebung (und) Versetzung von Worten hergesagt (werdeu).6

Auch (wenn es) mit Einschiebung (und) Versetzung von Worten aufgesagt (wird),7 (wiegt es) zehn andere (als) Ratav's (wirkende Gatha's) auf.

4. 116 u.
5. 824.
6. 116 m.
7. 86 f.

6. Wer mir, o Spitama Zarathushtra, in diesem stofflichen Dasein das Stück Ahuna Vairya
sich ins Gedächtnis zurückruft oder
(es) sich ins Gedächtnis zurückrufend leise hersagt oder
(es) leise hersagend rezitirt oder
(es) rezitirend betet:
des Seele will Ich, der Ahura Mazdah, sogar dreimal über die Brücke in das beste Dasein hin führen,8 hin zum besten Dasein, hin zum besten Ashaanrecht, hin zum besten Lichtraum.

8. 591.

7. Und wer mir, o Spitama Zarathushtra, in diesem stofflichen Dasein, das Stück Ahuna Vairya leise hersagend, (davon) ausläßt sei es die Hälfte9 oder ein Drittel oder ein Viertel oder ein Fünftel:

dessen Seele will Ich, der Ahura Mazdah, vom besten Dasein fernhalten;10 soviel an Höhe und Breite als die Erde hier würde ich (sie) fernhalten; und es ist die Erde hier so groß an Höhe wie auch an Breite.11

9. 1493.
10. 686.
11. 962 f.

8. Der Spruch, der die Worte ahû und ratav enthält,12 ist vor der Schöpfung jenes Himmels verkündet worden; vor des Wassers, vor der Erde, vor der Pflanze, vor des vierbeinigen Rindes Schöpfung; vor der Erzeugung des ashagläubigen zweibeinigen Mannes; (be)vor jene Sonne dort in (ihre) sichtbare Gestalt hineingeschaffen (war);1 (aber) nach der Schöpfung der Amesha Spenta's.2

12. 284.
1. 796.
2. 82.

9. Ins Dasein rief mir der heiligere der beiden Geister die gesamte Schöpfung3 des Ashaehrwürdigen, (die jetzt) da ist und (jetzt) ins Dasein tritt und künftig ins Dasein treten (wird),4 mit der shyaothananam ('Werke')-Stelle (nämlich mit der Stelle:) shyaothenanam anhêus mazdâi5 'Lebenswerke dem Mazdah'.

3. 1332.
4. 927.
5. 1713.

10. Und das ist der wirksamste Spruch unter den Sprüchen, die je gesprochen worden sind, aufgesagt werden und werden gesprochen werden;6 denn es ist ihm die Spruchgewalt in dem Maße zu eigen,7 daß die ganze Menschheit, wenn sie ihn sich eingeprägt hat, dadurch (daß sie ihn) merkt (und) behält,8 sich vom Sterben retten kann.9

6. 382 f.; 1265.
7. 382 m.
8. 1553.
9. 1529.

11. Und dieser unser Spruch ist ausgesprochen worden, (um) gelernt und überdacht (zu werden), und zwar von jedem der Seienden,10 ihm, dem besten Asha, gemäß.

10. 1580.

12. yatha 'wie' sagt aus,11 daß sie ihn [Zarathushtra] als Ahû und Ratav eingesetzt haben;12
atha13 'so' ist so zu verstehen, daß er, der Ahura Mazdah, (als Ahû und Ratav da ist) für die Geschöpfe, (die) die ersten im Denken (sind).
yatha 'wie' enthält die Lehre, (daß) er der allergrößte ist;
atha 'so' enthält die Lehre, (daß) für ihn die Geschöpfe (da sind).14

11. 364.
12. 282.
13. NA. hat itha; s. aber im selben § yatha ... atha.

13. Daß gute Lebensführung für Mazdah (ist),15 setzt vanhêus 'des guten' als dritten Lehrsatz fest.16

(Die Worte) dazda mananhô '(der) des (guten) Sinns (Lebenswerke) zubringt' sind so zu verstehen, (daß) er für das Denken (da ist), nämlich als Lehrer für das Denken.17
mananh⊚ 'des Sinns': damit weist er auf ihn hin;
syaothenanam 'Werke' weist auf (ihn als) Ahû hin.18

14. 430 f.
15. 1821 (?).
16. 772.
17. 431.
18. 448.

14. Unter mazda19 'Mazdah' ist zu verstehen: sowohl (daß) er [Mazdah] für die Geschöpfe (da ist) als auch (daß) sie,20 die Geschöpfe, für ihn (da sind).

xshathrem ahurâi 'Obergewalt dem Ahura' bezieht sich auf (die Worte) 'dein, o Mazdah, ist die Herrschgewalt'.21

†dregubyô vâstârem 'den Armen als Hirten' bezieht sich auf (die Worte) nämlich (auf) 'ein Freund dem Spitama'.22 Fünf Lehrsätze (enthält also das Ahuna Vairyagebet).
Der gesamte Spruch (ist) eine Offenbarung, der ganze Spruch (eine Offenbarung) des Ahura Mazdah.1

19. Wohl mazdâi zu lesen, s. Geldner, NA. in den Varianten.
20. tem! Etwa dirn zu lesen?
21. Aus Y53.9; 431.
22. Nach Y51.11.
1. 995.

15. Der beste Ahura Mazdah hat den Ahuna Vairya kund getan, der selbe beste hat (ihn) dem Gedächtnis eingeprägt.2 &mdash (Da) geriet der Böse in Bedrängnis.3 &mdash Und auf sagte er [Ahura Mazdah] dem °Ruchlosen mit folgendem Scheidespruch:4

'Nicht stimmen unser beider Gedanken noch Lehren noch Absichten noch Überzeugungen noch Worte noch Werke noch Wesen noch Seelen zusammen'.5

2. 448.
3. 1813.
4. 133.
5. Aus Y45.2; 1371.

16. Und dieser von Mazdah verkündete Spruch,6 (der) durch Dienstwilligkeit vollzogen (wird, enthält) drei Zeilen, (nmfaßt) vier Stände (und hat) fünf Ratav's.7
Welches sind seine Verszeilen?8? —
Das Gutgedachte, das Gutgesagte, das Gutgetane.

6. der Ahuna Vairya.
7. 806.
8. 103.

17. Welches (sind) die Stände? —
Der Priester, Krieger, viehzüchtende Bauer, Handwerker,9, ... 10 zusammen mit dem asagläubigen Mann, des Denken, Reden (und) Tun richtig (ist)11, (der) auf den Ratav merkt, sich auf die Religion versteht, 'durch des Tätigkeit Haus und Hof von Asha gefördert werden'.12

9. 908.
10. vîspaya irina.
11. 206 (?).
12. Aus Y43.6; 1013.

18. Welches (sind) die Ratav's?13
Der des Hauses, der Gemeinde, des Gaus, des Landes (und) fünftens Zarathushtra: bei den anderen Ländern außer dem zarathushtrischen Raghay;14 das Zarathushtrische Raghay (hat nur) vier Ratav's.15
Welches (sind) die Ratav's dieses (Landes)? —
Der des Hauses und der Gemeinde und des Gaus (und) viertens Zarathushtra.16

13. 1500, 424.
14. 1497; eig. "bei den Ländern, die die anderen (sind) als ... R.".
15. 579, 1500.
16. 1661.

19. Was (ist) das Gutgedachte? — Der im Denken erste Ashagläubige17 (verkörpert es).
Was (ist) das Gutgesagte? — Das heilige Wort.
Was (ist) das Gutgetane? — Durch die Preislieder und die an Gerechtigkeit ersten Geschöpfe18 (wird es verkörpert).

17. ?.
18. ?.

20. Mazdah sprach. — Zu wem sprach er?19 — Zu dem geistigen und stofflichen Ashagläubigen.
Was für einer sprach die Offenbarung aus? — Der beste Herrscher.
Zu was für einem? — Zu dem Ashagerechten und Besten und Abhängigen.20

19. 1195.
20. 177 (?).

21. Das Stück Ahuna Vairya beten wir; wir preisen das lante und das leise Aufsagen und das Absingen und die Weihe des Ahuna Vairya.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden1 ...

1. =Y27.15.

20.

[English]

1. Ahura Mazdah tat kund:
ashem vohû vahishtem astî 'Asha ist das beste Gut': (Die Worte) sind so zu verstehen, (daß) ihm das beste Gut zuteil wird, nämlich dem Zugehörigen als Zubehör;2
vohû vahistem asti 'ist das beste Gut': in dieser Weise prägt er (uns) einen Lehrsatz ein.3

2. 1859.
3. 448.

2. ushtâ asti ustâ ahmâi 'nach Wunsch wird es, nach Wunsch uns': die in der Ushta ('nach Wunsch')-Stelle4 (enthaltenen Worte) sind zu verstehen in Beziehung auf jeden Ashagläubigen — jedem Ashagläubigen (wird das Gut zuteil) — nämlich man bezieht es durch Statuierung von ...5 auf jeden Ashagläubigen — jedem Ashagläubigen (wird das Gut zuteil).6

4. 418.
5. nâ?
6. vgl. zum § 2 Geldner KZ. 27. 248.

3. yat ashâi vahistâi ashem 'das Asha [Recht] für das beste Asha (Gerechtigkeit)': (die Worte) sind zu verstehen in Beziehung auf das gesamte heilige Wort für den, (der) den ganzen Manthra in sich faßt.
Insofern es [das Ashagebet] die Lehre enthält,
(daß) der Ashagerechtigkeit das [ahurische] Reich gehört,
und (daß) dem rufenden Ashagerechten die Ashagerechtigkeit zuteil wird,
und (daß) uns die Ashagerechtigkeit zuteil wird, nämlich den Saoshyant's: (sind) drei Lehrsätze (drin gegeben).7
Der gesamte Spruch (ist) eine Offenbarung, der ganze Spruch (eine Offenbarung) des Ahura Mazdah.8

7. 430.
8. 995.

4. Mazdah sprach. — Zu wem sprach er?9 — Zu dem geistigen und stofflichen Ashagläubigen.
Was für einer sprach die Offenbarung aus? — Der beste Herrscher.
Zu was für einem? — Zu dem Ashagerechten und Besten und Abhängigen.10

9. 1195.
10. 177 (?).

5. Das Stück Asha Vahishta11 beten wir; wir preisen das laute und das leise Aufsagen und das Absingen und die Weihe des Asha Vahishta.
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden1 ...

11. 922.
1. =Y27.15.

21.

[English]

1. Der auf 'das Gebet' bezügliche Spruch12 des ashagläubigen Zarathushtra (lautet):
yenghe hâtam âat yesne paiti 'wen unter den Seienden (dem) für (sein) Gebet'.

12. d. h. der durch das Wort yesne 'für (sein) Gebet' bezeichnete Spruch.

yenghe 'wen' lehrt die Anbetung des Mazdah,1 wie sie nach dem Gesetz des Ahura (sein soll).2

Hâtam 'unter den Seienden' bezieht sich auf das Gebet, insofern (es) zur Erquickung der Seienden (dient).3

1. 364.
2. 726 (?).
3. 609 u. No.; die letzten Worte des § 1 (insofern ... ) sind in der NA. zu § 2 gezogen.

2. 3yêngham 'welche (Frauen)' bezieht sich auf das Gebet der ashagläubigeu in Frommergebenheit ersten Frauen, das heißt auf (ihren) Preis für die Amesha's.4
Drei Lehrsätze (enthält also das Yenghe-hatam-Gebet). Der ganze Spruch (ist) auf 'das Gebet'5 bezüglich. —
An wen (richtet sich) das Gebet?6 — An die Amesha Spenta's des Gottesdienstes.7

4. 431.
5. s. No. 12 zu § 1.
6. 181.
7. 822.

3. Es sprach Mazdah:
"Nach (seinem) Wunsch (sei es) einem jeden — dem was er wünscht der nach Wunsch schaltende Mazdah Ahura gewähren möge."8

8. Nach Y43.1, wo Zarathushtra der Sprecher ist; 489, 1381.

4. Was hat er mit diesem Spruch angekündigt? —
Das 'Nachwunschgehen' hat er angekündigt und mit dem Worte 'nach Wunsch' hat er jedem Ashagläubigen,9 (der jetzt) da ist und (jetzt) ins Dasein tritt und künftig ins Dasein treten wird,10 das Beste, (er) der Beste, angekündigt. Der beste Mazdah hat es dem besten ashagläubigen (Zarathushtra) für (je)den beRten Ashagläubigen angekündigt.9

9. 1194.
10. 927.

5. Das gutgeweihte ashaheilige Stück Yenghe-hâtam11 beten wir: wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden12 ...

11. 922.
12. = Y27.15.

22.

[English]

1. Asha ist das beste Gut13 ...
Mit dem samt Zaothra dargebrachten Baresman des prächtigen hoheitsvollen Schöpfers Ahura Mazdah (und) der Amesha Spenta's
hole ich her zu verehren diesen ashamäßig aufgesetzten Haoma,
und hole ich her zu verehren diese ashamäßig aufgesetzte flüssige Milch,
und hole ich her zu verehren diese ashamäßig aufgesetzte Hadhanaepata-Pflanze.

13. = Y27.14.

2. Samt den guten Wassern hole ich her zu verehren diese haomahaltigen milchhaltigen hadhanaepatâ(saft)haltigen ashamäßig aufgesetzten Zaothra's; und samt den guten Wassern hole ich her zu verehren das für den Haoma bestimmte Wasser;
und zu verehren hole ich her die steinerne Kelterpresse;
und zu verehren hole ich her die metallene Kelterpresse.

3. Diese Baresman-Pflanze und die erreichte Ratavbefriedigung; das Merken und die Betätigung der guten mazdayasnischen Religion und das Aufsagen der Gatha's und die erreichte Ratavbefriedigung des ashagläubigen Ratav des Asha; dies Brennholz und Räucherwerk — deins, des Âtar, des Sohns des Ahura Mazdah, — hole ich her zu verehren:

und alles gute mazdahgeschaffene, ldas) im Asha seinen Ursprung (hat), hole ich her zu verehren:

4. um zufriedenzustellen Ahura Mazdah, die Amesha Spenta's, den ashafrommen Sraosha, Âtar, (den Sohn) des Ahura Mazdah, den hohen Ratav, den des Asha.

5. Zu verehren hole ich her die Tagesabteilungs(götter), die Ratav's des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Hâvanay, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Savanghay und den ashaheiligen Visya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den weite Fluren besitzenden, tausendohrigen, zehntausendäugigen Mithra, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata, (und) den gute Weide bietenden Râman.

6. Zu verehren hole ich her den ashaheiligen Rapithwina, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Fradat-fshav und den ashaheiligen Zantuma, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Asha Vahishta und den Âtar, (den Sohn) des Ahura Mazdah.

7. Zu verehren hole ich her deu ashaheiligen Uzayeirina, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Fradat-vira und den ashaheiligen Dahyuma, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den hohen Gott Napat Apam und das mazdahgeschaffene Wasser.

8. Zu verehren hole ich her den ashaheiligen Aiwisruthrima Aibigaya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Fradat-vispam-hujyâtay und den ashaheiligen Zarathushtro-tema, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her die Fravashay's der Ashagläubigen und die Scharen von Heldensöhnen besitzenden Frauen und die Yâiryâ Hushitay und den gutgebauten schöngewachsenen Ama und den ahurageschaffenen Verethraghna und die siegreiche Uparatât.

9. Zu verehren hole ich her den ashaheiligen Ushahina, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Berejya und den ashaheiligen Nmânya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashafrommen, die Belohnungen verschaffenden, siegreichen, Hab und Gut fördernden Sraosha, den gerechtesten Rashnav und die Hab und Gut fördernde, Hab und Gut mehrende Arshtât.

10. Zu verehren hole ich her die Monats(götter), die Ratav's des Asha; den ashaheiligen Antaremâh, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den Perenô-mâh und den ashaheiligen Vishaptatha, den Ratav des Asha.

11. Zu verehren hole ich her die Jahreszeiten(götter), die Ratav's des Asha; den ashaheiligen Maidhyoi-zaremaya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Maidhyoishem, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Paitish-hahya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den am Eintrieb der Herden und am Widdersprung kenntlichen ashaheiligen Ayathrima, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Maidhyairya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her den ashaheiligen Hamaspathmaedaya, den Ratav des Asha;
zu verehren hole ich her die Jahres(götter), die Ratav's des Asha.

12. Zu verehren hole ich her alle die Ratav's, die die dreiunddreißig nächsten mit Hâvanay sich einfindenden Ratav's des Asha sind, welche (als die) des besten Asha von Mazdah [dem Zarathushtra] geoffenbart, von Zarathushtra [der Welt] verkündet sind.1

1. 1164.

13. Zu verehren hole ich her die beiden, Ahura (und) Mithra, die beiden hohen gefahrentrückten ashaheiligen, und die Sterne, die zum heiligen Geist gehörigen Schöpfungen, und den prächtigen glanzvollen Tishtrya-Stern und den des Rindes Ursprung bildenden Mond und den schnelle Rosse besitzenden Hvaraxshaeta, das Auge des Ahura Mazdah; den Mithra, den Landesherrn der Länder.

Zu verehren hole ich her (den Tag des) prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah2;
zu verehren hole ich her (den Monat der) Fravashay's3 der Ashagläubigen.

2, 3. s. Y1.11 No. 2 und 3.

14. Zu verehren hole ich her dich, den Âtar, den Sohn des Ahura Mazdah, samt allen Feuer(arte)n;
zu verehren hole ich her die guten Wasser, alle mazdahgeschaffeneu Wasser und alle mazdahgeschaffenen Pflanzen.

15. Zu verehren hole ich her den heiligen ashaheiligen energisch antreibenden Manthra; das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz; das vom Zarathushtra stammende Gesetz; die lange Überlieferung; die gute mazdayasnische Religion.

16. Zu verehren hole ich her das mazdahgeschaffene, das Behagen des Asha gewährende Gebirge Ushi-darana und alle das Behag-en des Asha, viel Behagen gewährenden mazdahgeschaffenen Gebirge; die mazdahgeschaffene kavische Herrlichkeit und die unnahbare mazdahgeschaffene Herrlichkeit;1

zu verehren hole ich her die gute Ashay, die gute Chistay, die gute Eretay, die gute Rasastât, den Glanz1 (und) den mazdahgeschaffenen Nutzen.

1. Beide Male xvarenah-.

17. Zu verehren hole ich her die dahmamäßige gute Âfritay und den Gemeinder, den ashagläubigen Mann, und den starken heldenhaften Yazata Damoish Upamana.

18. Zu verehren hole ich her
diese (unsere) Stätten und Wohnplätze und Weideländer und Wohnungen und Tränken; die Wasser und Länder und Pflanzen;
die Erde hier und den Himmel dort2 und den ashaheiligen Wind; die Sterne, den Mond, die Sonne, den anfangslosen unvergänglichen Lichtraum

und alle Geschöpfe des heiligen Geistes, die ashagläubigen (männlichen) und ashagläubigen (weiblichen), die Ratav's des Asha.

2. 1664.

19. Zu verehren hole ich her den hohen Ratav, den des Asha; die(se) Ratav's, die Tages- und Tagesabteilungs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(götter), die die Ratav's des Asha sind: in der Zeit der Haomabereitung.

20. Zu verehren hole ich her diesen ashamäßig aufgesetzten Haoma;
und zu verehren hole ich her diese ashamäßig aufgesetzte flüssige Milch;
und zu verehren hole ich her diese ashamäßig aufgesetzte Hadhanaepata-Pflanze.

21. Samt den guten Wassern hole ich her zu verehren diese haomahaltigen milchhaltigen hadhanaepata(saft)haltigen ashamäßig aufgesetzten Zaothra's; und samt den guten Wassern hole ich her zu verehren das für den Haoma bestimmte Wasser;
und zu verehren hole ich her die steinerne Kelterpresse;
und zu verehren hole ich her die metallene Kelterpresse.

22. Diese Baresman-Pflanze und die erreichte Ratavbefriedigung; das Merken und die Betätigung der guten mazdayasnischen Religion und das Aufsagen der Gatha's und die erreichte Ratavbefriedigung des ashagläubigen Ratav des Asha; dies Brennholz und Räucherwerk — deins, des Âtar, des Sohns des Ahura Mazdah, — hole ich her zu verehren;
und alles gute mazdahgeschaffene, (das) im Asha seinen Ursprung (hat) hole ich her zu verehren:

23. um zufriedenzustellen
den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah; die Amesha Spenta's; den weite Fluren besitzenden Mithra und den gute Weide bietenden Râman;

24. den unsterblichen, reichen, schuelle Rosse besitzenden Hvarexshaeta; den überlegen wirkenden, über die anderen Geschöpfe hinwegsehenden Vayav — jenes an dir, o Vayav, was an dir dem heiligen Geist entstammt ist; die richtigste mazdahgeschaffene ashaheilige Chistâ; die gute mazdayasnische Daenâ;

25. den heiligen ashaheiligen energisch antreibenden Manthra; das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz; das von Zarathushtra stammende Gesetz; die lange Überlieferung; die gute mazdayasnische Religion; den Glauben an das heilige Wort;1 das verstandesgemäße Auffassen der mazdayasnischen Religion; die Kenntnis des heiligen Worts; die angeborene Mazdahgeschaffene Weisheit; die erlernte2 mazdahgeschaffene Weisheit;

1. 1703.
2. eig. "vom Ohr gehörte".

26. den Âtar, den Sohn des Ahura Mazdah, — dich, o Âtar, Sohn des Ahura Mazdah, — samt allen Feuer(arte)n; das mazdahgeschaffene, das Behagen des Asha gewährende Gebirge Ushi-darena;

27. alle ashaheiligen geistigen (und) stofflichen Yazata's;
die starken, rings siegreichen Fravashay's der Ashagläubigen;
die Fravashay's der ersten Glaubenslehrer;3 die Fravashay's der Nächstverwandten
(und je)den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata.

3. 877.

23.

[English]

1. Zu verehren hole ich her die Fravashay's, die zu Anfang waren, (die Fravashay's) der Häuser4 und Dörfer und Gaue und Länder, die den Himmel gestützt, die das Wasser gestützt, die die Erde gestützt, die das Rind erhalten, die die empfangenen Kinder in den Mutterleibern erhalten haben, (sodaß) sie nicht starben.5

4. 874.
5. 78 o.

2. Zu verehren hole ich her, her die Fravashay6 des Ahura Mazdah (und) der Amesha Spenta's samt allen den ashaheiligen Fravashay's der geistigen Yazata's;

zu verehren hole ich her, her die Fravashay6 des (Ur)menschen Gaya, des Zarathushtra Spitama, des Kavay Vishtaspa (und) des Zarathushtrasohns Isat-vastra samt allen den ashaheiligen Fravashay's der ersten Glaubenslehrer.

6. ?; †â †fravashe.

3. Zu verehren hole ich her die Fravashay eines jeden Ashagläubigen.7 Wo immer1 auf dieser Erde ist sie beim Sterben? — Bei dem dahmamäßigen (Manne), bei der Frau, dem Knaben, dem Mädchen (und) dem in der Landwirtschaft Tätigen hat sie den Wohnsitz. Aus diesem Hause heraus streben sie (die Fravashay's), die ersehnen (und) die bekommen gute Huldigungen und Gebete.

7. ?!
1. ?!

4. Zu verehren hole ich her
die starken, rings siegreichen Fravashay's der Ashagläubigen,
die Fravashay's der ersten Glaubenslehrer,2 die Fravashay's der Nächstverwandten,
die Fravashay meiner eigenen Seele;
zu verehren hole ich her alle Ratav's des Asha;
zu verehren hole ich her aU die gutes schenkenden geistigen und stofflichen Yazata's, die ihm, dem besten Asha, gemäß zu verehren und zu preisen sind.

2. 877.

5. (Als Mazdahanbeter)3 ... will ich das Glaubensgelübde ablegen ... dem Havanay ... dem Savanghay ... (dieser) Ratav's ... (und Jahresgötter).
"Wie der beste Oberherr"4 soll mir der Zaotar aufsagen,
"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht"4 soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

3. = Y3.24.
4. s. Y27.13.

24.

[English]

Dem Ahura Mazdah weihen wir die Haoma's;
diese Haoma's und Myazda's und Zaothra 's und das ashamäßig gespreitete Baresman und das guttätige Rind und diese ashamäßig aufgesetzte flüssige Milch und diese ashamäßig aufgesetzte Hadhânaepatâ-Pflanze;

2. samt den guten Wassern diese haomahaltigen milchhaltigen hadhânaepatâ(saft)haltigen ashamäßig aufgesetzten Zaothra's;
samt den guten Wassern das für den Haoma bestimmte Wasser und die steinerne Kelterpresse und die metallene Kelterpresse;

3. diese Baresman-Pflanze und die erreichte Ratavbefriedigung; das Merken und die Betätigung der guten mazdayasnischen Religion und das Aufsagen der Gatha's und die erreichte Ratavbefriedigung des ashagläubigen Ratav des Asha; dies Brennholz und Räucherwerk — deins, des Âtar, des Sohns des Ahura Mazdah, — und alles gute mazdähgeschaffene, (das) im Asha seinen Ursprung (hat),
widmen und weihen wir.
So weihen wir sie denn:

4. dem Ahura Mazdah und dem ashafrommen Sraosha und den Amesha Spenta's und den Fravashay's der Ashagläubigen und den Seelen der Ashagläubigen und dem Âtar, (dem Sohn) des Ahura Mazdah und hohen Ratav, und der gesamten Schöpfung des Ashaehrwürdigen zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

5. So weihen wir sie denn der Fravashay des ashagläubigen Zarathushtra Spitama, (der) sich (den Anspruch auf) das (andere) Leben erwirbt (und) nach dem Asha verlangt,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob,
samt allen (übrigen) ashaheiligen Fravashay's, denen der gestorbenen Ashagläubigen und denen der am Leben befindlichen Ashagläubigen und denen der (noch) ungeborenen Männer, der Neugestalter, der Saosyant's.

6. Diese Haoma's und Myazda's und Zaothra's und das ashamäßig gespreitete Baresman und das guttätige Rind und diese ashamäßig aufgesetzte flüssige Milch und diese ashamäßig aufgesetzte Hadhanaepata-Pflanze;

7. samt den guten Wassern diese haomahaltigen milchhaltigen hadhanaepata(saft)haltigen ashamäßig aufgesetzten Zaothra's;
samt den guten Wassern das für den Haoma bestimmte Wasser und die steinerne Kelterpresse und die metallene Kelterpresse;

8. diese Baresman-Pflanze und die erreichte Ratav befriedigung; das Merken und die Betätigung der guten mazdayasnischen Religion und das Aufsagen der Gatha's und die erreichte Ratavbefriedigung des ashagläubigen Ratav des Asha; dies Brennholz und Räucherwerk — deins, des Âtar, des Sohns des Ahura Mazdah, — und alles gute mazdahgeschaffene, (das) im Asha seinen Ursprung (hat),
widmen und weihen wir.

9. So weihen wir sie denn
den gutherrschenden wohlmeinenden, immer lebenden, immer gedeihenden Amesha Spenta's, (den männlichen), die zum guten Sinn halten,1 und (den weiblichen), die ebenso (tun).2

1. 1706.
2. 387.

10. So weihen wir sie denn sehr zahlreich,
um dies (unser) Haus zum Gedeihen zu bringen (und) das Vieh und die ashagläubigen Menschen dieses Hauses, (die) geboren (sind) und künftig geboren (werden),3 (dieses Hauses), wozu sie gehören.4

3. 1658.
4. ?

11. So weihen wir sie denn den guten Fravashay's der Ashagläubigen, die stark und rings siegreich (sind), damit sie den Ashagläubigen helfen.

12. So weihen wir sie denn dem Schöpfer Ahura Mazdah, dem prächtigen hoheitsvollen, dem geistigen Geist, (und) den Amesha Spenta's zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

13-27. So weihen wir sie denn
den Tagesabteilungs(göttern), den Ratav's des Asha; dem ashaheiligen Hâvanay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.
So weihen wir sie denn
dem Savanghay und dem ashaheiligen Visya1 ... : in der Zeit der Haoma bereitung,
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

1. = Y4.8-22.

28-32. So weihen wir sie denn:
Den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah, die Amesha Spenta's 2 ... die Fravashay's der Nächstverwandten,
(wollen wir) unter Zufriedenstellung verehren und preisen und befriedigen und loben.

2. = Y. Einang 8-22.

33. So weihen wir sie denn
den starken, rings siegreichen Fravashay's der Ashagläubigen;
den Fravashay's der ersten Glaubenslehrer;3
den Fravashay's der Nächstverwandten;
der Fravashay meiner eigenen Seele4
zu verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

3. 877.
4. 1783.

34. So weihen wir sie denn allen Ratav's des Asha zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob.

So weihen wir sie denn all den gutes schenkenden geistigen und stofflichen Yazata's, die ihm, dem besten Asha, gemäß zu verehren und zu preisen sind.

25.

[English]

1. Die gutherrschenden wohlmeinenden Amesha Spenta's verehren wir;
diesen ashamäßig aufgesetzten Haoma verehren wir;
und diese ashamäßig aufgesetzte flüssige Milch verehren wir;
und diese ashamäßig aufgesetzte Hadhânaepatâ-Pflanze verehren wir.

2. Samt den guten Wassern verehren wir diese haomahaltigen milchhaltigen hadhânaepatâ(saft)haltigen ashamäßig aufgesetzten Zaothra's;
und samt den guten Wassern verehren wir das für den Haoma bestimmte Wasser;
die steinerne Kelterpresse verehren wir,
und die metallene Kelterpresse verehren wir.

3. Diese Baresman-Pflanze und die erreichte Ratavbefriedigung; das Merken und die Betätigung der guten mazdayasnischen Religion und das Aufsagen der Gäeä's und die erreichte Ratavbefriedigung des ashagläubigen Ratav des Asha; dies Brennholz und Räucherwerk — deins, des Âtar, des Sohns des Ahura Mazdah, — verehren wir;
und alles gute mazdahgeschaffene, (das) im Asha seinen Ursprung, (hat), verehren wir.

4. Den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah verehren wir;
die gutherrschenden wohlmeinenden Amesha Spenta's verehren wir;
den weite Fluren besitzenden Mithra verehren wir;
den gute Weide bietenClen Râman verehren wir;
die schnelle Rosse besitzende Sonne, die unsterbliche Pracht, verehren wir.

5. Den ashaheiligen Vayav verehren wir; den überlegen wirkenden, über die andern Geschöpfe hinwegsehenden Vayav verehren wir; jenes an dir, o Vayav, was an dir dem heiligen Geist entstammt ist, verehren wir;
die richtigste mazdahgeschaffene ashaheilige Chista verehren wir;
die gute mazdayasnische Daenâ verehren wir.

6. Den heiligen hochherrlichen Mantra verehren wir;
das gegen die Daeva's gerichtete Gesetz verehren wir;
das von Zarathushtra stammende Gesetz verehren wir;
die lange Überlieferung verehren wir;
die gute mazdayasnische Religion verehren wir;
den Glauben an das heilige Wort1 verehren wir;
das verstandesmäße Auffassen der mazdayasnischen Religion verehren wir;
die Kenntnis im heiligen Wort verehren wir;
die angeborene mazdahgeschaffene Weisheit verehren wir;
die erlernte2 mazdahgeschaffene Weisheit verehren wir.

1. 1703.
2. eig. "vom Ohr gehörte".

7. Âtar, den Sohn des Ahura Mazdah, verehren wir;
dich, den ashaheiligen Âtar, den Sohn des Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, verehren wir;
alle Feuer(arten) verehren wir;
das Gebirge Ushi-darena, den mazdahgeschaffenen, das Behagen des Asha gewährenden Yazata, verehren wir.

8. Jeden ashaheiligen geistigen Yazata verehren wir,
und jeden ashaheiligen stofflichen Yazata verehren wir.

26.

[English]

1. Die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashagläubigen preise ich, rufe ich, besinge ich;
wir verehren die zum Nmânya, zum Visya, zum Zantuma. zum Dahyuma, zum Zarathushtro-tema gehörigen (Fravashay's).

2. Und unter allen diesen ersten Fravashay's verehren wir nun sie, die Fravashay, die des Ahura Mazdah, als die größte und beste und schönste und festeste und weiseste und wohlgestaltetste und an Ashagerechtigkeit höchste.

3. Wir verehren die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashaheiligen, (nämlich) die der lichten, energisch blickenden, hochgewachsenen überstarken heldenhaften ahurischen Amesha Spenta's, die ungefährdet, ashaheilig (sind).

4. Wir verehren nun die Lebenskraft und die Wesenheit und das Wahrnehmungsvermögen und die Seele und die Fravashay der ersten Verkünder und der ersten Hörer der heiligen Lehren,1 ashagläubiger (Männer) und ashagläubiger (Frauen), die zu Gunsten des Asha den Sieg davon getragen haben2.
Wir verehren die Seele des guttätigen (Ur)rindes.

1. 1574.
2. 1351.

5. (Die Fravashay derer), die zu Gunsten des Asha den Sieg davon getragen haben 2, (verehren wir, nämlich):
wir verehren die Fravashay des ashagläubigen (Ur)menschen Gaya,
wir verehren nun die Belohnung und die Fravashay des ashagläubigen Zarathushtra Spitama,
wir verehren die Fravashay des ashagläubigen Kavay Vishtaspa,
wir verehren die Fravashay des ashagläubigen Zarathushtrasohns Isat-vâstra.

2. 1351.

6. Wir verehren nun die Lebenskraft und die Wesenheit und das Wahrnehmungsvermögen und die Seele und die Fravasay der nächstverwandten ashagläubigen (Männer) und ashagläubigen (Frauen), die zu Gunsten des Asha den Sieg davon getragen haben,2 samt allen (übrigen) ashaheiligen Fravashay's, denen der gestorbenen Ashagläubigen und denen der am Leben befindlichen Ashagläubigen und denen der (noch) ungeborenen Männer, der Neugestalter, der Saosyant's.

2. 1351.

7. Nun verehren wir die Seelen der Verstorbenen, sie, die Fravashay's der Ashagläubigen;
wir verehren nun die Fravashay's aller verstorbenen Nächstverwandten dieses Hauses3, der (Priester-)Lehrer (und) Schüler, der ashagläubigen Männer (und) ashagläubigen Frauen.

3. 1010; eig. "in diesem Hause".

8. Die Fravashay's aller ashagläubigen (Priester)Lehrer verehren wir,
die Fravashay's aller ashagläubigen (Priester)Schüler verehren wir;
die Fravashay's aller ashagläubigen Männer verehren wir,
die Fravasay's aller ashagläubigen Frauen verehren wir.

9. Die Fravashay's aller ashagläubigen von einem Dahma gezeugten Kinder verehren wir; die Fravashay's der im Land befindlichen Ashagläubigen verehren wir, und die Fravashay's der außer Lands befindlichen Ashagläubigen verehren wir.

Die Fravashay's der ashagläubigen Männer verehren wir,
und die Fravashay's der ashagläubigen Frauen verehren wir;
alle guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashagläubigen verehren wir:
(all) die vom (Ur)menschen Gaya her bis zu dem siegreichen Saoshyant1 hin.

1. Astvat-ereta.

11. Wir verehren alle Fravashay's der Ashagläubigen,
wir verehren die Seelen der Verstorbenen, sie, die Fravashay's der Ashagläubigen.
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden2 ...
"Wie der beste Oberherr"3 soll mir der Zaotar aufsagen,
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht"3 soll der wissende Ashaglänbige [die Gemeinde] aufsagen.

2. = Y27.15.
3. = Y27.13.

27.

[English]

1. Darum wollen wir ihn, den größten von allen, ihn den Ahura Mazdah, zu (unserm) Ahû und Ratav bestellen,4 um den oruchlosen Angra Mainyav (nieder)zuschlagen,
um den das blutige Holz schwingenden Aeshma (nieder)zuschlagen,
um die mâzanischen Daeva's (nieder)zuschlagen,
um alle Daeva's und die varenischen Druggläubigen (nieder)zuschlagen:

4. 703.

2. um den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah zu erhöhen,
um die Amesha Spenta's zu erhöhen,
um den prächtigen glanzvollen Tishtrya-Stern zu erhöhen,
um den ashagläubigen Mann zu erhöhen,
um die gesamte ashaheilige Schöpfung des heiligen Geistes zu erhöhen.

3. Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht5 ...

5. = Y27.13.

4. 'O Mazdah, tu mir die besten Lehren und Handlungen kund, sie, o Vohu Manah, und, o Asha, des Preises Schuldforderung.6 Durch eure Macht, o Ahura, mach es wahr, daß die Menschheit nach eurem Willen tauglich sei.'7

6. 375.
7. = Y34.15; 1006.

5. Her komme der liebe Airyaman zur Unterstützung zu den Männern und Frauen des Zarathushtra, zur Unterstützung des guten Sinns.8
Welches Ich den köstlichen Lohn verdient, (dem) erbitte ich den Preis der Gerechtigkeit1 den begehrenswerten,2 welchen Ahura Mazdah zuteilen wird.3.
Asha ist das beste Gut4 ...

1. 1288.
2. 378.
3. 1113.
4. = Y27.14.

6. Die Haoma(zweige, die) ihre Macht von Mazdah (haben),5 die Ratav's des Asha, sollen gefiltert werden. Der gute Sraosha, 'welcher mit der schätzereichen Ashay vereint ist',6 — und der soll hier emsig tätig sein.7

5. ?.
6. Nach Y43.12; 1180 f.
7. 1237.

7. Wir lehren als segensreich das Sichbeschäftigen mit dem ashamäßig aufgesagten Ahuna Vairya und mit dem ashamäßig in Gang gebrachten Mörser und mit den wahrgesprochenen Sprüchen. So werden sie denn (noch) segensreicher sein.8

Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) gemäß dem heiligen Recht9 ...

8. vgl. 1834.
9. = Y27.13.

8. 10'Er, der gewaltigste Mazdah Ahura, und Ârmatay11 und das Haus und Hof fördernde Asha und Vohu Manah und Xshathra:12 hört auf mich, seid mir barmherzig, (wann) an jedweden die Heimzahlung erfolgt.13

10. Y27.8-11 = Y33.11-14; s. Bthl. Gatha's.
11. 1576.
12. 1014.
13. 321.

9. Mach dich auf zu mir, o Ahura,14 durch Ârmatay schenk Rüstigkeit,15 durch den heiligsten Geist, o Mazdah, (schenk) Kraft mittelst der guten Heimzahlung,16 durch Asha (schenk) starke Gewalt,17 durch Vohu Manah die Belohnung.18

14. 183.
15. 649.
16. 321.
17. 1799.
18. 1027.

10. Um mich zu stützen, du weitausschauender,19 sollt ihr mir die unvergleichlichen (Wonnen) eures Reiches, o Ahura, zusichern als das Los des guten Sinns.20 Belehre, o heilige Ârmatay, die Daenâ's über das Asha.21

19. 1430.
20. 92.
21. 676.

11. Als Weihgeschenk bringt Zarathushtra des eigenen Leibes Leben dar,22 die Auslese guten Denkens, Handeins und Redens dem Mazdah, dem Asha,23 (und) den Gehorsam und die Herrschgewalt.'24 10
Asha ist das beste Gut4 ...

22. 1520.
23. 872.
24. 543.

12. Als Mazdahanbeter, als Zarathushtraanhänger will ich das Glaubensgelübde ablegen,25 den Daeva's feind, Ahura's Lehre zugetan:
Dem ashaheiligen Hâvanay, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
dem Sâvanhay und dem ashaheiligen Visya, dem Ratav des Asha, zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob;
zu Verehrung und Preis und Befriedigung und Lob d(ies)er Ratav's, der Tages- und Tagesabteilnngs- und Monats- und Jahreszeiten- und Jahres-(götter).

25. 1362.

13. Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht,1 der des guten Sinns Lebenswerke dem Mazdah zubringt und (so) die Obergewalt dem Ahura2 [er, Zarathushtra], den sie den Armen als Hirten bestellt haben.3 4

(Ahunwar)
1. 282.
2. 702.
3. 778.
4. Zum § vgl. Bth., Zum AirW. 126.

14. Asha [Recht] ist das beste Gut; nach Wunsch wird es, nach Wunsch uns zuteil, das Asha [Recht auf das Paradies] für das beste Asha [Rechtschaffenheit].5

(Ashem Vohu)
5. 233.

Den Ahuna Vairya beten wir;
das Asha Vahishta, den schönsten Amesha Spenta, beten wir.

Wen — und welche (Fraueu) — unter den Seienden Mazdah Ahura (als einen solchen) kennt, (dem) durch Asha für (sein) Gebet das bessere (Los zuteil wird),6 diese (Männer) und diese (Frauen) wollen wir verehren.

(Yenghe hatam)
6. 1270 u.

Die GATHA'S

Ahunawad Gatha

28.

[English]

Christian Bartholomae, Die Gatha's des Awesta, Straßburg, 1905.

1. Zum Gebet um Unterstützung die Hände ausstreckend will ich um seine, des heiligen Geistes Werke, o Mazdah, vor allem zuerst bitten, o Asha, auf daß ich den Willen des Vohu Manah befriedige und die Seele des Stiers1.

Altiranisches Wörterbuch 1509, 1288, 558.

2. Der ich Euch dienen will, o Mazdah Ahura, o Vohu Manah, verleihet mir durch Asha die Herrlichkeiten beider Welten, der leiblichen und der des Geistes, welche die Getreuen in Wohlbehagen versetzen.

499 f., 333, 1508.

3. Der ich Euch, o Asha, besingen will wie nie zuvor, und den Vohu Manah und den Mazdah Ahura und (all) die, denen Armatay das nie sich mindernde Reich mehrt: kommt her zu meiner Unterstützung, wenn ich rufe.

79, 50 f., 1668.

4. Der ich des eingedenk bin, über die Seele2 zu wachen im Verein mit Vohu Manah, und, da ich die Belohnungen für das Tun durch Mazdah Ahura kenne, sie, solang ich kann und vermag, lehren will, das Asha zu suchen:

514, 1762, 1315.

5. O Asha! werde ich Dich erschauen und den Vohu Manah, als ein Wissender? den Thron des gewaltigsten Ahura und das Gefolge des Mazdah? Mittelst dieses (Verheißungs) wortes3 wollen wir das Raubzeug durch unsre Zunge zu dem bekehren, was das Größte ist.

697, 1634, 1361.

6. Komm mit Vohu Manah, schenk Du, o Mazdah, durch Asha als Gabe dem Zarathushtra gemäß Deinen sicheren Worten langdauernde, kräftige Unterstützung und uns, o Ahura, mittelst deren wir des Feindes Feindseligkeiten überwinden.

494, 356, 740, 814 f.

7. Verleih, o Asha, den Lohn, die Herrlichkeiten des guten Sinns, gewahre Du, o Armatay, dem Vishtaspa den Wunsch und mir, gib es, o Mazdah und König, daß Euer Prophet sich Gehör verschaffe.

333, 374, 550, 335.

8. Um das Beste bitte ich Dich, o Bester, den mit dem besten Asha gleichgewillten Ahura, für den Helden Frashaoshtra (es) erflehend und für mich und wem (sonst) Du es gönnen willst, (das beste Gut) des guten Sinns für alle Zeit.

1288, 1795 f., 1353, 1518.

9. Um dieser Gunstbeweise willen, o Ahura, möchten wir Euch nicht erzürnen, o Mazdah und Asha und Vahishta Manah, indem wir (vielmehr) uns beeifern, Euch Lobgesänge darzubringen. Ihr seid es ja, die die Wünsche am besten fördern können, auch die nach dem Reich des Nutzens.

1669 f., 1237, 1691 f.

10. Die Klugen, die Du nach ihrem gerechten Tun und guten Denken für (des) würdig erkannt hast, o Mazdah Ahura, denen erfülle durch Erreichen (des Erstrebten) ihr Verlangen. Ich weiß ja, daß bei Euch flehentliche Worte erfolgreich sind, die guter Sache dienen.

351 f., 329, 1869.

11. Der ich darum das gerechte Tun in Verwahr geben will und das gute Denken für immer4: Du, o Mazdah Ahura, lehre mich aus Deinem Geist durch Deinen Mund verkünden, wie es mit dem ersten Leben werden wird.

866, 1575, 929.



29.

[English]

1. Euch klagte die Seele des Stiers: 'Für wen habt ihr mich gestaltet? Wer hat mich geschaffen? Raserei bedrückt mich und Gewalttat [,Grausamkeit]1 und Mißhandlung und Roheit. Ich habe keinen andem Hirten als Euch: so schaffet mir denn das Gut der Land wirtschaft.'

(Altiraniscnes Wörterbuch 516, 795, 1800, 649, 1413, 1560.)
1. Eine alte in den Text geratene Glosse, wie gleicheweise Satzbau und Metrum erweisen.

2. Da fragte der Schöpfer des Stiers das Asha: 'Hast Du einen Richter für das Rind, auf daß Ihr ihm außer Futter auch eifrige Fürsorge verschaffen könnt? Wen bestimmtet Ihr ihm als Gerichtsherrn, der den Aeshma samt den Druggenossen zurückstoße?'

(55, 1498, 552, 794, 1382, 35.)

3. Ihm antwortete Asha: 'Es gibt für das Rind keinen leidlosen Helfer. Jene dort2 können es (eben) nicht begreifen, wie Rechthandelnde gegen die Geringen verfahren.' — (Der Schöpfer des Stiers:) "Der Seienden stärkster ist der, dem ich zu Hilfe komme, wenn er ruft.'

(1566, 1445, 322, 467.)
2. Die Menschen.

4. (Asha spricht): 'Mazdah hat die Anschläge am besten im Gedächtnis, die früher schon von Daeva und Menschen ausgeführt worden sind, und auch die künftig ausgeführt werden sollen. Er, Ahura, hat die Entscheidung. So wird es uns ergehen, wie er will.'

(1569, 1438, 271 f. )

5. 'Zu Ahura wollen Wir beide mit ausgestreckten Händen beten, meine3 Seele und die der trächtigen Kuh,4 indem wir den Mazdah mit Bitten bedrängen: Nicht soll den Rechtlebenden Verderben treffen, nicht den Viehzüchter von seiten der Druggenossen.'5

(1016, 633, 228, 688, 979.)
3. D. i. des Stiers.
4. An Stelle der vergöttlichten Seele des einen Urstiers erscheinen hier die Seele eines Urrinderpaars.
5. Der Hauptfeind des Rinds sind die nomadisierenden Stämme. Der Schutz der ansässigen Bauern vor deren Einfällen kommt auch dem Rind zu gute.

6. Da sprach er selbst, Mazdah Ahura, der die Satzungen kennt, mit Weisheit: 'Es gibt (für Dich) keinen Gerichtsherrn noch Richter gemäß dem heiligen Recht; denn es hat Dich der Bildner für den Viehzüchter und Bauern geschaffen.

(11, 1346, 1478, 281, 798.)

7. Das Wort vom Fett6 hat Mazdah Ahura, der mit Asha gleichgewillte, für das Rind geschaffen und die Milch für die Nahrungbegehrenden durch sein Gebot, der heilige.' — (Das Rinderpaar spricht:) 'Wen hast Du, o Vohu Manah, der für uns beide sorgen könnte bei den Menschen?'

(343, 1796, 724.)
6. Diese Ausdrucksweise setzt natürlich die Bekanntschaft der Hörer mit der angezognen Lehre voraus; s. das Vorwort.

8. (Vohu Manah spricht:) 'Der ist mir hier als der einzige bekannt, der unsre Lehren vernommen hat, Zarathushtra Spitama: er will unsre, o Mazdah, und des Asha Gedanken verkünden. So laßt uns ihm der Rede Lieblichkeit verleihen!'

(1315, 1574, 582, 1826.)

9. Und ein Jammern erhob da die Seele des Stiers: 'Daß ich mir als Fürsorger das unwirksame Wort eines unstarken Manns gefallen lassen muß, während mein Wunsch auf einen machtvollen Gebieter gerichtet ist. Wann wird der einmal sein, der ihm7 tatkräftige Hilfe gewährt?'

(1492, 554, 1381, 269, 1686.)
7. D. i. dem Rind.

10. (Zarathushtra spricht:) 'Ihr, o Ahura, verleiht für sie8 die Kraft, o Asha, und, o Vohu Manah, jene Herrschgewalt, durch die er9 (ihnen) gutes Wohnen und Frieden verschaffen kann. Auch ich (ja) habe erkannt, daß Du das, o Mazdah, als erster zu erwirken vermagst.

(39, 1524, 1320.)
8. Zu ihren, der Rinder Gunsten.
9. Der bestellte Fürsorger.

11. Wo (sonst) ist Gerechtigkeit und guter Sinn und Herrschgewalt? So nehmt denn, o Menschen, ihr mich bei euch auf, um, o Mazdah, für den großen Bund Unterweisung zu erhalten,' — (Das Rinderpaar spricht:) 'O Ahura, nun werde uns Hilfe: so wollen wir uns bereit stellen, Euresgleichen10 zu dienen.'

(472, 1659, 176, 1519.)
10. So viel als Euch, den Göttern; s. Y. 33.8 mit Anm. 7.



30.

[English]

1. Nun will ich davon reden zu denen, die hören wollen: von all dem, was der Wissende sich merken muß fü die Lobgesänge des Ahura und die Gebete an Vohu Manah, und von der Wonne, die von dem, der es sich gut merkt, zugleich mit dem Asha,1 die zugleich mit dem Lichtraum2 erschaut werden wird.

(1161, 1834.)
1. Vgl. Y28.5.
2. In dem die Götter und Seligen wohnen.

2. Höret mit den Ohren das Besta — seht es euch an mit lichtem Sinn — für die Entscheidung zwischen den beiden Glaubensbekenntnissen, Mann für Mann fü seine Person vor dem großen Schlußwerk darauf bedacht, daß es sich zu únsern Gunsten vollende.

(486, 1581 f., 1437, 1568 f.)

3. Die beiden Geister zu Anfang die sich durch ein Traumgesicht als Zwillingspaar offenbarten, (sind)3 das Bessere und das Böse in Gedanken, Wort und Tat; und zwischen ihnen beiden haben die Verständigen die rechte Wahl getroffen, nicht die Unverständigen.

(1291 f., 45, 757.)
3. Die Übersetzung mit 'sein' ist nur ein Notbehelf. In der Tat fehlt ein transitives Verbum.

4. Und als diese beiden Geister zusammentrafen, da setzen sie fürs erste das Leben und das Nichtleben4 fest, und daß zu Ende der Dinge den Druggenossen das böseste Dasein, aber Ashaanhänger der beste Aufenhalt zuteil werden solle.

(501, 54, 81.)
4. D. i. die Zerstörung des Lebens.

5. Unter diesen beiden Geistern wählten sich der zur Drug haltende das Tun des Bösesten aus, das Asha aber der heiligste Geist, der die festesten Himmel als Gewand trägt, und die, welche gern mit rechtem Tun den Mazdah Ahura zufrieden stellen.

(1360 f., 1394, 558.)

6. Zwischen den beiden haben auch die Daeva nicht die richtige Entscheidung getroffen, weil, als sie sich berieten, die Betörung über sie kam, so daß sie sich das böseste Denken auserwählten. Zusammen gingen sie darauf zu Aeshma über, durch den sie das Leben des Menschen krank machen.

(441, 322, 1360, 926.)

7. Und bei ihm5 stelle sich Xshathra ein, Vohu Manah und Asha, und Armatay verlieh den Leibern Dauer und Stetigkeit, so daß er bei Deinen Heimzahlungen durch das Metall vor ihnen erster werden wird.6

(495, 359, 159.)
5. Dem Menschen.
6. Gemeint ist: er wird als erster und einziger das Ziel erreichen.

8. Und wann ihre Strafe für die Frevel kommen wird, dann, o Mazdah, wird Vohu-Manah bei der Vollendung das Reich von Dir her7 denen verschaffen, o Ahura, die dem Asha die Drug in die Hände lieferten.

(429, 1568.)
7. D. i. in Deinem Auftrag; vgl. Y44.6 Anm.

9. Und die möchten wir sein, die die Menschheit tauglich machen. Mazdah und ihr andern Ahura's, heran (kommt)!, Eure Bundesgenossenschaft gewährend, und Asha, auf daß da die Gedanken sich sammeln, wo die Einsicht noch schwankend ist.

(275, 1006, 1190, 1762.)

10. Alsdann ja wird für die (Welt der) Drug die Zerstörung des Glücks8 erfolgen, aber des verheißenen Lohns werden in der guten Wohnung des Vohu Manah, des Mazdah und des Asha die teilhaftig werden, die sich einen guten Leumund erwerben.

(1612, 1229, 1795.)
8. Vgl. Y53.6.

11. Wenn ihr euch die Bestimmungen merkt, die Mazdah getroffen hat, ihr Menschen — das Wohlbehagen (einerseits) und (anderseits) die Qual, den langen9 Schaden fü die Druggenossen und den Nutzen für die Ashaanhänger —: dann wird es künftig wohl werden.10


(1552, 367, 1516, 417.)
9. D. i. ewigen.
10. Vgl. Y46.2 Anm.

31.

[English]

1. Eurer1 Gebote eingedenk verkünden wir Worte, die widrig zu hören sind für die, die nach den Geboten der Drug was zum Asha gehört verderben, aber denen sehr genehm, die dem Mazdah gläubig ergeben sind.

(1543, 49, 1145 f., 1400, 1702.)
1. Der Götter.

2. Da somit2 der Weg, der zu wählen der bessere ist, nicht vor Auen liegt, so wende ich mich an euch3 alle als der Richter der beiden Parteien hier, als den mich Mazdah Ahura kennt, auf daß wir dem heiligen Recht gemäß leben.

(91, 1544, 361, 502.)
2. Weil es zweierlei Gebote gibt.
3. Die Zuhörer.

3. Was Du als Belohnung durch den (heiligen) Geist und das Feuer bereiten wirst — und durch Asha gelehrt hast — den beiden Parteien, was die Bestimmung für die Verständigen ist, das tu uns kund, o Mazdah, daß man's begreife, durch die Zunge Deines Mundes, auf daß ich alle Lebenden überzeugen kann.

(1523, 1535, 1446, 1815, 1361.)

4. Wenn Asha zu rufen ist, und Mazdah und die übrigen Ahura's sich rufen lassen, und Ashay und Armatay, so erstrebe, o Vohu Manah für mich das starke Reich, durch dessen Mehrung wir die Drug besiegen möchten.

(1655, 28, 1420.)

5. Davon gib mir Kunde, was Ihr mir, o Asha, bestimmt habt, von dem besseren Los — damit ich, o Vohu Manah, unterscheide, begreife und im Gedächtnis behalte —, worum man mich beneidet, von all dem, o Mazdah Ahura, was nichgg geschehen oder aber was geschehen soll.

(1437, 1405, 356, 271.)

6. Dem soll das Beste zuteil werden, der mir, ein Wissender, kund macht das rechte Wort Asha's von der Wohlfahrt und Unsterblichkeit: jenes Reicht des Mazdah, das ihm Vohu Manah erhöen wird;

(270, 143, 1337.)

7. dessen der zu anfang sich das ausdachte: es sollen die wohligen Räume sich mit Licht erfüllen, des, der durch seine Geisteskraft das Asha geschaffen hat. Welche (Räume) der beste Sinn innehaben wird, die erhöhst Du, o Mazfah, durch den Geist, der, o Ahura, auch jetzt noch der gleiche ist.4

(1528, 736, 1337, 1089.)
4. Wie zu Anfang, und der immer der gleiche bleiben wird.

8. Ich erkannte von Dir, o Mazdah, in meinem Sinn, daß Du, der erste, (auch) der letzte bist, daß Du der Vater bist des Vohu Manah — als ich dich mit dem Auge erfaßte —, daß Du der wahre Schöpfer des Asha bist, daß Du der Gerichtsherr bist über die Taten des Lebens.

(1280, 905, 583, 736, 296.)

9. Dein war Armatay, Dein auch der Schöpfer des Stiers, (nämlich) die Weisheit des Geistes,5, o Mazdah Ahura, als Du es dem Rind freistelltest, von dem Bauern sich abhängig zu machen oder von dem, der nicht Bauer6 ist.

(645, 843, 363.)
5. Die "Weisheit des Geistes" wird hier als schaffende Kraft (vgl. Y47.3) mit dem "Schöpfer des Stiers" gleichgesetzt. Für die Nennung der Armatay in diesem Zusammenhang kommt in Betracht, daß sie die Göttin der Erde ist, die dem Rind als Wohnstatt und Weide zugewiesen ist.
6. D. i. der Nomade.

10. Da hat es unter den beiden den viehzüchtenden Bauern für sich als den gerechten Gerichtsherrn auserwählt, den Förderer des guten Sinns. Der Nichtbauer6 wird, o Mazdah, auch wenn er sich danach drängt, kein Teil haben an der guten Botschaft.7

(1361 f., 1029, 1834.)
7. Vgl. Y47.5.

11. Als Du, o Mazdah, zu Anfang Individuen schufst und Individualitäten durch Deinen Geist, und Verstandeskräfte, als Du Leben mit Leib versahst, als Du Werke (festsetztest) und Lehren, damit man nach seinem Willen seine Überzeugungen betätige:

(665, 215, 1371.)

12. da8 erhebt seine Stimme einer, des Sprüche die rechten, oder auch einer, des Sprüche die falschen sind, ein Wissender oder auch ein Nichtwissender, (jeder) nach seinem Herzen und Sinn. Von einem zum andern gehend, bespricht sich Armatay mit dessen Geist, der noch schwankend ist.

(206, 348, 1692, 1107.)
8. D. i. seit Beginn des ersten Lebens.

13. Welche offenkundigen oder welche geheimen (Taten) mit Strafe geahndet werden, oder wenn einer für eine geringfügige Übeltat die höchste Buße heischt: all dessen wirst Du durch Asha gewahr, es mit leuchtendem Auge beobachtend.

(1000, 21, 583.)

14. Nach diesen dingen frag ich Dich, o Ahura, wie sie nämlich vor sich gehen und kommen werden — die Schuldforderungen, die auf Grund der Buchungen an den Ashaanhänger und, o Mazdah, die an die Druggenossen gestellt werden, wie die sein werden, wenn's zur Abrechnung kommt.

(148, 733, 1770.)

15. Danach frag ich, was die Strafe ist für den,9 der den Druggenossen9 die Herrschaft zu verschaffen sucht, dem Übeltäter, o Ahura, der seinen Lebensunterhalt nicht findet ohne Gewalttat an des Bauern Tieren und Leuten, obwohl der (ihm) kein Arg tut.

(1107, 1782, 611, 62.)
9. Es sind hier bestimmte Persönlichkeiten gemeint, ein Prophet (Str. 15, 18) und ein Fürst (Str. 15), die der Lehre Zarathushtras feindlich gegenüberstehen; s. Anm. 10 und den Anhalt unter Druggenosse.

16. Danach frag ich, ob der, der einsichtig des Hauses Herrschaft oder des Gaus oder des Lands durch das Asha hochzubringen bestrebt ist,10 (ob der) einer sein wird wie Du, o Mazda Ahura, wann der sein und wie er handeln wird.

(983, 797.)
10. D. i. der rechte Prophet, Zarathushtra.

17. Was ist das Größere? was der Anhänger des Asha oder was der Drug glaubt? Der Wissende soll dem Wissenden Kunde geben, nicht länger mehr soll der Nichtwissende bet&oum;ren. Sei uns, o Mazdah Ahura, Lehrer des guten Sinns.

(1361, 1316, 760, 982.)

18. Keiner von euch höre auf des Druggenossen9 Worte und Gebote; denn Haus und Dorf und Gau und Land bringt er in Elend und Verderben. So wehret ihnen denn mit der Waffe!

(1574, 752, 1628.)
9. Es sind hier bestimmte Persönlichkeiten gemeint, ein Prophet (Str. 15, 18) und ein Fürst (Str. 15), die der Lehre Zarathushtras feindlich gegenüberstehen; s. Anm. 10 und den Anhang unter Druggenosse.

19. Auf den soll man hören, der das Asha begriffen hat, auf den wissenden Heiler die Lebens,10 o Ahura, der nach Gefallen die Worte seiner Zunge zu bewahrheiten11 vermag, wann durch Dein rotes Feuer, o Mazdah, das Guthaben der beiden Parteien verteilt wird.

(285, 551 f., 1443.)
10. D. i. der rechte Prophet, Zarathushtra.
11. D. i. die jetzt gegebenen Versprechungen zu erfüllen.

20. Wer zum Ashaanhänger10 übergeht, fern wird dem künftig bleiben des Elends lange Dauer (und) der Finsternis, die üble Speise12 und das Weherufen.13 Zu solchem Leben (aber) wird euch, ihr Druggenossen, ob eurer Taten das eigene Ich führen.

(747, 333, 755, 168, 1042.)
12. Wie sie den Ungläubigen vorgesetzt wird; s. Y49.11.
13. Vgl. Y53.7.

21. Mazdah Ahura wird kraft seiner vollkommenen Selbstherrlichkeit die bestädige Gemeinschaft mit Harvatat und Amertatat und mit Asha, mit Xshathra, mit Vohu Manah dem gewähren, der im Geist und in Werken ihm Freund ist.

(1391, 1877, 1537.)

22. Klar ist das dem Verständigen als einem, der es in seinem Sinn begriffen hat. Er stützt das Asha samt dem guten Reich durch sein Reden und Tun. Er wird Dir, o Mazdah Ahura, der nützlichste Geselle sein.


(1314, 1763, 213.)

32.

[English]

1. (Zarathushtra spricht:) 'Und seine Seligkeit soll der Adelige zu erlangen streben, seine die Gemeinde samt dem Sodalen, seine, ihr Daeva, des Mazdah Ahura, in der Maße, wie ich sie sebe.'1 (Die Vertreter der Stände sprechen:) 'Als Deine Abgesandten wollen wir die fern halten, die Euch2 feind sind.'

(1545, 1859, 1125, 738.)
1. D. i. so wie ich es lehre.
2. Den Göttern.

2. Ihnen erteilte Mazda Ahura, der mit Vohu Manah einige, mit dem lichten Asha wohlbefreundete, durch Xshathra die Antwort: 'Für eure heilie, gute Frommergebenheit haben wir uns entschieden; sie soll unser sein!'

(1563, 1361.)

3. (Zaratushtra spricht:) 'Aber ihr seid dem schlechten Sinn entsprossen, ihr Daeva alle, und er,3 der euch hoch verehrt, und der Lüge und der Hoffart; desgleichen auch eure Taten, durch die ihr schon lang berüchtigt wurdet auf dem siebenten Kreis der Erde,

(45, 1164, 761.)
3. Der später (Strophe 12 ff.) genannte Grehma; s. die Inhaltsübersicht.

4. seitdem ihr das verfügt habt, daß die Menschen, die das Böseste tun, Lieblinge der Daeva's heißen sollen, die sich entfernen vom guten Denken, die von Mazda Ahura's Willen abgehen und vom heiligen Recht.

(1166, 672, 1581, 1055.)

5. Damit bringt ihr den Menschen um das gute Leben und die Unsterblichkeit, mit dem Tun, welches er3 und der böse Geist samt bösem Denken und bösem Reden euch, die Daeva, was er3 den Druggenossen gelehrt hat,4 um (den Menschen) zu verderben.

(1822, 550 f.)
4. Der Ausdruck ist nicht ganz genau. Der böse Geist soll als Verführer der Daeva's bezeichnet werden, Grehma als Verführer des 'Druggenossen,' womit ein den Hörern bekannter Fürst gemeint ist.

6. Die vielen Frevel, durch die er es erreicht hat, berüchtigt zu werden, — ob es durch sie so (werden wird):5 der Du (Jedermanns) Verdienst im Gedächtnis hast, o Ahura, Du weißt es durch den besten Sinn. In Deinem Reich wird Euer, o Mazdah, und des Asha Spruch (darüber) gefällt werden.

(1645 f., 1802, 722.)
5. Wie er es vorhat; s. Strophe 5.

7. Keine von diesen Freveln soll der Wissende verüben — in dem Verlangen nach der Erreichung des Gewinns, der, wie bekannt, durch das lohende Metall kund wird —, den Freveln, deren Ausgang Du, o Mazdah Ahura, am bestedn weißt.

(40, 608, 1529.)

8. Zu diesen Frevlern gehört, wie bekannt, auch Yima, der Sohn des Vivahvant, der, um die Menschen zufrieden zu stellen, den Unsrigen die Fleischstücke zu essen gab.6 Von ihnen werde ich, o Mazdah, künftig von Dir geschieden werden.

(1300, 1866, 1437.)
6. Yima (bei Firdausi Jamshed) ist, wie die Stelle zeigt, nach uralter iranischer Sage der mächtigste Fürst der Erde, der für die Dauer seiner Herrschaft seine Untertanen durch eine Fleischpeise unsterblich gemacht hat. Sein "Frevel," der sein Reich zusammenbrechen läßt, bestand nach dem jüngeren Awesta in 'lügnerischer unwahrer Rede,' nach Firdausi in Überhebung.

9. Der Irrlehrer macht die heiligen Worte zuschanden, er den Plan des Lebens mit seinen Lehren; er verhindert es, daß der Besitz des guten Sinns geschätzt wird. Diese Worte meines Geistes klage ich Euch, o Mazdah, und dem Asha.

(1150, 1263, 516.)

10. Der ist's, der die (heiligen) Worte zuschanden macht, der vom Rind und der Sonne7 als dem Bösesten spricht, was mit den Augen zu sehen sei, und der die Klugen zu Druggenossen macht, und der die Weideländer verwüstet, und der die Waffe wider den Ashaanhänger erhebt.

(1150, 1325, 732, 1346, 1345.)
7. Die mit Tieropfern zu Ehren des Haoma (s. Anm. 11) verbundenen orgiastischen Feste, auf die hier ebenso wie in Strophe 12 und 14 (s. Anm. 8, 11) angespielt wird, fanden jedenfalls, wie die Dionysien, die sich auch sonst wohl vergleichen lassen, zur Nachtzeit statt.

11. Die sind's, die das Leben zunichte machen, die Druggenossen, die angelegentlich darauf bedacht sind, die Hausfrauen und -herren um den Erwerb des Erbes zu bringen, indem sie, o Mazdah, die Ashaanhänger von dem besten Sinn abspenstig machen.

(1150, 76, 1518.)

12. Weil sie durch ihre Lehre die Menschen vom besten Tun abspenstig machen, so kündet ihnen Mazdah Böses an, (ihnen,) die das Leben des Rinds unter Freudengeschrei zugrunde richten,8 von denen Grehma und seine Anhänger dem Asha vorgezogen werden (und) der Karpan und die Herrschaft derer, die der Drug nachstreben.

(1517 f., 45, 1542, 530.)
8. Bei den in Anm. 7, 11 erwähnter Festen.

13. Weil (aber) Grehma zu den Reichen im Haus des schlechtesten Sinns gelangen wird und die Verderber dieses Lebens, o Mazdah, so werden sie jammern in dem Verlangen nach der Botschaft Deines Propheten, der es ihnen wehren wird, das Asha zu erschauen.9

(1771, 1147, 516, 697.)
9. Vgl. Y28.5.

14. Auf dessen Unterdrückung richten Grehma, richten auch die Kavay ihre Absichten und Kräfte schon lange, weil sie darauf ausgehen, dem Druggenossen10 zu helfen, und daß es heiße: das Rind ist zu töten, damit es den 'Todwehrer' zu helfen ansporne.11

(345, 1327, 603, 1549.)
10. D. i. Grehma.
11. 'Todwehrer' ist in jüngeren Awesta das stehende Beiwort des Haoma, der aus arischer Zeit stammenden Gottheit der Heil- und zauberkräftigen Haomapflanze und des daraus bereiteten Rauschtranks; vgl. den Soma der vedischen Mythologie. Gegen seinen Kult, in dem bacchantische Feste mit Tieropfern eine hervorragende Rolle spielten (s. Anm. 7), eifert der Prophet auch Y48.10.

15. Deshalb ist die Karpan- und Kavayschaft dem Untergang verfallen, durch die (gerade), die sie nicht nach Gefallen über ihr Leben schalten lassen wollen. Die werden, von den beiden hinweg, in das Haus des guten Sinns getragen werden.

(455, 611, 934.)

16. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .,12
der du, o Mazdah Ahura, die Macht hast über Jedweden, von dem mir Verderben droht, daß ich den Druggenossen Einhalt tue in ihren Gewalttätigkeiten gegen meine Lieben.


(1630, 551, 1800.)
12. Die erste Zeile der Strophe vermag ich nicht zu übersetzen; ich halte sie für verderbt. Über ihren vermutlichen Inhalt vgl. die Übersicht.

33.

[English]

1. Wie es den Gesetzen für das erste Leben gemäß ist, so wird der Richter in gerechtestem Tun gegen den Druggenossen verfahren und gegen den Ashaanhänger und gegen den, bei dem sich (zu gleichen Teilen) mischen, was falsch und was ihm recht ist.1

(1515, 1190.)
1. Der darum weder ins Paradies noch in die Hölle kommt, sondern in das für die 'Gemischten' — so heißen sie später — bestimmte Zwischenreich. Vgl. Y48.4 mit Anm.

2. Wer dem Druggenossen mit Worten oder mit Gedanken oder mit seiner Hände Werk Übles tut oder aber seinen Anhänger zum Guten bekehrt: die erfüllen den Willen des Mazdah ahura zu seinem Wohlgefallen.

(1685, 428, 1411.)

3.Wer dem Ashaanhänger wohl will — einer vom Adel oder aber aus der Gemeinde oder ein Sodale, o Ahura —, oder wer mit Eifer für das Rind sorgt: der wird (dereinst) auf der Weide des Asha und des Vohu Manah sein.

(1859, 794, 1414.)

4. Der ich durch mein Gebet von Dir, o Mazdah, den Ungehorsam und den bösen Sinn fernhalten will2 und vom Adel den Trotz und von der Gemeinde die Drug der Nachbarschaft3 und von dem Sodalen die Lästerer und von der Weide des Rinds des bösesten Walter;

(1277, 1425, 1038, 1135 f.)
2. Im Urtext 'der ich .. wegbeten will'. Das Gebet als Machtmittel.
3. D. i. die dem Glauben Zarathushtra's und seiner Gemeinde feindlichen Nachbarstämme.

5. der ich Deinen Sraosha als den allergrößten anrufen will bei der Vollendung, wenn ich zu dem langen Leben gelange, hin zu dem Reich des Vohu Manah, zu den geraden Wegen zu Asha hin, bei denen Mazdah Ahura wohnt;

(174, 71, 352 f.)

6. der ich, der Priester, durch Asha die rechten Pfade (kennen lernen), da ich nunmehr durch den bested Geist4 es kennen lernen will, die Landwirtschaft in jenem Sinn zu betätigen, in dem es gedacht ist: diese Deine beiden,5 o Mazdah Ahura, verlangt es mich zu erschauen und zu Rate zu ziehen.

(462, 700.)
4. Mit dem 'besten Geist' ist hier Vahishta Manah, der 'beste Sinn' gemeint; s. Anm. 5 und Y48.8, ferner Y34.2, 45.5.
5. Nämlich Asha und Vohu Manah (s. Note 4), die auch in den beiden folgenden Strophen nebem MAzdah genannt werden; vgl. Y28.5, 47.3.

7. Kommt her zu mir, Ihr Besten, her persönlich, o Mazdah, und in sichtbarer Gestalt, o Asha, Vohu Manah, auf daß man mich höre auch außer den Bündlern.6 Offenkundif sollen unter uns werden, deutlich die ehrerbietigen Pflichterfüllungen.

(499, 857, 1519.)
6. D. i. daß meine Lehre über den jetzigen Anhängerkreis hinaus Annahme finde.

8. Nehmt wahr meine Angelegenheiten, die ich betreibe, o Vohu Manah, mein an einen wie Ihr7 gerichtetes Gebet und, o Asha, die Worte meines Lobgesangs. Schenkt, o Harvatât und Amertatât, Euer beständig währendes Gut.8

(195, 1304, 1590, 386.)
7. 'Einer wie Ihr' dient stets als Umschreibung von Ihr, d.i. die Götter; s. zu Y29.11.
8. D. i. was die Götternamen besagen, Wohlfahrt und Unsterblichkeit; die Götter schenken sich selber. Das ist auc mit dem 'Wohlbehagen der beiden Genossen' in Strophe 9 und mit den 'Annehmlichkeiten des Lebens' in Strophe 10 gemeint.

9. Deinen Geist, o Mazdah, samt dem Wohlbehagen der beiden Genossen,9 die das (Reich des) Asha erhöhen, soll bei dem durch mich bewirkten Wandel (der Dinge) Vahishta Manah herbeiführen. Deren beider9 Unterstützung ist (uns) sicher, deren Seelen zusammenstimmen.

(1567, 1107, 1801.)
9. D. i. Harvatât und Ameretatât; s. Anm. 8.

10. Alle Annehmlichkeiten des Lebens,10 die Du hast, die da waren, und die da sind und die, o Mazdah, da sein werden: nach Deinem Gefallen teile sie aus. Durch Vohu-Manah erhöhe, durch Xshathra und Asha nach Wunsch den Leib.

(AirWb. 1821, 931, 924, 1337.)

11. ///

(.)

12.

(.)

13.

(.)

14.


(.)


(.)

34.

1.

(.)




Yasna Haptanghaiti (Yasna 35-42).

35.

1. Den asha-ehrwürdigen Ahura Mazdäh, den Ratav des Asha, verehren wir;
die gutherrschenden wohlmeinenden Amesha Spenta's verehren wir;
die gesamte geistige und stoffliche Schöpfung des Asaehrwürdigen verehren wir nach dem Brauch des guten Asha, nach dem Brauch der guten mazdayasnischen Religion.

Von Fritz Wolff, Avesta, die hieligen Bücher der Parsen, Strassburg, 1910.

2. Wir preisen (was von andern) gut gedacht (und) gut gesagt (ist) und die guten Werke, (die) hier und anderswo getan (werden) und getan worden (sind)1, wie wir (auch selber) uns eifrig um das Gute bemühen2.

1) 379.
2) 1035f.

3. Das wollen wir uns erwählen3, O Ahura Mazdäh (und) O schönes Asha, damit wir die (Werke) denken und sprechen und ausführen, welche unter den Werken, (die) es gibt4, für beide Welten5 die besten sind4.

3) 1361.
4) 268.
5) 576, 718.

4. Durch die (Aussicht auf die) Heimzahlungen für das beste Tun spornen wir an6, dem Vieh Frieden und Futter zu gewähren7, die belehrten und die unbelehrten, die herrschenden und die hörigen8.

6) 321.
7) 703.
8) s.88

5. Dem wahrlich, (der) die Herrschaft am besten führt, teilen wir die Herrschaft zu, die unser (Anliegen bildet9, und überweisen (sie ihm) und suchen (sie ihm) zu verschaffen10: dem Mazdäh Ahura und dem Asha Vahishta.

9) s. 88 No. 3.
10) 1820.

6. Und wie (einer) — Mann oder Weib — weiß (was) Recht (ist)11, so das (was) gut ist —: mit Eifer12 soll er es denn für seine Person betätigen und es denen zum Verständnis bringen13, die es so ausführen sollen, wie es (richtig) ist.

11) 1761.
12) 321.
13) 1343.

7. Denn euch, dem Ahura Mazdäh, Verehrung und Preis (zu spenden) und Futter dem Vieh, halten wir für das Beste. Wir wollen es für euch betätigen und es (andern) zum Verständnis bringen, so gut wir können14.

14) 26.

8. In der Genossenschaft des Asha, in der Gemeinde des Asha15 zahl dann jedem der Seienden16 mit der besten Erquickung für beide Welten heim17.

15) 1564.
16) 268.
17) 718.

9. Diese offenbarten Worte, O Ahura Mazdäh, wollen wir mit (immer) besserem Bedenken des Asha verkünden18; dich [Zarathushtra] aber bestellen wir als deren Einschärfer und Lehrer19.

18) 1134.
19) 841.

10. Und um des Asha willen und des Vohu Manah und des guten Xsathra: Lobgesänge (häufen wir) nunmehr, O Ahura, auf Lobgesänge, Sprüche nun auf Sprüche, Gebete nun auf Gebete.20
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden21 ...

20) 88 u. No. 2.
21) = Y27.15.

36.

1. Mittelst der Tätigkeit des Feuers hier nahen wir uns dir zuerst, O Mazdäh Ahura, mittelst deines heiligsten Geistes dir1, der du auch Schmerz (bereitest) dem, dem du Schmerz (zu bereiten) vorhast2.

1) 315.
2) 51.

2. Als wonnigster komm dú uns ... 3, O Atar, (Sohn) des Mazdäh Ahura, mit der Wonne des wonnigsten entgegen 4;
mit der Verehrung des ehrerbietigsten komm uns zu der größten der Entscheidungen entgegen.

3) yâtâyâ?
4) 1545.

3. Als Feuer bist du die Freude des Mazdäh Ahura, als heiligster Geist bist du seine Freude5. Welcher deiner Namen der förderlichste (ist)6, O Atar, (Sohn) des Mazdäh Ahura, mit dem (auf den Lippen) wollen wir uns dir nahen.

5) 1427.
6) 1417.

4. Mit gutem Denken wollen wir dir, mit guter Ashagerechtigkeit dir, mit Werken und Reden der guten Lehre dir nahen.

5. Wir huldigen, wir danken dir, O Mazdäh Ahura 7. Mit allen guten Gedanken, mit allen guten Worten, mit allen guten Taten wollen wir dir nahen.

7) 375.

6. Die schönste Gestalt unter den Gestalten sprechen wir dir zu8, O Mazdäh Ahura: das Licht hier (und) jenes Höchste unter den Hohen dort, was Sonne heißt9.
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden10 ...

8) 1317.
9) 163.
10) = Y27.15.

37.1

1. So wollen wir denn den Ahura Mazdäh,
der das Rind und das Asha schuf,
die Wasser und die guten Pflanzen schuf,
das Licht und die Erde und alles Gute schuf,

1) = Y5.

2. wegen seiner Herrschgewalt und Größe und (seiner) schönen Werke verehren2.
Ihn also wollen wir mit der Auslese der Gebete3 (derer) verehren, die es mit dem Rind halten4.

2) 1847.
3) 1270.
4) 1706.

3. Ihn also wollen wir mit dem von Ahura stammenden, dem Mazdäh wohlgefälligen heiligsten Namen verehren5;
ihn wollen wir mit unserm Leib und Leben verehren;
ihn (und) die Fravashay's der ashagläubigen Männer und Frauen wollen wir verehren.

5) 1162.

4. Den Asha Vahishta wollen wir verehren, den schönsten Spenta Amesha, ihn den lichten, ihn den alles gute gewährenden.

5. Den Vohu Manah und den Vohu Xshathra und die gute Wesenheit und die gute Vergeltung und die gute Frommergebenheit wollen wir verehren.
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden6 ...

6) = Y27.15.

38.

1. So verehren wir samt den (Götter)frauen die Erde hier, die uns trägt;
und (sie), die deine Frauen (sind), Ahura Mazdäh, die durch Asha trefflichen, die verehren wir:

2. den Glaubenseifer, die Rührigkeit, das Sichberatenlassen (und) die Frommergebenheit1, samt ihnen die gute Vergeltung2, den guten Wunsch, die gute Fülle, den guten Ruf, die gute Üppigkeit verehren wir.

1) 335.
2) 5.

3. Wir verehren die hervorquellenden und (dann) sich zusammenfindenden (und dann) fortfließenden Wasser3, die von Ahura stammenden des Ahura, die wohlwirkenden, und euch, (die ihr) leicht zu passieren (seid), und (die, worin) es sich gut schwimmen und gut baden (läßt): das Geschenk für beide Welten4.

3) 1104.
4) 576.

4. So, mit den (genannten) Namen, die euch, ihr guten (Wasser), Ahura Mazdäh gab5, als (er), der Schenker des Guten6, euch schuf, mit denen verehren wir euch, mit denen werben wir um (eure) Gunst, mit denen huldigen wir, mit denen danken wir (euch).

5) 387.
6) 1349.

5. Und euch, Wasser, rufen wir an als die trächtigen und euch als die Mutter(kühe und) euch als die melken Kühe, (die) für den Armen sorgen, die alltränkenden7, besten (und) schönsten;

herab (rufen wir euch), ihr guten, mittelst der langarmigen Opferspende8, (die ihr) im Unglück Vergeltung übend Abhilfe schafft9, ihr lebendigen Mütter.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden10 ...

7) 49.
8) 695.
9) 834.
10) = Y27.15.

39.

1. So verehren wir denn den Geush Urvan und den (Geush) Tashan; unsere Seelen und (die) der Haustiere, die uns nähren1, für welche diese [wir] und welche für diese [uns] da sind2.

1) 880, 297.
2) 300.

2. Und die Seelen der nützlichen wilden Tiere3 verehren wir.
So verehren wir die Seelen der beliebig wo geborenen ashagläubigen Männer und Frauen, deren beßeres Ich den Sieg davonträgt oder davontragen wird oder davongetragen hat4.

3) 61.
4) 1351.

3. So verehren wir denn die guten (Götter) und guten (Göttinnen), die immer lebenden, immer gedeihenden Spenta Amesha's, (die männlichen), die zum guten Sinn halten5, und (die weiblichen), die ebenso (tun)6.

5) 1706.
6) 387.

4. Wie du, du Ahura Mazdäh , es dachtest und sagtest und betätigtest und vollführtest, nämlich das Gute, so weihen wir (es) dir, so eignen wir (es dir) zu, so verehren wir dich damit, so huldigen wir (dir), so danken wir dir (damit), Mazdäh Ahura.

5. Mit des guten Zugehörigen Zugehörigkeit an das gute Asha, an die gute Vergeltung, an die gute Frommergebenheit nahen wir dir.7

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden8 ...

7) 1859.
8) = Y27.15.

40.

1. Bei diesen Heimzahlungen jetzt1, O Mazdäh Ahura, gedenk (dessen) und erfülle (es), was unser Anliegen bildet, durch deine Gewährung2 (dessen), was du den Daena's als den meinesgleichen gehörigen Lohn bestimmt hast3, O Mazdäh Ahura.

1) 3.
2) 537.
3) 1141.

2. Diesen (Lohn) verschaff du uns für das Leben hier und für das geistige4 (Leben); dazu (verschaff) ihn, daß wir dazu gelangen, zur Gemeinschaft mit dir und dem Asha für alle Zeit5.

4) 1.
5) 1746.

3. Mach, O Mazdäh Ahura,

(daß) die Ritter an das Asha glauben (und) nach dem Asha verlangen,

(daß) die Bauern tüchtig (werden) zu dauernder eifervoller fester Genoßenschaft:

für uns (aber) [die Priester], (daß sie beide) uns treu ergeben (seien).6

6) 298.

4. Auf diese Weise mögen der Adel, auf diese Weise die Bauernschaften, auf diese Weise die Sodalitäten, mit denen wir vereint sind7, (euch Anlaß) sein, und auf diese Weise möchten wir (alle), O Mazdäh Ahura, als Ashagläubige (und) Gerechte euch (Anlaß) sein: (uns) zu schenken, (was) wir wünschen8.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden9 ...

7) 1746.
8) 1520.
9) = Y27.15.

41.

1. Lobgesänge Lieder (und) Preisungen widmen wir und eignen wir zu und weihen wir dem Ahura Mazdäh und dem Asha Vahishta.

2. Deines guten Reiches, O Mazdäh Ahura, mögen wir für alle Zeit teilhaftig werden. Ein guter Herrscher möge über uns — Mann oder Weib — in beiden Welten die Herrschaft führen1, O Gütigster unter den Seienden.

1) 1819.

3. Als den segensreichen setzen wir dich ein, als den erfolgreichen2, von Asha begleiteten Yazata. So mögest du uns denn in beiden Welten Leben und Leibhaftigkeit3 sein4, O Gütigster unter den Seienden.

2) 1833.
3) sva. "leibhaftiges Leben".
4) 214.

4. Verdienen möchten wir uns und gewinnen deine langdauernde Unterstützung5, O Mazdäh Ahura; wirksam möchten wir durch dich werden und mächtig6. Und Unterstützung mögest du uns lange und nach Wunsch gewähren, O Gütigster unter den Seienden.

5) 1795.
6) 214.

5. Deine Lobredner und Propheten, O Ahura Mazdäh, heißen wir und wollen wir (sein)7, und (als solche) stellen wir uns bereit (für das), was du den Daena's als den meinesgleichen gehörigen Lohn bestimmt hast8, O Mazdäh Ahura.

7) 1382.
8) 928.

6. Diesen (Lohn) verschaff du uns für das Leben hier und für das geistige9 (Leben); dazu (verschaff) ihn, daß wir dazu gelangen, zur Vereinigung mit dir und dem Asha für alle Zeit10.

9) 1.
10. 1564.

7. Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden11 ...

Wir preisen (was von andern) gut gedachte)12 ...

Wie der beste Oberherr13 ...

Asha ist das beste Gut14 ...

11) = Y27.15.
12) = Y35.2.
13) = Y27.13.
14) = Y27.14.

8. Den gewaltigen as a heiligen Yasna Haptanhatay, den Ratav des Asha, verehren wir.

Wen &mdash und welche (Frauen) — unter den Seienden15 ...

15) = Y27.15.

42.

1. Wir weihen euch, O Amesha Spenta's, die Bestandteile des Yasna Haptanhatay.

Die Wasserquellen verehren wir, und die Wasserfurten verehren wir; die Gablungen der Wege verehren wir, und die Kreuzungen der Wege verehren wir.

2. Die Berge, (auf denen) sich Wasserläufe befinden, verehren wir;
und die Seen, (die) Wasserbecken bilden, verehren wir;
und die nutzbringenden Getreidefelder verehren wir;
die beiden, den Hüter und den Schöpfer1, verehren wir;
Mazdah und Zarathushtra verehren wir.

1) 888.

3. Die Erde und den Himmel verehren wir;
und den kühnen mazdähgeschaffenen Wind verehren wir;
und den Gipfel des Haraiti-Gebirges verehren wir;
die Erde und alles Gute verehren wir.

4. Den guten Sinn und die Seelen der Ashagläubigen verehren wir;
den [Fisch] Väsî, ihn den ... 2, verehren wir;
und den [Esel] Xara, ihn den ashaheiligen, verehren wir, der mitten im Meer Vouru.kasha steht;
das Meer Vourukasha verehren wir.

2) panchâ.sadvarâ- "der fünfzig Tore hat"?

5. Und den goldfarbenen hochgewachsenen Haoma verehren wir,
den die Lebewesen fördernden Haoma, den ... 3 verehren wir,
den Todwehrer Haoma verehren wir.

3) frâshmay-?

6. Das Vorwärtsfließen der Wasser verehren wir, und das Vorwärtsfliegen der Vögel verehren wir;
und die Rückkehr der Priester verehren wir, die fernhin (zu denen) gehen, (die) in den (andern) Ländern das Asha suchen4.

Und alle Amesha Spenta's verehren wir.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden5 ...

4) 258 f.
5) = Y27.15.

Yasna 43-51: siehe Bartholomae, Gatha's.


52.

1. Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht6 ...

(Was) gut und (was noch) beßer (ist, das) wünsche ich7 für die gesamte Schöpfung des a saehrwürdigon, (die jetzt) da ist und (jetzt) ins Dasein tritt und künftig ins Dasein treten wird.

Die ...8 Ashay, (die) eine langdauernde Wehr bietet, ...9, die gern beistehende, ...9, (die) die Hoffnung erfüllt,

Tr. Wolff.
6) = Y27.13.
7) 1406.
8) râsaintîm?
9) mishâchim?

2. (Ashay, die) alle Heilmittel der Wasser und der Tiere und der Pflanzen besitzt10, (die) alle Anfeindungen der Daeva's und Menschen überwindet, (die) auf dies (unser) Haus und auf diesen (unsern) Hausherrn des Hauses mißgünstig (sind),

10) 934.

3. die guten Heimzahlnngen und die guten Belohnungen, die voranstehenden besseren (und) die folgenden ...1, (die) langdauernde Wehr bieten, --- ----2, auf daß uns die größten und besten und schönsten Belohnungen zuteil werden.

1) râsaintîsh?
2) das Verbum in § 1-3?

4. Wir wollen die Amesha Spanta's verehren und preisen und befriedigen und loben, (damit sie)
dies (unser) Haus erhöhen,
die gesamte Schöpfung des Ashaehrwürdigen erhöhen,
die gesamte Schöpfung des °Ruchlosen unterdrücken;
(den Ahura) `lobend, o &Asha, der es wohlmeint mit den Seienden'3.

3) Aus Y45.6; 1824.

5. Unbeschränkt und nach Wunsch mögest du, Ahura Mazdäh, über deine Geschöpfe herrschen:

unbeschränkt über die Wasser, unbeschränkt über die Pflanzen, unbe­schränkt über alles Gute, (das) im Asha seinen Ursprung (hat).

Zu einem gebietenden machet den Ashagläubigen,

zu einem ohnmächtigen den Druggläubigen.

6. Frei möge der Ashagläubige sein;

unfrei möge der Druggläubige sein, gewichen, unterdrückt, weggebracht4 von der Schöpfung des heiligen Geistes, gefangen, unfrei.

4) 1105.

7. Soll Ich nun, der Zarathushtra, die Obersten der Häuser und der Dörfer und der Gaue und der Länder antreiben5, zu denken und zu reden und zu handeln gemäß dieser (unserer) Religion, die die ahurische, zarathushtrische (ist)?

5) 1740.

8. Freiheit und Wohlbehagen wünsche ich der gesamten Schöpfung des Ashaehrwürdigen ;

Gefangenschaft und Mißbehagen wünsche ich der gesamten Schöpfung des o Ruchlosen.


53.

1. Zarathushtra spricht:) 'Das beste Gut, das man kennt, ist das des Zarathushtra Spitama1: daß ihm nämlich2 Mazdah Ahura durch Asha die Herrlichkeiten verleihen wird, seliges Leben für alle Zeit. (So) auch denen, die seiner guten Religion Worte und Werke üben und merken.

Tr. Bartholomae, Gatha's.
AiB 377, 1847, 680.
1. Der Propher sprich in den Gatha durchweg von sich in der dritten Person.
2. D. h. das Gut besteht darin, daß ihm ...

2. Und es sollen sich Gedanken, Worten und Taten gern um seine3 Zufriedenstellung bemühen — (ihm) dem Mazdah zum Preis — und um seine3 Verehrung Kavay Vishtaspa und der Zarathushtrasohn,4 der Spitama, und Frashaoshtra, die geraden Pfade bereitend der Religion5 des Helfers, die Ahura gestiftet hat.

559, 1624, 724.
3. Des Mazdah.
4. Nämlich Isatvastra, wie wir aus andern Texten wissen.
5. Vgl. Y46.4.

3. Und den hier, o Poruchista, von Haechataspa, von spitama entsprossene, du jüngste von Zarathushtra's Töchtern, hat er6 Dir bestimmt als Einschärfer des Bunds mit Vohu Manah, Asha und Mazdah. so geh denn mit deinem Verstand zu Rate; in guter Einsicht übe der Frommergebenheit heiligste Werke!'

1728, 840 f., 1000, 1825.
6. Zarathushtra; s. Anm. I.

4. (Jamaspa spricht:) 'Die hier will ich mit Eifer zum Glauben bekehren, daß sie fromm dem Vater diene und dem Gatten, den Bauern und dem Adel, die gläubige den gläubigen. Des guten Sinnes herrlichen Gewinn ...7 soll Mazdah Ahura ihrem guten Ich verleihen8 für alle Zeit.'

1362, 1416, 1768, 1265.
7. In der Übersetzung ist ein verderbtes Wort des Textes ausgelasse.
8. Vgl. Y51.17.

5. (Zarathushtra spricht:) 'Lehren künd ich den heiratenden Mädchen und euch,9 mahnend. Prägt sie euch ins Gedächtnis und lernt sie im Innern begreifen in eifriger Bemühung um das Leben des guten Sinns. Einer von euch soll den andern in gerechte, Tun zu übertreffen suchen; denn das wird ihm guten Gewinn verschaffen.

1345, 1136, 96, 136, 1839.
9. D. i. den Bräutigamen.

6. So ist es in der Tat, ihr Männer und ihr Frauen! Welch Glück ihr bei dem Anhänger der Drug erblickt, [...]10 das wird [...]10 von seiner Person weggenommen.11 Den Wehe! rufenden12 üble Speise13 (vorgesetzt), das Paradies (aber) geht ihnen verloren, den Druggenossen, die das Recht mißachten. Auf solche Weise14 zerstört ihr euch das geistige Leben.

1761, 64, 1614, 1289, 1359, 1145.
10. D. i. die überlieferte Text zeigt hier ein paar unverständliche Wörter, die im Urtext nicht gestanden haben können.
11. Vgl. Y30.10.
12. Vgl. Y31.20.
13. Vgl. Y49.11.
14. D. i. wenn ihr so wie sie handelt.

7. Und es wird euch der Lohn dieses Bundes werden, — sofern der gläubigste Eifer euch in Fleisch und Blut sitzt. — dort, wo sich zur Seite und Nieder duckend der Geist des Druggenossen der Vernichtung anheim fallen wird. Scheidet ihr euch (aber) vom Bund, so wird wehe!12 euer Wort am Ende der Dinge sein.

1188, 344, 1192, 1056, 1688, 1359.

8. Also: Deren Tun übel ist, die sollen die betrogenen sein, und dem Verderben preisgegeben sollen sie alle aufschreien. Durch gute Herrscher soll er Mord und Blutbad (unter ihnen anrichten) und (so) Frieden vor ihnen schaffen den frohen Dörfern. Qual soll er über sie bringen, er, der der größte ist,15 samt der Fessel des Todes; und alsbald soll es geschehen!

681, 534, 607 f., 764, 1177.
15. D. i. Mazdah; vgl. Y45.6.

9. Dem Mißgläubigen gehört der Ort der Verwesung zu. Sie, die darauf ausgehen, die Würdigen16 herabzusetzen, die Mißächter des heiligen Rechts, die ihren Leib verwirkt haben —: wo ist der des Rechtes wahrende Gerichtsherr, der sie des Lebens und der Freiheit beraube? Dein, o Mazdah, ist die Macht, durch die du dem rechtlebenden Armen das bessere Los schaffen kannst.'

1521 f., 34, 293, 1106, 777 f.
16. D. i. die Gläubigen; vgl. Y28.10.

54.

Tr. Wolff.

1. Her komme der liebe Airyaman zur Unterstützung zu den Männern und Frauen des Zarathushtra, zur Unterstützung des guten Sinns.6

Welches Ich den köstlichen Lohn verdient, (dem) erbitte ich den Preis der Gerechtigkeit7, den begehrenswerten8, welchen Ahura Mazdäh zuteilen wird9.

Asha ist das beste Gut10...

6. 199.
7. 1288.
8. 378.
9. 1113.
10. = Y27.14.

2. Das Airyaman-ishya (Gebet) verehren wir, das mächtige, siegreiche, gegen die Anfeindungen (der Daeva's) gerichtete, den größten unter den Sprüchen des Asha;
die heiligen, als Ratav's herrschenden, ashaheiligen Gathaauml;eä's verehren wir;
die Staota Yesnya's verehren wir, `wie es den Gesetzen für das erste Leben (gemäß ist)'1.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden2 ...

1. Aus Y33.1; 1515.
2. = Y27.15.

55.

1. Alles Hab und Gut und (unsere) Leiber und den Knochenbau und die Lebenskräfte und die Körper und die (Körper)kräfte und das Wahr­nehmungsvermögen und die Seele und die Fravasay widmen und weihen wir.

So weihen wir denn dies (alles) den heiligen, als Ratav's herrschenden, ashaheiligen Gatha's.

2. (Die) Gatha's, welche uns Obhut und Schutz gewähren und die Nahrung des Geistes bilden, welche für unsere Seele beides sind, Nahrung und Kleidung3:

diese Gatha's gewähren uns Obhut und Schutz und bilden die Nahrung des Geistes; diese sind für unsere Seele beides, Nahrung und Kleidung; diese mögen uns guten Lohn, reichen Lohn, den Lohn der Gerechtigkeit eintragen für das künftige Leben4, nach der Trennung von Leib und Wahrnehmungsvermögen.

3. 1868.
4. 1834 f.

3. Sie, die Staota Yesnya's, sollen sich bei uns einstellen,
sie mit der Kraft, sie mit dem Sieg;
sie mit der Gesundheit. sie mit der Heilkraft;
sie mit dem Gedeihen, sie mit dem Wachstum;
sie mit der Seligkeit, sie mit der Hilfleistung;
sie mit dem Wohlwollen, sie mit dem Besitz des (höchsten) Anrechts;
sie mit der Freigebigkeit, sie mit der Mildtätigkeit:

wie sie ja Mazdäh, er, der gewaltigste, sieghafte, Hab und Gut fördernde, geschaffen hat, um die Welt des Asha zu schützen5, um zu wachen über die Welt des Asha, über die, (die) den Nutzen bekommen, und (die) ihn schaffen werden6, und über die gesamte Schöpfung des Ashaehrwürdigen.

5. 1246.
6. 1561.

4. Jeden Ashagläubigen, (der) sich mit diesem an die Ratav's zu ihrer Befriedigung gerichteten Gebet, Abbitte für sich leistend, einstellt, sollst du aufnehmen in Humata und Hüxta und Hvarshta7.

7. 1851.

5. Den Asha und den Vohu Manah verehren wir;
die heiligen, als Ratav's herrschenden, ashaheiligen Gatha's verehren wir.

6. Die Staota Yesnya's verehren wir, `wie es den Gesetzen für das erste Leben (gemäß ist)'8, (sie die) in Gedanken wiederholt, verrichtet, gelernt, gelehrt, fest behalten, betätigt, ins Gedächtnis zurückgerufen, aufgesagt (und) gebetet (werden): (sie, die) `die Menschheit nach (ihrem) Willen tauglich machen' 9.

8. Aus Y33.1; 1515.
9. Nach Y34.15; 1006.

7. Das Stück die Staota Yesnya's10 verehren wir; wir preisen das laute und das leise Aufsagen und das Absingen und die Weihe der Staota Yesnya's.

Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden11 ...

10. 922.
11. = Y27.15.

56.

1. Gehorsamer Sinn soll hier bereit sein zur Verehrung des Ahura Mazdah,4 des gewaltigsten ashaehrwürdigen, der von uns verehrt (wird),5 wie am Anfang so auch am Ende.6

So soll sich hier der Gehorsam einstellen7 zur Verehrung des Ahura Mazdah, des gewaltigsten ashaehrwürdigen, der von uns verehrt (wird).

4. 1634.
5. 1275 f.
6. 407.
7. 172.

2. Gehorsamer Sinn soll hier bereit sein zur Verehrung4 der guten Wasser und der Fravashay's der Ashagläubigen, die von unseren Seelen verehrt (werden), wie am Anfang so auch am Ende.6

So soll sich hier der Gehorsam einstellen7 zur Verehrung der guten Wasser und der Fravashay's der Ashagläubigen, die von unseren Seelen verehrt (werden).

3. Gehorsamer Sinn, der gute, soll hier bereit sein zur Verehrung4 der guten Wasser, der guten, und der gutherrschenden wohlmeinenden und guten Amesha Spenta's und zur Verehrung des guten Loses, das uns, als der Gerechtigkeit zufallend, verbürgt ist und zuteil werden wird.8

Und der gute, die Belohnungen verschaffende Sraosha soll sich hier zur Verehrung der guten Wasser einstellen, wie am Anfang so auch am Ende.6

8. 184.

4. So soll sich hier der Gehorsam, der gute, einstellen zur Verehrung der guten Wasser, der guten, und der gutherrschenden wohlmeinenden und guten Amesha Spenta’s und zur Verehrung des guten Loses, das uns, als der Gerechtigkeit zufallend, verbürgt ist und zuteil werden wird 8.

Und der gute, die Belohnungen verschaffende Sraosha soll sich hier zur Verehrung der guten Wasser einstellen.

5. Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht 9 ...
Asha ist das beste Gut10 ...
Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen, Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha, verehren wir.
Wen – und welche (Frauen) – unter den Seienden 3

9. = Y27.13.
10. = Y27.14.

57.

1. Asha ist das beste Gut1 ...
Unter Zufriedenstellung will ich den ashafrommen heldenhaften Sraosha, (der) das heilige Wort in sich aufgenommen (hat), das starke Holz schwingt, den ahurischen, verehren und preisen und befriedigen und loben.
"Wie der beste Oberherr"2 soll mir der Zaotar aufsagen,
"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht"2 soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

1. = Y27.14.
2. s. Y27.13.

I.

2. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen, Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha, verehren wir,
der als erster der Schöpfung des Mazdah bei gespreitetem Baresman:
das Gebet an Ahura Mazdah sprach,
das Gebet an die Amesha Spenta's sprach,3 das Gebet an den Hüter und den Schöpfer sprach, die beide alle Wesen schufen.4

3. 1275.
4. 888 f.

3. Ob seiner Pracht5 und Herrlichkeit, wegen seiner Kraft und Wehrhaftigkeit, wegen seiner Verehrung der Yazata's6 will ich ihn mit hörbarem Gebet (und) mit Zaothra's verehren, den ashafrommen Sraosha und die gute hohe Ashay und den schöngewachsenen Nairyô-sangha. Her zu uns möge der siegreiche asha fromme Sraosha zu helfen kommen.

5. 5.
6. 1270.

4. Den ashafrommen Sraosha verehren wir;
den hohen Ratav, ihn den Ahura Mazdah, verehren wir, der der höchste an Ashagerechtigkeit, der am weitesten in der Ashagerechtigkeit gekommen (ist);
alle zarathushtrischen Lehren verehren wir;
und alle gutgetanen Werke verehren wir, (die schon) getan (sind) und (die erst) getan werden.
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden7 ...

7. = Y27.15.

II.

5. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen, Hab und Gut fördernden (ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir;

6. der zuerst als Baresman spreitete: drei Zweige und fünf Zweige8 und sieben Zweige und neun Zweige, bis zum Knie9 und bis zur Mitte des Beins reichende10 (Zweige), um die Amesha Spenta's zu verehren und zu preisen und zu befriedigen und zu loben. — Ob seiner Pracht1 . . .

8. 809.
9. 311.
10. 1117.
1. = Y57.3-4.

III.

7. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir;

8. der zuerst sie, die fünf Gatha's des ashagläubigen Spitama Zarathushtra, verszeilen-, strophenweise2 samt der Auslegung (und) samt den Antworten aufgesagt hat,
um die Amesha Spenta's zu verehren und zu preisen und zu befriedigen und zu loben. — Ob seiner Pracht1 . . .

1. = Y57.3-4.
2. 103.

IV.

9. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir;

10. der dem armen (Mann) und der armen (Frau) ein mächtiges Haus nach Sonnenuntergang zimmert;
der dem Aeshma mit niederschmetternder Waffe eine über und über blutige Wunde schlägt und (ihn) dann auf seinen oKopf schlagend zurücktreib,3 wie 'der starke den schwächeren'.4 — Ob seiner Pracht1 . . .

3. 1875.
4. Aus Y34.8; 1062.

V.

11. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir, den heldenhaften schnellen kraftvollen kühnen gewaltigen, (der) von hoher Einsicht (ist);

12. der aus allen Schlachten siegreich5 zur Versammlung der Amesha Spenta's heimkehrt.6 — Ob seiner Pracht 1 . . . VI.

5. 201.
6. 1477.

VI.

13. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir:
den stärksten der jungen (Helden),
den tapfersten der jungen (Helden),
den rührigsten der jungen (Helden),
den schnellsten der jungen (Helden),
(der) in der Ferne am meisten unter den jungen (Helden) gefürchtet (wird). Befleißigt euch, o Mazdahanbeter, der Verehrung des ashafrommen Sraosha!

14. Weit weg von diesem Haus,
weit weg von dieser Gemeinde,
weit weg von diesem Gau,
weit weg von diesem Lande
gehen1 die schlimmen Nöte, die überschwemmungen, in dessen Haus2 der ashafromme siegreiche Sraosha und der ashagläubige Mann,
(bei dem) die guten Gedanken überwiegen,
die guten Reden überwiegen,
die guten Taten überwiegen,
zufriedengestellt (und) gut aufgenommen ist. — Üb seiner Pracht3 ...

1. 750, 148.
2. 9.
3. = Y57.3-4.

VII.

15. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir,
der der Überwind er (ist) des mit der Kayadha4-Sünde behafteten (Mannes),
der der Überwinder (ist) des mit der Kâidhya4-Sünde behafteten (Weibes);
der der Schläger (ist) der daevischen, sehr starken Drug, (die) das (andere) Leben ozerstört;
der der Wächter (ist) und Beaufsichtiger für das Gedeihen5 der gesamten Menschheit;

4. ?.
5. ?.

16. der nie einschlafend wachsam des Mazdah Schöpfung behütet,
der nie einschlafend wachsam des Mazdah Schöpfung bewacht,
der die gesamte stoffliche Welt nach Sonnenuntergang mit hochgehobener Waffe6 behütet;

6. 350.

17. der nicht (mehr) geschlafen hat, seitdem7 die beiden Geister — er, der heilige Geist, und er, der böse, — die Schöpfung schufen,
der (vielmehr), alles was zum Asha gehört bewachend, alle Tage und Nächte mit den mâzanischen Daeva's kämpft;

7. 1862.

18. ér flieht nicht, erschreckt (und) aus Angst,8 vor den Daeva's; vor ihm fliehen widerwillig erschreckt alle Daeva's, erschreckt olaufen sie ins Dunkel.9 — Üb seiner Pracht3 ...

8. 793.
9/ 649.

VIII.

19. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir,
dem Haoma, der ... 10, der heiltätige schöne gebieterische, mit den goldfarbenen Augen auf der höchsten Höhe, auf dem Haraiti-Gebirge opferte,

10. frâshmay- ?

20. (der) gute schützende, rings erklingende Worte spricht (und) das allseitige, das verständnisreiche Wissen und den Inbegriff des heiligen Worts in in Besitz hat. — Ob seiner Pracht3 ...

IX.

21. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehreu wir,
dessen sieghaftes tausendsäuliges Haus auf der höchsten Höhe, auf dem Haraiti-Gebirge erbaut (ist): innen eigenlichtig, außen sternengeschmückt;1

1. 1855.

22. dem der Ahuna Vairya als siegreiche Waffe diente2 und der Yasna Haptanhâtay und der Fsûshô Manthra, er, der sieghafte, und alle Yenghe-hâam-Rezitationen.3 — Ob seiner Pracht4 ...

2. 1326.
3. 1273.
4. = Y57.3-4.

X.

23. Sraosha, den ashafrommen schön gewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir,
durch des Kraft und Wehrhaftigkeit und Wohlvertrautheit und Wissen die Amesha Spenta’s zu der sieben Teile umfassenden Erde herabkamen;
der der Religion Religions-Unterweiser (ist);

24. (der) unbeschränkt einherschreitet hin zu ihr, der stofflichen Welt.

Zu dieser Religion bekannte sich der ashaehrwürdige Ahura Mazdah, dazu Vohu Manah, dazu Asha Vahishta, dazu Xshathra Vairya, dazu die heilige Armatay, dazu Haurvatât, dazu Ameretatât, dazu (bekannte sich) die an Ahura gerichtete Frage, dazu die von Ahura erteilte Belehrung.

25. So mögest du denn für beiderlei Leben,5 für beiderlei Leben uns Schutz gewähren, o du ashafrommer schön gewachsener Sraosha, für dieses, das irdische Leben, und (für jenes), das das geistige ist:6
vor dem druggläubigen Verderben,
vor dem druggläubigen Aesma,
vor den druggläubigen ° Heerscharen, die das blutige Banner führen,
vor den ° Anstürmen des Aesma, die der arglistige Aeshma samt dem daevageschaffenen Vidhâtav ° veranstaltet.

5. 106.
6. 1218.

26. So mögest Du denn, o ashafrommer schöngewachsener Sraosha unsern Gespannen Kraft, (unsern) Leibern Gesundheit7 verleihen8, (daß wir) die Feinde auf weit hinaus erspähen, die Gegner abwehren, die feindseligen hassenden Widersacher auf einen Schlag besiegen.9. —
Ob seiner Pracht4 ...

7. 635.
8. 56.
9. 902.

XI.

27. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir, den vier weiße lichte strahlende heilige kundige schattenlose, durch die Luft fliegende Renner ziehen; ihre hörnernen Hufe (sind) mit Gold ausgelegt.1

1. 796.

28. Die beiden (Zugtiere sind)
rascher als (ebensoviel) Rosse,
rascher als (ebensoviel) Winde,2
rascher als (ebensoviel) Regengüsse,
rascher als (ebensoviel) Wolken,
rascher als ein paar fliegende Vögel,3
rascher als ein paar gutgeschossener (Pfeile);4

2. 342; eben war von vieren (!) die Rede.
3. 821.
4. 1852; wörtlich "als ein paar (Pfeile, die) als gut geschossene geschossen (werden)".

29. welche all die einholen,5 denen sie von hinten her (verfolgend) nachjagen;6 nicht (aber) werden sie (selber) von hinten her eingeholt,5 die, ihn den guten ashafrommen Sraosha ziehend, mit beiden Waffen7 herzukommen.
Auch wenn (er) im östlichen Indien (ist), er packt (ihn);
auch wenn (er) im westlichen (ist), er schlägt (ihn) nieder.8. —
Ob seiner Pracht9 ...

5. 71.
6. 1407.
7. ?.
8. 1814.
9. = Y57.3-4.

XII.

30. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Rata v des Asha), verehren wir,
der sich hochgewachsen hoch gegürtet zu den Geschöpfen des Mazdah hinsetz;10

10. 1754.

31. der dreimal jeden Tages und jeder Nacht zu diesem Erdteil, dem strahlenden Xwaniratha, herzufährt, die scharfschneidige Waffe, (deren) Anprall gewaltig ist, in der Hand haltend gegen den °Kopf der Daeva’s:

32. um den °ruchlosen Angra Mainyav (nieder)zuschlagen,
um den das blutige Holz schwingenden Aeshma (nieder)zuschlagen,
um die mâzanischen Daeva's (nieder)zuschlagen,
um alle Daeva's (nieder)zuschlagen. —
Ob seiner Pracht9 ...

XIII.

33. Sraosha, den ashafrommen schöngewachsenen siegreichen (Hab und Gut fördernden, ashaheiligen, den Ratav des Asha), verehren wir.

Hier und nicht hier, hier und über diese ganze Erde hin verehren wir alle siegenden Siege11 des ashafrommen Sraosha, des heldenhaften, (der) das heilige Wort in sich aufgenommen (hat), des heldenhaften wehrhaften starkannigen Kriegers, (der) den Daeva's auf den °Kopf schlägt,12 des Siege gewinnenden, sieghaften ashaheiligen;11 und die siegende Überlegenheit, die des ashafrommen Sraosha und die des Yazata Arshtay (verehren wir).

11. 1351 f.
12. 440.

34. Alle von Sraosha beschirmten Häuser verehren wir, in denen der ashafromme liebe geliebte Sraosha gut aufgenommen (ist) und (ebenso) der ashagläubige Mann,
(bei dem) die guten Gedanken Überwiegen,
die guten Reden überwiegen,
die guten Taten überwiegen. —
Ob seiner Pracht1 ...
Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) gemäß dem heiligen Recht2 ...

1. = Y57.3-4.
2. = Y27.13.

58.

[English]

1. Das machen wir zur Waffe, das zum Angriff:
das Gebets,3 (welches) von guter Herkunft, dem Asha ergeben, der Ârmatay ergeben (ist);
das Gebet, dessen Ursprung das Gutgedachte4 (ist) und das Gutgesagte und das Gutgetane.

3. 1577.
4. 1070.

2. Dies Gebet soll uns vor der Feindseligkeit der Daeva's und der Menschen5 schützen; diesem Gebet vertrauen wir6 (unser) Hab und Gut und (unsere) Personen an, (sie) zu beschützen uud zu bewachen und zu hüten und zu beaufsichtigen.

5. 815.
6. 1070.

3. Wir haben Freude an (deiner) Verehrung, o Ahura Mazdah,
wir haben den Wunsch (dich) zu verehren,
wir sind bereit (dich) zu verehren.7
Dem Gebet vertrauen wir (unser) Hab und Gut und (unsere) Personen an, (sie) zu beschützen und zu bewachen und zu hüten und zu beaufsichtigen — 'von wegen des Gebets, wie das Gebet an einen wie ihr (sein soll)'.8

7. 1069.
8. Aus Y44.1; 1070 m.

4. 9 "(Wer) sich Vieh hält, erwirbt sich das (höchste) Ashaanrecht, ist siegreich, der frommendste; den Viehbesitzer rühmen wir.10
Er (ist) der Vater des Rinds und des Asha und (je)des zum Asha gehörigen männlichen und weiblichen Geschöpfes;11
ein wahrhafter Wohltäter12 (ist er, und) dieses großen und guten und schönen gedenken wir rühmend;13
und der Mann, (der) sich Vieh hält,10 der soll im Verein mit der Ashagerechtigkeit und der Weidewirtschaft und der Freigebigkeit und Mildtätigkeit und Milde und dem Âtar, (dem Sohn) des Ahura Mazdah, Wache (und) Aufsicht (über uns) führen.

9. § 4 und 5 als Worte des Rinds; 1029 u. No.
10. 1029.
11. 1592.
12. 1639, 1349.
13. 1639.

5. Wie ihr uns geschaffen habt. o Amesha Spenta's, 'so schirmt uns (auch)':1 schirmt uns, o gute (Götter),
schirmt uns. o gute (Göttinnen).
schirmt uns, o gutherrschende wohlmeinende Amesha Spenta’s!
'Ich kenne keinen andern als euch, o Asha:2 so schirmt uns denn'!"3

1. Aus Y34.7; 804.
2. Aus Y34.7; 137.
3. s. No. 9 zu § 4.

6. Wir eignen dem heiligen Geist die Gedanken zu, die Worte zu, die Taten zu, die Tiere zu, die Menschen zu, (die wir) unversehrte Haustiere, gesunden Hausstand, gesunde Haustiere, gesunde Männer haben, (die wir) gesund (und) heil (sind und) das (höchste) Anrecht besitzen. Möchten wir des schöpferischen Schöpfers schöpferisches Licht, das des Ahura Mazdah. Zu sehen bekommen.4

4. 679 (?); Geldner, ZarRel. 335 No. ergänzt "nach dem Tode".

7. Verehrung dir, o Âtar, (Sohn) des Ahura Mazdah! Zu der größten der Entscheidungen komm (uns) entgegen. Gewähre zur Hilfe die Fülle, zur Unterstützung die Fülle der beiden, der Haurvatât (und) der Ameretatât.5

5. 1157.

8. Die vollständige Sammlung der Staota Yesnya’s beten wir mit der wirksamsten Strophe.6

Die schönste Gestalt unter den Gestalten sprechen wir-dir zu,7 o Mazdah Ahura: das Licht hier (und) jenes Höchste unter den Hohen dort, was Sonne heißt.8

6. 75.
7. 1317.
8. 163.

9. Die Staota Yesnya’s beten wir, 'wie es den Gesetzen für das erste Leben (gemäß ist)'.9

9. Aus Y33.1; 1515.

59.

[English]

1. Den ashaehrwürdigen Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, verehren wir;
die gutherrschenden wohlmeinenden Amesha Spenta's verehren wir.

2. Die ashaheiligen Tagesabteilungs(götter), die Ratav's des Asha, verehren wir;
den ashaheiligen Hâvanay, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Sâvanghay und den ashaheiligen Visya, den Ratav des Asha, verehren wir:
den weite Fluren besitzenden, tausendohrigen, zehntausendäugigen Mithra, den bei (seinem) Namen angerufenen Yazata, verehren wir;
den gute Weide bietenden Râman verehren wir.

3. Den ashaheiligen Rapithwina, den Ratav des Asha, verehren wir:
den Frâdat-fshav und den ashaheiligen Zangtuma, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Asha Vahishta und den Âtar, den Sohn des Ahura Mazdah, verehren wir.

4-10. Den ashaheiligen Uzayeirina, den Ratav des Asha, verehren wir;
den Frâdat-vira und den (ashaheiligen) Dâhyuma1 ...... — den Mithra, den Landesherrn aller Länder, verehren wir;
den prächtigen hoheitsvollen Ahura Mazdah2 verehren wir;
die guten gewaltigen heiligen Fravashay's3 der Ashagläubigen verehren wir.

1. = Y17.4-10.
2, 3. s. Y2.11 No. 2 und 3.

11. Dich, den Âtar, den Sohn des Ahura Mazdah, verehren wir;
das Berezisavah-Feuer verehren wir, BR> das Vohu-fryâna-Feuer verehren wir,
das Urvâzishta-Feuer verehren wir,
das Vâzishta-Feuer verehren wir,
das Spenishta-Feuer verehren wir.
Des Reiches Enkel, den Yazata Nairyô-sangha, verehren wir.
Âtar, den Hausherrn aller Häuser, den mazdahgeschaffenen ashaheiligen Sohn des Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, verehren wir samt allen Feuer(arte)n.

12-17. Die guten besten mazdahgeschaffenen ashaheiligen Wasser verehren wir;.4 . . . . . . . .
Alle größten Ratav's: die Tages-, Tagesabteilungs-, Monats-, Jahreszeiten-, Jahres-(götter) verehren wir.

4. = Y17.12-17.

18-20. Die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashaglänbigen preise ich, rufe ich, besinge ich;
wir verehren die zum Nmânya, zum Visya, zum Zantuma, zum Dâhyuma5 ........ , die ungefährdet, ashaheilig (sind).

5. = Y26.1-3.

21-23. (Wir verehren nun die Lebenskraft)6 ..... der ersten Verkünder6 ...... samt allen (Übrigen) ashaheiligen Fravashay's, denen der gestorbenen Ashagläubigen und denen der am Leben befindlichen Ashagläubigen und denen der ungeborenen Männer, oer Neugestalter, der Saoshyant's.

6. = Y26.4-6.

24-26. Nun verehren wir die Seelen der Verstorbenen7 . . . . . . . und die Fravashay’s der außer Lands befindlichen Ashagläubigen verehren wir.

7. = Y26.7-9.

27. Die Fravashay’s der ashagläubigen Männer verehren wir,
und die Fravashay’s der ashagläubigen Frauen verehren wir;
alle guten gewaltigen heiligen Fravashay’s der Ashagläubigen verehren wir:
(all) die vom (Ur)menschen Gaya her bis zu dem siegreichen Saoshyant8 hin.

8. Astvat-ereta.

28. Den ahurageschaffenen Verethraghna verehren wir;
den siegreichen Saoshyant8 verehren wir;
dies ashamäßig gespreitete Baresman verehren wir samt Zaothra’s, samt Gürtelband;
die eigene Seele verehren wir, die eigene Fravashay verehren wir.

29. Alle ashaheiligen Yazata's verehren wir,
alle Ratav's des Asha verehren wir: um die Zeit der Haomabereitung, wenn Sâvanhay und Visya die Ratavschaft (haben), wenn alle größten Ratav's die Ratavschaft (haben).1
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden2 ...

1. 1500 (?).
2. = Y27.15.

30. Das Gute, (das) besser (ist) als gut, möge dir werden, dir selber, dem Zaotar;3 mögest Du den Lohn dir gewinnen,4 auf den der Zaotar sich. Anspruch erworben hat,
(bei dem) die guten Gedanken überwiegen,
die guten Reden überwiegen,
die guten Taten überwiegen.

3. 654.
4. 1769.

31. Es möge zu euch kommen, (was) besser als gut (ist):
nicht möge zu euch kommen, (was) schlechter als schlecht (ist);
nicht möge au mir kommen, (was) schlechter als schlecht (ist).

32. Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) gemäß dem heiligen Recht5 ...
Asha ist das beste Gut6 ...

5. = Y27.13.
6. = Y27.14.

33. Den Ahuna Vairya beten wir;
das Asha Vahista, den schönsten Amesha Spenta, beten wir;
den zum Hadhaoxta gehörigen Fshûshô Manthra beten wir;
die vollständige Sammlung der Staota Yesnya's beten wir,
die Staota Yesnya's beten wir, 'wie es den Gesetzen für das erste Leben (gemäß ist)'.7
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden2 ...
Wie der beste Oberherr5 ...

7. Aus Y33.1; 1515.

34. "Wie der beste Oberherr"8 soll mir der Zaotar aufsagen,
"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht"8 soll der wissende Ashagläubige [die Gemeinde] aufsagen.

8. s. Y27.13.


60.

[English]

1. 'Der möge zu dem was besser ist als gut gelangen,9 der uns die rechten Wege des Vorteils lehren könnte10 in dem leiblichen Leben hier und in dem des Geistes, die wahren, zu den Geschöpfen hin, bei denen Ahura wohnt,11 — der getreu, der wie du kundig ist und heilig, o Mazdah.'12, 13

12. 797.
13. = Y43.3; s. Bthl. Gatha's.

2. Sie, die Zuweisungen an die Ashagläubigen, und die Belohnngen und Vergeltungen und Bewillkommnungen mögen sich in diesem (unserm) Hause einstellen; einstellen möge sich nun bei dieser Gemeinde die Ashagereehtigkeit und die Herrschermacht und der Nutzen und der Glanz und das Glück und die lange Gebieterschaft dieser Religion, der ahurischen zarathushtrischen.

3. Nicht möge nun in diesem Hause das Rind verderben,1
nicht verderben die Ashagerechtigkeit,
nicht verderben die Kraft des ashagläubigen Mannes,
nicht verderben die ahurische Lehre.

1. 931 o.

4. Her (ins Haus) sollen die guten gewaltigen heiligen Fravashay's der Ashagläubigen kommen,2 der Ashay Heilmittel teilhaftig, (die) so breit wie die Erde, so lang wie dic Flüsse, so hoch wie die Sonne (sind),3 damit es in Besitz des Besseren gelange, den Bösgesinnten widerstehe, Reichtum und Herrlichkeit weiter vermehre.2

2. 378.
3. 1691.

5. Überwinden soll in diesem Haus4
der Gehorsam den Ungehorsam,
der Friede den Unfrieden,
die Freigebigkeit die Kargheit,4
die Frommergebenheit die Auflehnung,
das wahrgesprochene Wort das falschgesprochene Wort,
das Asha die Drug;

4. 1519.

6. worin die Amesha Spenta's von der ashafrommen Gefolgschaft empfangen werden die guten Verehrungen und Preisungen; die beiden guten (Gaben), Verehrung und Preis; gute Darbringung und erwünschte Darbringnng und Darbringung von Huldigungen — bis hin zu der ewigen Ernte (des Lohns am Ende der Dinge),

7. Nicht möge dieses Haus jemals der selige Glanz, nicht der selige Reichtum, nicht die selige tüchtige Nachkommenschaft im Stich lassen, bei langdauernder Genossenschaft mit dem, (der) das Paradies zuweist, und mit der guten Ashay.5

5. 1876 f.

8.-10. Unbeschränkt und nach Wunsch mögest du, Ahura Mazdah, über deine Geschöpfe herrschen: (unbeschränkt)6 ......, die die ahurische, zarathushtrische (ist)?

6. = Y8.5-7.

11. Auf daß unsere Gedanken froh seien, (unsere) Seelen (sich) nach Wunsch (befinden),7 (unsere) Leiber selig seien,8 (soll uns) das Paradies (zuteil werden, indem) wir von der Offenlegung weg zu den ahurischen Räumen gelangen,9 o Mazdah.

7. 1393.
8. 274.
9. 584.

12. O bester Asha, o schönster Asha, wir wollen deines Anblicks teilhaftig werden, wir möchten zu dir gelangen, wir wollen ganz dir zugesellt werden.10

Asha ist das beste Gut11 ...

10. 1739.
11. = Y27.14.

13. Wie der beste Oberherr1 ...
Asha ist das beste Gut2 ...
Den Ahuna Vairya beten wir;
das Asha Vahishta, den schönsten Amesha Spenta, beten wir.
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden3 ...

1. = Y27.13.
2. = Y27.14.
3. = Y27.15.

61.

[English]

1. Den Ahuna Vairya spornen wir zwischen Erde und Himmel an;
und das Asha Vahishta spornen wir zwischen Erde und Himmel an;
und das gutgebetete Yenhe-hâtam(-Gebet) spornen wir zwischen Erde und Himmel an;
und den dahmamäßigen4 guten Segensspruch des Gemeinders, des ashagläubigen Mannes, spornen wir zwischen Erde und Himmel an:

4. Eins der beiden ca ist ausgelassen.

2. zu unterdrücken und fortzuschaffen samt seiner Schöpfung den Angra Mainyav, (des) Geschöpfe Übel sind, den vielverderblichen;
zu unterdrücken und fortzuschaffen die (männlichen) Kaxvaredha's und die (weiblichen) Kaxvaredha's;
zu unterdrücken und fortzuschaffen den (männlichen) Kaxvaredha und den (weiblichen) Kaxvaredha;

3. zu unterdrücken und fortzuschaffen die mit der Kayadha(-Sünde) behafteten (Männer) und die mit der Kayadha(-Sünde) behafteten (Weiber);
zu unterdrücken und fortzuschaffen den mit der Kayadha(-Sünde) behafteten (Mann) und das mit der Kâidhya(-Sünde) behaftete (Weib);
zu unterdrücken und fortzuschaffen die Diebe und Räuber;
zu unterdrücken und fortzuschaffen die Zanda's und Zauberer;
zu unterdrücken und fortzuschaffen den Vertragverletzer und den Vertragbrecher;

4. zu unterdrücken und fortzusehaffen, (die) den Ashagläubigen töten und (die) den Ashagläubigen befeinden;
zu unterdrücken und fortzuschaffen den dem Ashaglauben feindlichen Irrlehrer und den viel verderblichen Machthaber;
zu unterdrücken und fortzuschaffen jedweden der Druggläubigen, (die) ungebührlich denken, ungebührlich sprechen, ungebührlich handeln, o Spitama Zarathustra.

5. 'Ob wir wohl die (Anhänger der) Drug von uns wegschaffen können?'5
Als Saoshyant's werden wir die (Anhänger der) Drug wegschaffen.6
Was besagt: "Wir werden wegschaffen?" —
Es besagt: "Wir wollen sie schlagen7 heraus aus all den sieben Erdteilen, (wir) die herrschenden (sie) die ohnmächtige(n), um zu unterdrücken (und) fortzuschaffen die gesamte Schöpfung des ° Ruchlosen, (den Ahura) 'lobend, o Asha, der es wohlmeint mit den Seienden'.1"

5. Aus Y44.13; 1067.
6. 1551.
7. 435.
1. Aus Y45.6; 1824.

62.

[English]

1. Wie der beste Oberherr, so der [beste] Richter (ist er) [Zarathushtra] gemäß dem heiligen Recht2 ...
Verehrung und Preis, gute Darbringung und erwünschte Darbringung und Darbringung von Huldigungen wünsche ich dir, o Âtar, Sohn des Ahura Mazdah.
Verehrungs würdig bist du, preiswürdig,
verehrungswürdig mögest du sein, preiswürdig in den Häusern der Menschen.
Heil soll dém Manne werden, der zu dir wahrlich betet, Brennholz in der Hand, Baresman in der Hand, Milch in der Hand, den Mörser in der Hand.

2. = Y27.13.

2. Des gehörigen Brennholzes sollst du teilhaftig werden,
des gehörigen Räucherwerks sollst du teilhaftig werden,
der gehörigen Mahlzeit sollst du teilhaftig werden,
der gehörigen Lagerstatt sollst du teilhaftig werden,
der Pflege seitens der Mündigen sollst du teilhaftig werden,
der Pflege seitens der Gemeinder sollst du teilhaftig werden:
o Âtar, Sohn des Ahura Mazdah;

3. um aufzuflammen in diesem Hause,
um immer aufzuflammen in diesem Hause,
um zu erstrahlen in diesem Hause,
um groß zu werden in diesem Hause,3
über gar lange Zeit hinaus bis zur gewaltigen Neugestaltung (der Menschheit und) zugleich mit4 der gewaltigen guten Neugestaltung.

4. ?.

4. Verleihe mir, o Âtar, Sohn des Ahura Mazdah:
rasch Glück, rasch Schutz, rasch Leben;
reichlich Glück, reichlich Schutz, reichlich Leben;
Wissen, Heiligkeit, eine flinke Zunge, der Seele Auffassungskraft,5 alsdann Gedächtniskraft, große umfassende unvergängliche;6

5. 563.
6. 78.

5. alsdann mannhafte Tapferkeit, (die immer) auf den Beinen, ohne Schlaf, (auch) auf dem Lager ruhend wach (ist);7
zur Vollreife gelangende tüchtige Nachkommenschaft, (die) dem Gau die Gesetze vorschreibt, der Versammlung Rat erteilt, zusammen aufwachsende, (die) emsig wirkend aus der Not erlöst, einsichtige, die mir fördern soll Haus und Gemeinde und Gau und Land und des Landes Ruhm.

7. 338.

6. Verleihe mir, o Âtar, Sohn des Ahura Mazdah, womit er mir den Wunsch erfüllen soll,1 jetzt und für alle Zeit,2 das Paradies der Ashagläubigen, das lichte, alle Wonnen bietende, damit ich mir den guten Vorteil und den guten Leumund erwerbe3 und für die Seele die langdauernde Seligkeit.

1. 102.
2. 1266.
3. 1795.

7. An alle richtet Âtar, (der Sohn) des Mazdah Ahura, die Weisung,4 denen er das Nachtmahl und das Frühmahl kocht;5
von allen fordert6 er gute Darbringung, erwünschte Darbringung und Darbringung von Huldigungen, o Spitama.

4. 934 f.
5. 1586.
6. 1748.

8. Das Feuer betrachtet die Hände aller Vorbeigehenden:7 'Was bringt der Freund dem Freunde, der sich vorwärts bewegende dem stillsitzenden?(8

7. 725.
8. 978.

9. Und wenn er sein ashamäßig dargebrachtes Brennholz bringt oder das ashamäßig gespreitete Baresman oder die Hadhânaepatâ - Pflanze, dann wünscht ihm Âtar, (der Sohn) des Mazdah Ahura, (wenn er) zufriedengestellt, nicht gekränkt (ist), in Erfüllung der Bitte;9

9. 1743.

10. "Es mögen dir zuteil werden9 Herden von Vieh, zuteil eine Fülle von Männern;10
es möge dir ein regsamer Geist zuteil werden und ein regsames Gemüt;11 ein frohgemutes Leben sollst du leben12 (all) die Nächte, die du leben wirst."13
Das ist des Feuers Segenswunsch (für den), der14 ihm trockenes, zu hellem (Brand) ausgesuchtes, nach dem Brauch des Asha in gehörigen Stand gesetztes Brennholz (dar)bringt.

10. 1435.
11. 1427.
12. 502 u.
13. 502 m.
14. 331, 370.

11. Asha ist das beste Gutt15 ...
Wir heben an das Vorwärtsgehen und das Zurückgehen der guten Wasser und (ihre) Preisung;16 zu verehren hole ich (sie her).

15. = Y27.14.
16.1011 (?).

12. (Als Mazdahanbeter) .... will ich das Glaubensgelübde ablegen17 . . . . . . . . . . und Lob d(ies)er Ratav's (und Jahresgötter).

17. = Y3.24.

13. "Wie der beste Oberherr"18 soll mir der Zaotar aufsagen,
"wie der beste Oberherr" soll mir er, der Zaotar, aufsagen;
"so der [beste] Richter (ist er gemäß dem heiligen Recht"18) soll (der wissende Ashagläubige) aufsagen.

18. s. Y27.13.

63.

[English]

1. 'Wen mir (unter denen), die waren und die sind, Mazdah Ahura (als einen solchen) kennt, dem durch Asha das Beste fiir (sein) Gebet (werden wird): die will ich verehren mit ihren Namen und vor (sie) treten mit Huldigung.' 19 'Das gute Reich, das köstliche, als frommendsten Anteil'.1

19. = Y51.22; 1315, 499.
1. Aus Y51.1; 722.

2. Gehorsamer Sinn soll hier bereit sein zur Verehrung2 der guten Wasser und der Fravashay's der Ashagläubigen, die von unseren Seelen verehrt (werden), wie am Anfang so auch am Ende3.

So soll sich hier der Geborsam einstellen4 zur Verebrung der guten Wasser und der Fravashay's der Ashagläubigen, die von unseren Seelen verehrt (werden).

2. 1634.
3. 407.
4. 172.

3. Den ashaehrwürdigen Ahura Mazdah, den Ratav des Asha, verehren wir;
die gutherrschenden wohlmeinenden Amesha Spenta's verehren wir;
die Wasser verehren wir;
die Seelen und die Fravashay's der Ashagläubigen verehren wir.
Wen — und welche (Frauen) — unter den Seienden5 ...
Wie der beste Oberherr6 ...

5. = Y27.15.
6. = Y27.13.

64.

[English]

1. 'Sie werden herkommen, daß die Menschheit das Asha sich erwerbe'.7.

7. Aus. Y46.3; 383, 696.

2. 8 'Der Prophet, der betend seine Stimme erhebt, o Mazdah, der Freund, o Asha, Zarathushtra9-: damit meine Zunge einen Weg habe,10 lehre (mich) der Schöpfer der Geisteskraft durch Vohu Manah (seine) Satzungen!11

8. § 2-7 = Y50.6-11; s. Bthl. Gatha's.
9. 1179.
10. 1508.
11. 1574.

3. Ich will euch schirren die raschesten Renner12 durch die Anregung eures Preises,13 die breiten, die starken,14 o Mazdah, Asha, Vohu Manah, mit denen ihr herankommen sollt.15 Zu meiner Hilfe seid bereit!16

12. 1691.
13. 604 f.
14. 892 f.
15. 1688.
16. 178.

4. Immer (wieder) will ich mit den Versen,17 die bekannt sind als die des frommen Eifers,18 vor euch treten, o Mazdah, die Hände ausstreckend,17 und vor euch, o Asha, auch mit dem Gebet des Getreuen,19 und vor euch mit allem, was der gute Sinn vermag.20

17. 842.
18. 1642.
19. 195.
20. 1832.

5. Mit diesen Gebeten preisend will ich wieder vor euch treten, o Mazdah und Asha,21 mit den Werken des guten Sinns. Wönn ich erst (selbst) nach Gefallen über mein Verdienst schalten werde22 dann werde ich (auch) eifrig dafür Sorge tragen, daß der Einsichtige es bekomme.23

21. 1593.
22. 551.
23. 374.

6. Die Taten, die ich (künftig) wirken werde, und die früheren24 und was, o Vohu Manah, durch das Auge Wert hat, das Licht der Sonne,25 der schimmernde Stier der Tage,26 (das alles dient) zu eurem Preis, o Asha (und) Mazdah Ahura!27

24. 862.
25. 191.
26. 383.
27. 1304.

7. Euer Lobsänger, o Mazdah, will ich heißen und sein,28, so lang ich, o Asha, vermag und kann.29 Der Schöpfer der Menschheit fördere durch Vohu Manah, daß sie erfülle, was seinem Willen am besten entspricht!30!' 8

28. 38.
29. 1267.
30. 1761.

65.

1. Das Wasser Aredvi will ich verehren, (sie), die gewaltige makellose, die sich weithin verbreitende, heilkräftige, da?vafeindliche, Ahura’s Lehre zugetane, (die) würdig (ist) von der stofflichen Welt verehrt, würdig von der stofflichen Welt gepriesen zu werden,
die den Eifer fördernde ashaheilige,
die die Herden födernde ashaheilige,
die Haus und Hof födernde ashaheilige,
die das Vermöen födernde ashaheilige,
die das Land födernde ashaheilige;

2. die aller Mäner Samenflüsigkeiten vollkommen macht,
die aller Weiber Mutterleiber für die Geburt vollkommen macht,
die alle Weiber leicht gebären macht,
die allen Weibern die den Umständen (und) der Zeit entsprechende Milch1 verschafft;

3. die umfangreiche weitberühmte2, die an Läge so groß ist wie alle die Wasser hier, die auf der Erde hervorfließen; die kraftvolle, die vom Berge Hukairya her bis zum Meer Vouru-kasha hinfließt.

4. Es geraten alle Ufer in dem Meer Vouru-kasha in Aufregung, die ganze Mitte wallt auf,
wenn zu ihnen herzufließt,
wenn zu ihnen herzuströmt
die gewaltige makellose Aredvi, die tausend Seebuchten, tausend Abflüsse (hat); und jede dieser Seebuchten3 und jeder dieser Abflüsse (ist) vierzig Tagesritte (lang) für einen Reitersmann, (der) gut zu Roß (ist)4.

5. Und der Abfluß dieses meines einen Wassers5 verbreitet sich über alle die sieben Erdteile hin;
und dieses meines einen Wassers (Abfluß) ströt gleichmäßig herab zur Winters- und Sommerszeit6.
Sie [die Aredvi] macht mir die Wasser vollkommen, sie die Samenflüsigkeiten der Männer, sie der Weiber Mutterleiber, sie der Weiber Milch.

6. Hierher sollen die Fravashay's der Ashagläbigen kommen, (derer die) sind und gewesen sind, (die) geboren und (noch) nicht geboren (sind), die sie gegen den Strom aus dem nächsten Gewässer getragen haben7.

7. Nicht dem Übeldenkenden sollt ihr uns, ihr Wasser8,
nicht dem Übelredenden sollt ihr uns, ihr Wasser,
nicht dem Übelhandelnden sollt ihr uns, ihr Wasser,
nicht dem, (des) Daena übel ist,
nicht dem, (der) die Genossen (der Priesterzunft) befeindet,
nicht dem, (der) die Magier befeindet,
nicht dem, (der) die Gemeindeangehörigen befeindet,
nicht dem, (der) die Familienangehörigen befeindet,
und nicht dem sollt ihr uns, ihr guten Wasser, ihr besten mazdahgeschaffenen ašaheiligen, preisgeben,9
der (unser) Hab und Gut dem Verderben preiszugeben wünscht, von uns, (die) wir keinen im Stich lassen;10
und nicht dem sollt ihr uns, ihr guten Wasser, ihr besten mazdahgeschaf­fenen ašaheiligen, preisgeben,
der (unsere) Person dem Verderben preiszugeben wünscht, von uns, (die) wir keinen im Stich lassen.

1. 1507.
2. 750.
3. 425.
4. 158.
5. 23.
6. 1774.
7. 934 (?).
8. 1015.
9. 1015.
10.190.

8. Wer ein Dieb, wer ein Räuber, wer ein Bandit, wer ein Mörder des Ašagläubigen, wer ein Zauberer, wer ein Leichengräber, wer ein Eifersüchtiger, wer ein Knicker, wer ein dem Ašaglauben feindlicher Irrlehrer, welcher Mensch ein druggläubiger Machthaber (ist):
zurück gegen den sollen sich die Feindseligkeiten wenden, alsbald11 die Gefahren (zurück gegen den), der sie hervorgerufen hat; es sollen sich die Gefahren wenden (gegen den), der sie hervorgerufen hat.12

11. ?; îša.
12. 149.

9. Ihr Wasser, verweilet an dem Ort,13 so lange der Zaotar Gottesdienst tut! Ob wohl der Zaotar mit dem gelehrten Spruch die guten Wasser preisen wird?14
Ob ihm wohl die Zunge gefesselt wird,15 wenn er pflichtwidrig Gottes­ dienst tut?
Ob wohl die Sprüche das Ziel erreichen (werden),16 die ihn der Lehrer gelehrt hat?17
Ob wohl die Gebete (erfüllt) werden,
ob wohl die Schuldforderungen (erfüllt) werden,
ob wohl die Gewährungen18 (erfüllt) werden,
die Ahura Mazdah dem Zarathuštra verkündet, Zarathuštra den stofflichen Wesen ver(kündet) hat?

13. 517.
14. 435.
15. 1813.
16. 36.
17. 20.
18. 1519.

10. Zuerst sollst du an die Wasser deine Bitte richten,19 o Zarathuštra, drauf sollst du die gehörig in Stand gesetzten, von Gemeindern ausgesuchten
Zaothra’s den Wassern darbringen, (indem) du diese Worte aufsagst:

19. 170; wörtl. „de erstere Bitte sollst du ... bitten“.

11. „Ihr Wasser, um einen großen Gunstbeweis ersuche ich euch; den schenkt mir, durch dessen Gewährung das höchste Gut20 überantwortet wird, (um das) man nicht betrogen werden kann;21

ihr Wasser, um Vermögen bitte ich euch: um vielartiges kraftvolles; und um segensreiche Nachkommenschaft, der manch einer huldigen soll,22 und die keiner suchen soll zu schädigen23 noch zu schlagen noch zu ° töten noch zu vergewaltigen noch um die Habe zu bringen.24

20. Eig. „das Bessere“.
21. 117.
22. 945.
23. 1701.
24. 76.

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